Dummy

Autor Thema: Ludwig Steub (Schriftsteller)  (Gelesen 1831 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline rB-Infothek

  • roBergler
  • Beiträge: 427
Ludwig Steub (Schriftsteller)
« am: 25.03.2016, 12:00 »
Auf den Spuren Ludwig Steubs

Ludwig Steub (1812 - 1888) war gelernter Jurist und stammt aus Aichach. Er war von 1834 bis 1837 Beamter des bayerischen Königs Otto von Griechenland.


Diese Büste am Aichacher Geburtshausin der nach ihm benannten Straße ist dem Schriftsteller Ludwig Steub gewidmet.

Aber er wirkte auch als Reiseschriftsteller und Ethnologe in Tirol und Bayern. Wann immer er es sich erlauben konnte, legte er die ungeliebten Akten beiseite, um die bayerischen und Tiroler Berge zu durchstreifen und Stoff für seine zahlreichen Schriften zu sammeln, die seit 1840 erschienen. Die Bergwelt Bayerns und Tirols wurde von ihm als begeisterten Bergwanderer treffend beschrieben. Oft findet man bei den Bergwanderungen Schilder mit der Aufschrift "Auf den Spuren Ludwig Steubs".

Unter anderem erschloss er im Jahre 1863 das Gebiet um den Tatzelwurm. Im Gasthof Tatzelwurm gibt es eine Urkunde vom DAV Sektion Rosenheim, die hiervon berichtet. Weitere "Spuren" Ludwigs Steubs gibt es z.B. auf dem Pendling, Brünnstein, in Sebi bei Niederndorf, in Südtirol (Denkmal in Brixlegg) oder im Zillertal.

Steub war ein Schriftsteller, der vor allem durch seine Schilderungen über das Land und die Sitten von Tirol als sein literarischer „Entdecker“ gilt. Seine Reiseschilderungen und Erzählungen, die meist vom Alpenraum handeln, wurden auch später noch gelegentlich aufgelegt, wenngleich er schon lange zu den „vergessenen Schriftstellern“ gezählt wird. In seinen Werken ist ein antiklerikaler Ton bemerkbar, der sich gegen einen allzu selbstgefälligen Katholizismus, wie er ihn in Bayern erlebte, richtet. Nur mit seiner Hilfe gelang es der Spielgemeinschaft Ritterschauspiele Kiefersfelden in den Jahren 1860 bis 1868, den Fortbestand ihres Dorftheaters zu erhalten und zu sichern. Durch Steubs Bücher wurde in Deutschland Sommerfrische zu einem üblichen Begriff.
(Aus Wikipedia.de)

Die „Drei Sommer in Tirol“ gelten in der umfangreichen Literatur über Tirol und die Tiroler, über ihre Kultur, ihre Sitten und Gebräuche, seit ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1846 als das unübertreffliche klassische Werk. Es ist in vier große Kapitel gegliedert – in das „Unterinntal“ und das „Oberinntal“ sowie in die heute italienischen Gebiete „Pustertal“ und „Südtirol“. Wie kein anderer hat der bayrische Reiseschriftsteller Ludwig Steub Tirol in der Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieben und vieles ist bis heute aktuell geblieben. „Drei Sommer in Tirol“ sind immer noch das Standardwerk über Tirol, eine Fundgrube für Historiker und Volkskundler und ein amüsanter Lesestoff für alle Tyrolensien-Liebhaber. 1871 erschienen die „Drei Sommer in Tirol“ in zweiter vermehrter Auflage als dreibändiges Werk.




"Drei Sommer in Tirol" bei roBerge / Amazon