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Autor Thema: Peter Aschenbrenner (Alpinist)  (Gelesen 4344 mal)

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  • roBergler
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Peter Aschenbrenner (Alpinist)
« am: 08.01.2016, 20:41 »
Peter Aschenbrenner - der Himalaya-Peter

Hoch über Kufstein schlummerte am Fuß des Wilden Kaisers viele Jahre ein kleines Juwel. Zu Ehren des legendären Peter Aschenbrenner hatte dort sein Sohn liebevoll ein Mini-Museum mit Erinnerungsstücken aus dem Dach der Welt eingerichtet, das Nanga-Parbat-Kammerl im Berggasthof Aschenbrenner.


Das ehemalige Nanga-Parbat-Kammerl im Berggasthof Aschenbrenner
Zum Vergößern anklicken



Der Bergsteiger, Bergführer und Hüttenwirt des Stripsenjochhauseswurde wurde am 6. Mai 1902 in Ebbs, Tirol geboren.  Bekannt wurde er vor allem durch seine in den 1930er und 1950er Jahren ausgeführten Expeditionen ins Himalaya, die ihm den Beinamen „Himalaya-Peter“ einbrachten. Das heute noch gern besuchte Aschenbrenner-Berghaus auf 1140 m oberhalb von Kufstein wurde von ihm errichtet und später von seinem Sohn fortgeführt. Am 25. Januar 1998 verstarb er in Kufstein mit 96 Jahren.




Aus Wikipedia:
1934 war Aschenbrenner Mitglied der desaströsen „zweiten deutschen Nanga-Parbat-Expedition“ unter Willy Merkl, die zahlreiche Menschenleben forderte. Die Unternehmung wurde unter den Nationalsozialisten zu einer nationalen Angelegenheit. Weitere Mitglieder waren unter u. a. Erwin Schneider und Willi Bernard. Alfred Drexel verstarb im Lager II an einer Lungenentzündung. Höhenkrankheit, Orkane und Neuschnee zwangen Aschenbrenner und Schneider auf 7895 m[2] zur Umkehr. Uli Wieland, Willo Welzenbach, Willy Merkl und sechs Hochträger verunglückten beim Abstieg im Schneesturm tödlich.
1953 wurde Aschenbrenner schließlich für eine weitere Nanga Parbat Expedition als bergsteigerischer Expeditionsleiter gewonnen, bei der Hermann Buhl am 3. Juli 1953 gegen 19 Uhr den Gipfel erstbezwingen konnte.


Viele Erstbegehungen im Wilden Kaiser gelangen dem Himalaya-Peter:
Christaturm „Südostkante“, Fleischbank „Aschenbrenner-Lucke“ und Leuchsturm Südwand. Insgesamt konnte er weltweit rund 2400 Gipfelbesteigungen verzeichnen.

Wahrlich eine Legende: Ein strahlendes Vorbild war, ist und bleibt der «Himalaya-Peter» innerhalb der europäischen Kletterlobby nicht nur dank seiner alpinistischen Errungenschaften, sondern vorrangig auch wegen seiner «gesunden» und vielfach lebensrettenden Grundeinstellung. Sicherheit war für den abenteuerfreudigen Kufsteiner beim Klettern über allen Herausforderungen und Experimenten stets oberstes Gebot. «Es ist leichter ein guter als ein alter Bergsteiger zu werden!», war einer seiner Leitsätze. Er wusste wie kaum ein anderer, dass man Gefahr läuft zu verlieren, wenn man zuviel gewinnen möchte. Sein Sohn Fred Aschenbrenner sagt, was sein Vater von den vielgescholtenen Freeclimbern hielt: «Wir hätten es genauso gemacht!»


Youtube-Video Nanga-Parbat-Kammerl


Links:
Hütte: Berghaus Aschenbrenner
Tour: Über Elfenhain und Schneerosenweg zum Aschenbrenner
Buch: Nanga Parbat von Jochen Hemmleb
Video: Nanga Parbat 1953 von Hans Ertl (VHS, das Original!)
Rodeln: Winterwanderung & Rodeln am Berghaus Aschenbrenner
Wikipedia: Peter Aschenbrenner