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Autor Thema: Selbstfindung: über die Mariasteiner Alm aufs Köglhörndl und Feuerköpfl  (Gelesen 13277 mal)

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Offline RaF

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Nachdem es gestern mit dem zeitigen Start so gar nicht klappen wollte ( was aber letzendlich nicht schlimm war, da sehr entspannten Nachmittag am Fels verbracht ), war heute definitiv Selbstfindung angesagt - denn zwischen Mariasteiner Alm und Köglhörndl hatt ich Hinweise auf einen Steig gefunden aber keine Karte zeigte da irgendwas. Wetter stabil, Lage südseitig und Abstieg bei Erfolg übers Blumenmeer - perfekte Gelegenheit, sich das mal vor Ort genauer anzuschauen.
Zuerst hiess es die Straße nach Bärenbad zu finden (war eigentlich ganz einfach ;) ) und auf dieser ging es dann bis zur Kurve wo laut Karte der Weg Richtung Mariasteiner Alm weggehen sollt. Und perfekt - genau dort gab es auch einen Parkplatz, der nicht überraschend nur mir gehören sollt den ganzen Tag *G*.
Frohgestimmt ob des prächtigen Wetter ging es los und gleich zu Beginnn eine kleine Knobelei...irgendwie gibt es da 2 statt nur einen Weg Richtung Norden. Vom Gefühl her dann dem rechten Weg gefolgt - und es war der rechte Weg. Recht dant ging es da dann Hoch Richtung Norden und Köglhörndl. Nix mit Eingehen oder so. Und das viele Laub tat sein übriges, daß es anstrengend wurd. Zum Glück Frühjahr - im Sommer würd ich da definitiv nicht in brütender Hitze hochwollen!
Nach einer guten dreiviertel Stunde sah ich dann auch die Mariasteiner Alm und das Bankerl am Kreuz gleich daneben in der Sonne. Und dahinter die Felsenwände des Köglhörndl - somit Bankerl perfekt, Felswände eher mal einschüchternd, weil da soll ich irgendwo hochkommen?!? Naja entgegen dem Weg in der Karte ging es dann noch über eine Extraserpentine nach Osten hoch zur Hütte und erstmal Rast und einfach nur Aussicht genießen angesagt.
Eventuell wär ich da auch versumpft...aber nachdem nach einer laaaaaaangen Pause in der Sonne plötzlich doch 2 Wanderer unten auftauchten, beschloß ich mir die Ruhe zu bewahren und war bei deren Ankunft dann schon sicher weit entschwunden. Denn gleich hinter der Hütte startete ein Pfad nach NO und wenn es einen Steig nach oben geben sollte, dann muss es der eigentlich sein. Direkt an der Hütte sieht man dann auch ein paar Mal dunkelpink, recht neue Markierungen - mittendrin ist da dann aber mal Pause, dafür sieht man alte, teilweise übermalte bzw verblichene rote Punkte wenn man sucht. Generell also gut findbar! Und der Steig machte auch Spass auch wenn der anfangs auch nicht viel schenkte, da es auf der Schuttreissn nach oben öfters 2 Schritt vor, ein Schritt zurück hiess. Aber tolle Natur, die Felswände immer im Blick machte das Spass und die Spannung stieg. Immer wieder sah man auch Gemsen durch die Hänge rasen...wirklich was geboten. Letztendlich muss man dann gar nicht bis zum Felsfuß hoch sondern ein Stück davor fängt der Weg an mit einem Auf und Ab aber auf ca. einer Höhe bleibend recht direkt nach Osten zu gehen. Hier ist es oftmals eine Sucherei und man muss aufpassen, gibt einige Stellen wo der Erdboden so gar nicht mehr hält. Aber letztendlich mit Trittsicherheit und etwas Vorsicht kein Problem. Und so zieht sich der Weg dann recht schön bereits immer wieder durch Meere an Schneerosen und anderen Blumen durch die Hänge und teilweise geht es auch mal eindrucksvoll neben einem nach Unten. Ich hab nur sehr selten auf die Uhr geschaut aber denk nach ca einer Stunde geht der Weg dann auf einmal recht direkt nach Norden ( hier war dann ordentlich Schnee bereits ) und trifft letztendlich auf denk ca der Hälfte desselben auf den Weg zwischen Höhlensteinhaus und Köglhörndl-Gipfelkreuz. Dort ging es dann mit teilweise tiefem Einsinken aber eigentlich guter Spur über einen Vorgipfel zum Gipfelkreuz - das mehr oder weniger so gut wie mir allein gehörte  :). Hier gab es dann eine fantastische Sicht und so lag ich da wohl eine Stunde rum. Und es fiel mir sehr schwer, wieder loszuziehen und so machte ich dann auch auf dem östlichen Vorgipfel nochmals etwas Rast und Sightseeing.
Anschliessend ging es aber flott Richtung Höhlensteinhaus und bis dahin eigentlich immer im Schnee. Auch die Senken bei der Hütte sowie der Aufstieg zum Feuerköpfl waren noch ordentlich weiß. Am Gipfel vom Feuerköpfl dann aber plötzlich Trubel...hier hatten sich doch tatsächlich noch weitere Leute hinverlaufen ;). Naja, gesehen hatt ich ja oben bereits genug und die Ruh wollt ich mir bewahren, also ging es deshalb recht fix über den östlichen Abstieg runter und übers Bärenbad zurück zum Auto.

Fazit: Selbstfindung erfolgreich, sehr schöne Tour vor allem im Frühling da es teilweise heftigst blüht und Traumtag :)!

Bild mit Fels: irgendwie schaut der Weg auf dem Bild entspannt flach aus ...die Realität ist anders ;).
Bild mit Knickbaum: fast oben...aber so ca. war der Großteil des Weges schon zur Mariasteiner Alm...scheint eher nicht so häufig genutzt
Bild mit Kreuz und Köglhörndl-Felswänden/Gipfel: da ist die Hütten rechts versteckt...aber geht's da wirklich rauf auf die Gipfel?

weitere Bilder folgen...

roBerge.de

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« am: 09.03.2014, 21:10 »

Offline RaF

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und mehr Bilder...

...35: Rastplatz in der Sonne
...50: der nicht existente Weg existiert und beginnt
...55: die Schuttrinne
...60: das ist der Weg auch wenn man es kaum sieht
...76: langsam beginnt der Schnee (Blick zurück auf den Weg auch)

Offline RaF

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...84: noch säumen Schneerosen den Weg
...90: hier herrscht doch noch irgendwie Winter
...97: und das auch auf den Bergen im Süden
...00: trotzdem ist es Kaiserwetter!
...03: Ziel voraus!

Offline RaF

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...66: der Gipfel
...41: mit Bombenaussicht (das ist nur ein Ausschnitt des großen Cinemascope Kinos)
...84: Donuts für Eismänner
...88: Höhlensteinhaus
...90: es ist wieder Frühling!

Fin.

Offline schneerose

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danke für den Tipp mit dem Aufstiegsweg!
und für den schönen Bericht  #super1#

Offline RaF

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danke für die "Blumen" :D
Sollt jemand den Track haben wollen - ich kann den bei Bedarf als GPX zur Verfügung stellen

Offline StefanMuc

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Hi,

der Track wäre interessant, habe noch etwas Schwierigkeiten das bei OSM nachzuvollziehen.


Danke und viele Grüße

Stefan

Offline RaF

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Hallo Stefan,

lass ich Dir heut abend zukommen. Wie auch schon geschrieben - den Weg ab Mariasteiner Alm hab ich bisher in keiner der mir zur Verfügung stehenden Karten (Kompass, Garmin, OSM, Google, ÖAV oder DAV) gefunden, von daher wundert es mich nicht, daß schwer nachvollziehbar ;)

Grüße
Flo

Offline AbseitsAufwärts

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Wer bei der Mariasteiner Alm ist, findet den weiteren Weg auch so, kein GPS Bedarf. Bin die Route letzten Sommer gegangen, viele Zecken am Bankerl  bei der Alm, deshalb aprupter Aufbrauch als die Dinger auf mir rumkrabbelten, obwohls so gemütlich war :(.  Beim  einladenden kleinen Stausee vor Mariastein ist leider ein großes Schild "Badeverbot". Allerdings wird gerade ein Schwimmteich oder sowas ähnliches etwas oberhalb dort gebaut (2013 noch nicht fertig - 2014?).

Offline RaF

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Also Schwimmteich wär mir jetzt keiner aufgefallen - aber das muss nix heissen  #angel#. Den Weiher allerdings hab ich immerhin wahrgenommen.

Und ja - denk auch, daß wenn man an der Mariasteiner Alm ist, der Wegbeginn ganz gut findbar ist. Und zwischendrin muss man halt manchmal etwas die Augen offen halten ;). Aber nachdem der Track eh da ist - hoff ich, daß er Stefan hilft.
Zecken wären mir zumindest keine aufgefallen bisher - aber werd ich nachher nochmals genau schauen. Mit den Biestern hab ich ja schon so einiges an unliebsamen Überraschungen entdeckt und bei dem milden Winter sind die sicher zahlreich dieses Jahr :\.



Offline elli pirelli

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mit Bombenaussicht (das ist nur ein Ausschnitt des großen Cinemascope Kinos)

das kann ich nur unterstreichen  ;)
allerdings "nur" von der Buchacker Alm  ;) (in der Sonne verhockt)
 #nivea#

lg
elli

Offline eli

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Servus RaF,

inspiriert von deinem schönen Bericht war ich heute wieder mal auf dem Hundsalmjoch. Von dort habe ich mir die gegend um die Mariensteiner Alm angesehen, hänge ein Bild dran. Ich denke, man erkennt neben dem Bärenbadhaus und der Mariensteineralm auch die große Schuttreise noch im Hintergrund. Ist das richtig?

eli an elli pirelli: Sag bloß, du warst heute auch oben, bin ja auf dem Rückweg auch an der Buchackern vorbei gekommen? Da haben wir uns doch schon mal gesehen.  :)

Na hawedere, Bericht folgt natürlich noch.

eli

Offline elli pirelli

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eli an elli pirelli: Sag bloß, du warst heute auch oben, bin ja auf dem Rückweg auch an der Buchackern vorbei gekommen? Da haben wir uns doch schon mal gesehen.  :)

lieber eli, dieses Mal konnten wir uns nicht sehen, ich bin gestern oben gewesen

Sonntagsspaziergang  #cheesy#


elli an eli: Hoffe #bisbald#

lg
elli

Offline RaF

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Freut mich ja echt, daß der Bericht und die Tour so gut ankommen und die Leute sogar inspirieren  #dankeschön# ! Dann hat sich die Zeit zum Schreiben und Bilder raussuchen/verkleinern ja rentiert :).
Und Eli: ja das ist richtig...ich muss mal schauen, ich hatt noch Bilder vom Gipfel nach unten, bei denen man auch genau auf die Schuttreissn und die Hütte schauen konnt und sah, dass es Luftlinie gar ned weit weg wär. Werd ich die Tage mal noch nachliefern

Offline schneerose

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1 3/4 Jahre später bin ich da heute dank des immer noch schneefreien Winters auch hoch und hol den Thread nochmal aus der Versenkung.

Von Mariastein ging´s (zu Fuß, die Straße nach Bärnbad ist offiziell nicht für den Allgemeinverkehr freigegeben?!) zur Mariasteiner Alm hoch. Wirklich ein Traumfleckerl da oben. Bild 1: Blick von selbiger nach unten
@Raf: War die Quelle kurz unterhalb der Alm bei dir flüssig?

Da ich zuvor hier http://www.wandermap.net/de/route/2154110-mariasteiner-alm/#/z15/47.54385,12.05425/terrain
gesehen hatte, daß es ab der Alm auch einen Weg Richtung NordWest geben sollte, bin ich kurz über die Almwiese rüber. Und bingo: roter Punkt am Baum und ein Steigerl, das nach oben verläuft. Nennt sich lt. dem "Gipfelbuch" der Alm: Kreuzlana

Bin dann trotzdem den Weg Richtung Köglhörndl rauf. Der ist inzwischen, scheinbar neu, mit roten Punkten markiert. Verlaufen unmöglich.

Bild 2: Bei einem zufälligen Blick nach oben links: Hmm, ich fress ja einen Besen, wenn ich da nicht ein Serpentinensteigerl sehe ??

Bild 3: Schneerosen gibt´s auch schon wieder. Kein Wunder bei den Temperaturen.

Nach´m Einfädeln auf´n Normalweg zum Köglhörndl rauf und weiter zum Hundalmjoch rüber.

Nachdem man das Kreuz auf Bild 4 passiert, geht nach links runter ein Weg. Wohl der, der wieder zur Mariasteiner Alm führt. Schaut aber verschärft aus. Sehr steiles Gelände. Zum runtergehen wohl nicht das Gelbe vom Ei. Außerdem, bei dem Bombenwetter wollte ich noch nicht runter.  :laugh:

Also weiter zum 2. Gipfel. Die "Schlüsselstelle", steiler Abstieg mit Drahtseil, komplett schnee- und eisfrei.

Bild 5: Hundalmjoch. Was will man mehr? Perfekt.

Nach Rast dann Abstieg zur Daxer Alm (Biker war´n auch unterwegs) und über die Abkürzer der Forststraße (lt. Holzschild Pedit-Steig, sausteil, auch wenn die Forststraße langweiliger sein mag, knieschonender ist die auf alle Fälle  ::)) wieder runter nach Mariastein.

Traumtag. Und was den anderen Weg ab der Mariasteiner Alm angeht: ich komme wieder.  #hihi#

Offline RaF

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Hallo Schneerose,

danke für deinen Bericht aber leider muss ich zugeben, daß ich keine Ahnung mehr habe, wie das damals mit der Quelle war. Iwie gefühlt glaub ich ja, aktiv...aber mag mich da auch täuschen aufgrund des zeitlichen Abstands.
Ansonsten hast Du mir mit dem NW-Steig definitiv eine neue Begehung auf die ToDo-Liste gesetzt - schaut interessant aus, werd ich sicher probieren! Und schon interessant, daß der andere Weg inzwischen sowohl Eingang in Onlinekarten gefunden hat als auch anscheinend neu zum Leben erweckt wurd mit den Markierungen.

Grüße
Flo

Offline Brixentaler

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... und über die Abkürzer der Forststraße (lt. Holzschild Pedit-Steig, sausteil, auch wenn die Forststraße langweiliger sein mag, knieschonender ist die auf alle Fälle  ::)) wieder runter nach Mariastein.


Sausteil und saugefährlich, siehe da: http://tirol.orf.at/news/stories/2588880/
Also Obacht!

Unfallfreie Bergtouren wünscht euch,
Brixentaler

Offline MANAL

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Bin am vierten Advent auch die schöne Runde über Köglhörndl und Hundalmjoch gegangen. Tolle Aussicht, kaum Schnee. Die paar vereisten Stellen lassen sich problemlos umgehen.


Da ich zuvor hier http://www.wandermap.net/de/route/2154110-mariasteiner-alm/#/z15/47.54385,12.05425/terrain
gesehen hatte, daß es ab der Alm auch einen Weg Richtung NordWest geben sollte, bin ich kurz über die Almwiese rüber. Und bingo: roter Punkt am Baum und ein Steigerl, das nach oben verläuft. Nennt sich lt. dem "Gipfelbuch" der Alm: Kreuzlana


Die Einmündung von da unten habe ich auch gesehen. Kurz hinter dem Kreuz am Wegrand kann man hinter dem Stacheldrahtzaun an einigen Felsen und Bäumen einzelne rote Wegmarkierungen sehen. Das ist an der Stelle vom ersten Foto.
Im Foto kann man an dem kleinen Felsen etwas rechts unterhalb der Bildmitte bei der kleinen Fichte einen roten Strich erkennen.


Bild 2: Bei einem zufälligen Blick nach oben links: Hmm, ich fress ja einen Besen, wenn ich da nicht ein Serpentinensteigerl sehe ??


Dieses Serpentinensteigerl ist aber nicht der Kreuzlana. Der extrem steile Grashang mündet unmittelbar nach dem Köglhörndl an der ersten Stelle ein wo der Normalweg an einer Scharte mit Tiefblick vorbeikommt. Da sieht man dann in den steilen Hang rein. Das zweite Foto zeigt diese Stelle. Ob da wirklich ein Weg hochgeht? Gämsen bauen allerdings keine Serpentinen...
Mir wär's zu steil und zu luftig und nur was für die T6-Fraktion.  #ohnemich#


Die "normale" Tour war jedenfalls wunderschön und die Aussicht grandios!

Offline StefanMuc

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Wir sind vorgestern - inspiriert durch den Thread - nach Mariastein gefahren. Auf dem Forstweg zur Bärenbadhaus sind wir aber irrtümlicherweise 100m-150m vor dem eigentlichen Abzweig zur Mariasteiner Alm in den Wald abgezweigt. Hier waren viele rote Punkte denen wir steil hinauf durch den Wald folgten:





Immer gut markiert stiegen wir stetig an. Die Markierungen endeten unterhalb eines Geröllfeldes. Hier begannen zwei Schluchten ein. Markierungen gab es keine mehr, die Suche blieb erfolglos.



Rückblickend hat der Jäger vermutlich "nur" den Weg zum Hochstand markiert.
Nach einigem Überlegen entschieden wir uns für die linke Schlucht, der Blick hinauf versprach gemäßigteres Gelände.



So stiegen wir nun in die Schlucht ein, viel loses Geröll verlangte sauberes Steigen. Die Schlucht verengt sich schließlich, große Blöcke liegen im "Weg".





Am ersten Block geht es nur ausweichend vorbei, schon hier ist IIer Kletterei notwendig. Mein Bergpartner umgklettert den Block, aber weiter oben versperrt ein griffarmes Wandl das Weiterkommen.
Also wieder zurück, wir steigen etwas ab und versuchen es in der linken Flanke.

Ich steige ein und versuche es, scheitere aber oberhalb an einem Steilaufschwung. Der Fels ist recht splittrig und bröselig, mutlos weiche ich zurück.



Mein Spezl hat hingegen mehr Erfolg/Mut, er klettert an anderer Stelle hinauf.



Ich steige wieder ab, vorsichtig geht es zum Schluchtgrund zurück. Wieder abwärts probiere ich es in den Grasschrofen, aber auch hier ist an einer kleinen Höhle Ende. Eine senkrechtes Wandl versperrt mir den Weiterweg.
Für mich der Punkt, das Vorhaben abzubrechen, wer weiss wie es weiter oben wird...
Ich rufe meinen Partner, dieser ist inzwischen ein gutes Stück angestiegen, hat aber ebenfalls eine für ihn unpassierbare Stelle erreicht. Missmutig bricht auch er ab, vor ihm liegt nun der Abstieg durch dieses Gelände.



Mir großer Vorsicht klettert er ab. Mit einigen Schwierigkeiten und Lotsen von unten gelingt der Abstieg. Für uns der entscheidende Punkt zum Umkehren.
Somit steigen wir ab, die Kletterei hat Zeit und Kraft gekostet. Was ist mit der rechten Schlucht ? Sollen wir es dort probieren ? Angesichts der bisherigen Erfahrungen und auch weil die Kletterei hier deutlich steiler wirkt, verwerfen wir dieses Variante.
Wir entscheiden uns für die Querung im Waldgelände Richtung Westen (Richtung Mariasteiner Alm).

Es geht nun am Felsfuß entlang, sehr bald wird das Waldgelände sehr steil, mit dem vielen Laub und den Zweigen eine rutschige Angelegenheit. Wir traversieren wieder oberhalb einiger Felsen. Hier können wir auch die Alm sehen, ein gutes Stück entfernt. Der Blick hinauf zeigt wieder viele Felsabschnitte. Somit steigen wir ab, hangeln uns an Wurzeln hinab und steigen wieder 150hm ab, um die abfallenden Felsabschnitte zu umgehen.
Bald wird es etwas flacher.



Aber viel Erholung bleibt nicht. Es wird wieder steiler und das Queren dieses steilen Geländes ist recht anstregend. Wir passieren ein paar Schuttreisen. Ein letzter Absatz wird erklettert und wir gelangen an eine Vorrichtung mit Salzstein.



Hier beginnt die Wiesenfläche zur Alm, endlich!



Wir rasten nun entspannt in der Sonne und genießen den Ausblick.



Zumindest haben wir auch somit den Beginn des Steiges von der Alm in nordwestlicher Richtung entdeckt. Aber das muss noch etwas warten, wir kommen wieder.

Anbei noch ein Bild von den Schluchten vom PP, die Linke haben wir genommen:


Offline geroldh

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30.12.2015: Der „Dezember-Frühling“ ist definitiv bald vorbei: Auf zur Schneerosenblüte unter’m Köglhörndl... #fruehling1#  #fruehling4+

Also ich(wir) war(en) auch da: Die „Selbstfindung“ hielt sich (mittlerweile) in Grenzen, aber trotzdem: Wirklich schee war’s! :D
Ich kann‘s mir ganz gut vorstellen, wie sich RaF  im März 2014 gefühlt hatte, eine "Vermutung" einer Anstiegs-Möglichkeit zu haben, diese zu finden und den Bergtag mit Erfolg abzuschließen.
Die Rückmeldungen von schneerose und MANAL motivierten uns zusätzlich, nach etwa über 20 Jahren wieder an diesem Berg unterwegs zu sein – aber eben nun auch den kleineren und wenig bekannten Anstieg zu „erkunden“... ;D

Die grundsätzliche Wegbeschreibung der "normalen" Tour ist unten bereits gut ersichtlich: Wir sind wie schneerose in Mariastein los – zwar ohne GPX-Track, aber dank einer „mobilen Karten-Kombination“ aus outdooractive und OSM ging‘s auf Waldwegen zum zentralen Abzweiger (=Wegweiser) hinauf zur Mariasteiner Alm. Dieser flotte Waldsteig ist heute viel besser erkennbar als auf RaF’s Fotos unten, da er inzw. offenbar häufiger begangen oder nach dem letzten Laubfall etwas ausgeputzt wurde. Der Steig (in Richtung NordOst) ab der Mariasteiner Alm wurde dieses Jahr, wie bereits von schneerose erwähnt, nachmarkiert. Soweit ich es erkennen konnte, gibt es diesen älteren Alm-/Jägersteig wohl schon länger, aber durch die zunehmend verblassenden Markierungen, die RaF noch hatte, hatte sich die Spur tw. etwas verlaufen (resp. Wanderer haben sich „verlaufen“...) und der Steig wäre vielleicht unattraktiver geworden und ggfs. langsam in Vergessenheit geraten. Nun ist die Spur wieder gut zu erkennen (in gewisser Weise auch Naturschutz!) und dieser schöne kleine Steig erlebt seine Renaissance.
Unser Plan war, den „Kreuzlana-Steig“ (lt. schneerose), der ab der Mariasteiner Alm in Richtung NordWest verläuft, abzusteigen, aber zwei Einheimische, mit denen wir nach der Aussichtsbank an der Alm am Köglhörndl wieder zusammengetroffen sind, erzählten, dass dieser Steig steiler und v.a. im Abstieg rutschiger ist. So entschieden wir um, sind über die Höhlenstein-Alm (mit Abstecher zur Höhle), dem Feuerköpfl und dem Bärenbadhaus abgestiegen (=größere Rundtour).


Die "normale" Tour war jedenfalls wunderschön und die Aussicht grandios!



Traumtag. Und was den anderen Weg ab der Mariasteiner Alm angeht: ich komme wieder. #hihi#