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Autor Thema: Hoher Göll am 29.04.2016  (Gelesen 2084 mal)

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Offline BFklaus

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Hoher Göll am 29.04.2016
« am: 30.04.2016, 13:39 »
Für die lange, anstrengende Tour war ich wieder mal recht spät dran. Der Parkplatz Alpeltalsteig war um 9 Uhr bereits gut besetzt. Die erste halbe Stunde ging es (fast) schneefrei steil bergan, an den Stahlseilen entlang und über eine Felsstufe hoch. Nach dem Anlegen der Schneeschuhe stieg ich auf festem Schnee weiter steil aufwärts, an den Alpelköpfen vorbei, bis sich der Hang zurück lehnt.

Nach zweieinhalb Stunden erreichte ich die südliche Abzweigung  zum Hohen Brett (Foto 01), die offenbar häufig genutzt wird. Der namenlose (?) Gipfel in der linken Bildhälfte besitzt übrigens auch ein Gipfelkreuz.
 
01_Abzweig_zum_Hohen_Brett.JPG


Mein Weg führte aber mehr oder weniger ostwärts, im leichten Auf und Ab über die tief verschneite Hochebene (Umgäng) Richtung Göllscharte, die schon von weitem rechts vom Hohen Göll auszumachen ist (Foto 02). Die unglaubliche Stille wurde ab und zu durch donnernde Lawinenabgänge gestört.
 
02_Aufstieg_zur_Göllscharte.JPG


Das Gelände steilt sich wieder auf. Zur Göllscharte zieht es sich doch noch ganz schön lange hin. Ab da wählte ich den abgeblasenen Grat, den Sommerweg, als Aufstiegsvariante zum Kuchlerkreuz (Foto 03), von wo der Hohe Göll fast schon zum Greifen nahe ist.
 
03_Kuchlerkreuz_vor_Göll.JPG


Der finale „Gipfelsturm“ (Foto 04) kostete mich die letzten Körner.
 
04_Schlussanstieg.JPG

Oben erwartet mich ein aufdringliches Gipfelkrähenduo (Foto 05) und ein fantastischer Ausblick. Leider blies ein eiskalter Wind, der mich aber nicht an einer ausgiebigen Brotzeit hindern konnte.
 
05_Hoher_Göll.JPG


Für den Abstieg brauchte ich fast so lange wie für den Aufstieg, weil der inzwischen durchnässte Schnee in den steilen Abschnitten deutlich schwieriger zu begehen war. Ich hätte halt 4 Stunden früher aufbrechen müssen …

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« am: 30.04.2016, 13:39 »

Offline schneerose

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Re: Hoher Göll am 29.04.2016
« Antwort #1 am: 08.05.2016, 21:44 »
Respekt, schöne Tour! #sonne4#

Muss jetzt aber kurz fragen: Du bist da schon in der Skispur rauf? Oder hast du etwa mit den Schneeschuhen eine eigene Spur gelegt?  :o

Offline BFklaus

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Re: Hoher Göll am 29.04.2016
« Antwort #2 am: 09.05.2016, 09:51 »
Muss jetzt aber kurz fragen: Du bist da schon in der Skispur rauf? Oder hast du etwa mit den Schneeschuhen eine eigene Spur gelegt?  :o
Heikles Thema!
Also, ich habe mich redlich bemüht, die vorhandene Schispur heil zu lassen. Bis zum Abzweig Hohes Brett bin ich  bestimmt zu 90% meine eigene Spur gelaufen, da war der Schnee auch noch gut fest. Die "Hochebene" (Göllsanden, Umgäng) ging ich meistens in der Spur, außer bei steileren Anstiegen. Ab der Göllscharte bin ich dann den Sommerweg über den Grat gelaufen (die Schispur läuft links davon in einer Rinne). Im Schlussanstieg habe ich teilweise wieder die Schiaufstiegsspur genutzt.
Runter bin ich meist den Schiabfahrtsschwüngen gefolgt, in der Ebene wieder der Aufstiegsspur.

Vermutlich hätte ich angesichts der Schneeverhältnisse und des späten Aufbruchs den Gipfel ohne die teilweise Nutzung der Schiaufstiegspur nicht geschafft. Das Spuren war einfach wahnsinnig anstrengend. Andererseits: Eine parallele Schneeschuhspur hätte bei diesem Schitourenklassiker keinen einzigen Tag überlebt.

Offline schneerose

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Re: Hoher Göll am 29.04.2016
« Antwort #3 am: 09.05.2016, 10:21 »
Das Spuren war einfach wahnsinnig anstrengend.

Deshalb hab ich auch gefragt.
Hab ich jetzt auch das erste Mal gehört oder gelesen, daß sich den Göll im Winter jemand mit Schneeschuhen durch´s Alpeltal gibt. #sonne1+

Offline AbseitsAufwärts

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Re: Hoher Göll am 29.04.2016
« Antwort #4 am: 09.05.2016, 11:35 »
Klaus war's, Klaus war's - ER HAT DIE SKISPUR BENUTZT !   #nawarte#  ;D  ;D #passtscho#


Offline BFklaus

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Re: Hoher Göll am 29.04.2016
« Antwort #5 am: 10.05.2016, 09:39 »
Das Spuren war einfach wahnsinnig anstrengend.

Deshalb hab ich auch gefragt.
Hab ich jetzt auch das erste Mal gehört oder gelesen, daß sich den Göll im Winter jemand mit Schneeschuhen durch´s Alpeltal gibt. #sonne1+
Das Spuren war vor allem deshalb so anstrengend, weil ich einige Stunden zu spät los gekommen bin und der Schnee oben schon wieder aufgeweicht war. Im gut verfestigten Schnee ist der Göll durchaus in der eigenen (Schneeschuh)-Spur zu schaffen, er ist ja auch im Sommer kein Sonntagnachmittagspaziergang.

Derzeit "verirren" sich nur ganz wenige Schneeschuhgeher auf den Göll. Aber diese letzten "Rückzugsgebiete" der Schitourengeher schmelzen mit dem Klimawandel buchstäblich dahin. Wahrscheinlich wird der Göll in 10 Jahren häufiger von Schneeschuhgehern als von Schibergsteigern besucht werden.