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Autor Thema: Wunderbare Wandernatur -versus- Wegwerftaschentücher...

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Offline geroldh

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Wunderbare Wandernatur -versus- Wegwerftaschentücher...
« Antwort #0 am: Mi, 07. Sep 2016, 22:00 »
Also Arbeit und Wies’n (hier: Herbstfest RO) schränken die verfügbare Zeit zum Beiträge schreiben für roBerge schon gewaltig ein...  ::)

Wie an anderer Stelle erwähnt, konnte ich kürzlich das phantastische #sonne6# (Hoch)Tourenwetter für eine entsprechende alpine Woche in der Venedigergruppe und den östl. Zillertaler Alpen nutzen.
Zum „Ausklang“ machte ich vom Krimmler Achental bzw. dem Krimmler Tauernhaus eine wunderbare Wanderung in ein seitliches Hochtal (Rainbachtal), anfangs durch wunderbar duftenden Zirbenwald mit teils vermoosten alten Bäumen, der zunehmend von Latschenbewuchs abgelöst wurde – und dazwischen gab es Stauden mit reifen Heidelbeeren zum Naschen. Es war zuerst ein etwas steiler, später dann aber mäßig ansteigender kleiner Fahrweg, der an der kleinen Materialseilbahn hinauf zur Richterhütte in einen Bergsteig übergeht. Wer dem „Verkehr“ im Haupttal entfliehen möchte und schöne wunderbare Natur liebt bzw. "ein Auge dafür hat", der darf sich in dieser Ecke des Nationalparks Hohe Tauern wohlfühlen – und auch Kinder dürften dieses Wegstückchen interessant finden, gibt es doch hinter jeder Kurve etwas neues zu entdecken...  ;)
Die nachfolgenden fünf Bilder sind ein kleiner Ausschnitt von nur einer halben Stunde meiner Wanderung ab dem Krimmler Tauernhaus:

Offline geroldh

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Tja, und nun kommt (leider) etwas, was mich „exemplarisch“ in dieser halben(!) Stunde – und damit genau zwischen(!) den wunderbaren Bildern von vorhin fotografiert – doch arg gestört hat. Ich habe es auf meiner Tour auch an anderen stärker frequentierten Wegstücken bemerkt – und erfahrungsgemäß ist es durchaus auch ins roBerge-Gebiet übertragbar:
Eine überflüssige „Wegmarkierung“ mit Wegwerftaschentüchern neben einem wunderbaren Wanderweg!

Aus diesen „zivilen Markierungszeichen“ versuche ich mal durch das Ausschlussprinzip folgende Schlüsse zu ziehen:
- Der Mensch hat diese „Wegwerftaschentücher“ sicherlich nicht absichtlich verloren, da die Papiertücher wenig geknüllt nicht direkt auf dem Weg, sondern sichtbar neben dem Weg gelegen haben: "versteckt" hinter einem Haufen, in einer Böschungsaushöhlung, zwischen Ästen, auf einem größeren Stein oder mit einem Steinchen beschwert. Sie wurden also im vollen Bewußtsein dort hinterlassen...
- Diese Papiertücher sind kein Ergebnis eines „größeren Geschäfts“ des duch diese Natur wandernden Lebewesens, denn dann wäre einerseits der „Kontrast“ darauf erhöht gewesen und außerdem zieht sich der Mensch dafür auch etwas weiter vom Weg weg in den Wald zurück...
- Sollte es sich um die Hinterlassenschaft einer „Pinkel-Zeremonie“ handeln, so braucht der männliche Mensch solche Papiertücher von Natur aus nicht, da er mit einem „Organ“ ausgestattet ist, dass das Abschütteln der restlichen Ausscheidungs-Flüssigkeit ermöglicht. Darüber hinaus ist „ER“ üblicherweise auch wenig empfindlich, wenn noch Tropfen von Urin von der Unterbekleidung aufgefangen werden – das pragmatische Denken – Flüssigkeit trocknet – setzt sich in der Regel durch.
- Soweit mir die Anatomie des weiblichen Menschen bekannt ist, so könnte es sich tatsächlich um die Hinterlassenschaften einer „weiblichen Pinkel-Zeremonie“ handeln, da dort einerseits die manuelle „Restmengenentleerung“ kaum gegeben sein dürfte und andererseits die mentale Vorstellung der „absoluten Reinlichkeit“ vorherrschen mag.

Unterstützt wird diese These dadurch, dass der Mann für die „unvermeidbaren Geschäfte im Leben“ üblicherweise einfaches (Supermarkt)Toilettenpapier in einem kleinen Tütchen im Rucksack dabei hat, da ihm bewußt ist, dass dieses sich bauart- und verwendungsbedingt mit dem ersten Wasserkontakt in vergleichsweise kurzer Zeit auflöst und – wenn nicht ohnehin getarnt durch Abdeckung mit organischem Material aus der unmittelbaren Umgebung – als „ich-war-da-Markierung“ nur wenige Tage erhalten bleibt.
In der Handtasche, äh dem Rucksack der Frau, dürfte sich mit ziemlicher Sicherheit ein Packerl „Wegwerftaschentücher“ befinden, im allgemeinen auch mit dem Markennamen „T...“ genannt, das nach einem „in-die-Hocke-gehen“ wohl um ein Tüchlein erleichtert wird. Grundsätzlich wäre dagegen ja nix einzuwenden, wenn diese nicht gerade als „Wegwerftaschentücher“ im Bewußtsein verankert wären und auch nicht noch dafür hergestellt worden wären, einem Flüssigkeitszutrag, zum Beispiel durch Nase-schneuzen, möglichst lange zu widerstehen. Somit überstehen diese zivilen „ich-war-da-Markierungen“ üblicherweise auch mehrere Regentage und zeigen manchmal auch noch Wochen später an, dass „SIE“ hier vorbeigekommen ist...

Hmm, kennen die roBerglerInnen hierfür vielleicht doch noch eine andere Erklärung, die sie mir antwortend mitteilen möchten...  ;D

PS: Hier bei roBerge zum Thema gefunden:

...
Die Rucksäcke werden eigentlich immer komplett geleert (bis auf Taschentücher - @wastl:  Die können einem die Mitnahme der Rolle ersparen!!  >:D ;) - ...


Auf folgender Seite findet man eine Abhandlung über ein neuartiges (... vielleicht nicht ganz so neues) Alpentier  >:(
Bild-Nr.5: http://www.allgaeu-humor.de/01humor_sinnsprueche_sauberkeit.htm

roBerge.de

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Wunderbare Wandernatur -versus- Wegwerftaschentücher...
« Antwort #1 am: Mi, 07. Sep 2016, 22:08 »
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Offline indian_summer

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Deine These halt ich für einen kompletten Schmarrn, ich glaub da hast du zu tief in Maßkrug reingeschaut...

Die blöden Tücher schmeißt einfach ein Großteil nach einmaligem hineinschneuzen in die Landschaft. Man findet die ja überall, man findet ohnehin eine Menge Müll, ganz egal ob in den Bergen oder sonstwo.

Offline geroldh

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Hatten wir bei unserer Roßkaiser-Überschreitung nur die vierbeinigen Gämsen gesehen #gams#, so wurden „diese“ auf der Pyramidenspitze wieder „zwoahaxert“. #hallo#
#verdaechtig# Auf dem anschließendem Abstiegssteig hinunter ins Winkelkar nahm dann die "Vermüllung" neben dem Weg sinngemäß mit jedem Höhenmeter zu – ich hätte wohl eine ganze „Packung“ von weggeworfenen Papiertaschentüchern einsammeln können, doch diese gibt es ja in der Apotheke als „Kundenzuckerl“ kostenlos... :azn:
#nasowas# In meinem bisherigen alpinen Leben war es nicht das erste Mal, dass ich dabei auch „etwas“ zu sehen bekam, was dem Bergsteiger üblicherweise verborgen bleibt – aber immerhin war dieses „Corpus delicti“ bereits vom Regen reingewaschen... :D
#kombiniere# Ich stelle mal die Vermutung auf, dass „es“ bereits seit Monaten, mind. seit der Schneeschmelze, hier direkt neben dem Steigerl gelegen hat, ist dieser Platz gleich unterhalb der Felsen doch der Abfell-/Rast-/Umkehrpunkt bei einer Skitour – und möglicherweise ist es da „aus Versehen“ im tiefen Schnee verloren gegangen... ::)
#sorry# Damit dieser Eintrag – und idealerweise auch dieser Thread – auch „konstruktiv“ endet, möchte ich auf einen interessanten und durchaus „mutigen“ Blog-Beitrag verknüpfen, über den ich kürzlich „gestolpert“ bin:
Frauen am Berg: Der Kampf mit der Ausrüstung - oder Pinkes, Pipi und Periode  8)

Nachtrag (21:45):  #hihi#
Zitat
... Der Kindermund behauptet: „Mädchen können ihr Pipi nicht im Stehen machen, weil sie nichts zum Festhalten haben." ...
Quelle: OUTDOOR: "How to shit in the woods" @ Conrad Stein Verlag


Ergänzung (06.11.2016):
...stets entlang des Grates geht es mal leichter und mal anspruchsvoller hinauf [zu den Kopfkraxen im Wilden Kaiser].
Doch was ist das? :o Nachdem wir unten in der Felsrinne bereits eine leere Plastikflasche „Apfelschorle“ in einer Felsnische gefunden haben, liegt hier direkt auf dem Grat mal wieder so ein „Corpus delicti“, ein vom Regen reingewaschenes und gequollenes weißes „Zäpfchen“ mit hellblauer Schnur dran... :( Fragt sich, wie biologisch abbaubar diese „Hilfe-ich-blute-Trophäen“ der „Kaiser-Gämsen“ eigentlich sind... ::)
...
vgl. „Beweisfoto“ vom „Corpus delicti - Kopfkraxe im WK“


Ergänzung (06.01.2017):
Foto-4: Etwas abgeschirmte "Ich-muss-mal-für-kleine-Mädchen-Ecke" ::) auf dem Stellplatz für den lokalen Jäger neben dem Fahr-/Wanderweg zum Pendlinghaus - etwas oberhalb der Kala-Alm. Gesehen auf der Neujahrstour "Jochkopf".


Ergänzung (02.09.2017):
Foto-5: Direkt neben dem markierten Steig vom Watzmannhaus hinauf auf das Hocheck liegt dieser "Stöpsel" und wartet auf seine Verrottung... Na ja, vllt. ist es ja auch ein "Studienobjekt"!? Gesehen bei der Watzmann-Überschreitung (Aug.'17).

PS:
Mit diesem fünften Foto, der max. Anzahl für einen Beitrag, soll es nun gewesen sein - auch wenn ich mir sicher bin, weiter auf diese "weibliche Art" der Umweltverschmutzung zu stoßen. Was ich in den Bergen tatsächlich noch nicht gesehen habe, sind "Gummies"... - aber dies ist ein anderes Thema...  #hihi#

Offline Moritz80

  • Immer ein Meter höher
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Hast ganz schöne Detektivarbeit geleistet.
Aber statt der Mühe mit den Fotos hättest du die Tempos ja auch gleich einsammeln können.
 #danke1#