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Autor Thema: Verwall: Emil-Roth-Weg wird saniert  (Gelesen 2139 mal)

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Offline auf_und_davon

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Verwall: Emil-Roth-Weg wird saniert
« am: 04.09.2013, 23:43 »
Hallo,

bei meiner kleinen und etwas eckigen Verwall-Runde letzte Woche über St.Christoph-Kaltenberghütte-Reutlinger Hütte-Heilbronner Hütte-St. Anton hatte ich ohnehin vorgehabt, den "vergessenen" Emil-Roth-Weg zu erkunden, der lt. Verwall-Webseite nicht mehr gepflegt wird und von dem es auch nur einen unvollständigen Tourenbericht im Web gibt.
In der AV- und Kompaß-Karte ist er immerhin noch sehr dünn schwarz gestrichelt eingezeichnet.

Wie mir ein Mitglied der Sektion Reutlingen auf der Kaltenberghütte dann aber erzählte, hat die Sektion bereits damit begonnen den Weg wieder durchgängig zu markieren und auszubessern, damit er auch für weniger wegfindige und abenteuerlustige Wanderer wieder begehbar ist.
Der Weg führt vom Gafluner Winterjoch ins Silbertal und bietet damit eine sehr schöne Verbindung zwischen Reutlinger und Heilbronner Hütte ohne lange Talhatscher auf Fahrwegen.
In Verbindung mit dem in der AV-Karte nicht eingezeichneten Schafsteig (von mir so getauft wegen des hohen Aufkommens blökender Wollknäuel), der etwa 50 Hm oberhalb der Gstanshütte vom Weg Gstansjoch-Konstanzer Hütte ins Pfluntal hinter abzweigt und etwas unterhalb des Gafluner Winterjochs wieder auf den Weg 519 trifft, ergibt sich auch eine gut gehbare Verbindung Kaltenberghütte-Reutlinger Hütte ohne den steilen Abstieg ins Pfluntal und anschließenden Wiederaufstieg am Pflunbach bis zum Winterjoch.

Der Beginn des Emil-Roth-Weges am Steeser Weiherli ist praktisch nicht zu verfehlen: ein riesiger Felsklotz ist rot mit "<-- E.R. WEG" beschriftet und obendrein noch mit einem großen Steinmann verziert.
Allerdings sollte man hier nicht in Pfeilrichtung nach links gehen, sondern der Weg führt hinter dem Felsblock weiter am Eingang der Hüttenruine vorbei.

Von da an bis zum Gebiet der ehemaligen Drosberghütte ist der Weg gut zu erkennen und bereits neu markiert mit Farbe und Holzpflöcken im Wiesengelände.
Dort gibt es dann eine ebenfalls markierte Abstiegsmöglichkeit Richtung Konstanzer Hütte, ich bin aber den noch unsanierten Teil des Weges oberhalb des Schönverwalltales weitergegangen.

Hier steigen die Ansprüche an die Wegfindigkeit deutlich an, es gibt stellenweise keine sichtbaren Trittspuren mehr und nur noch wenige verblasste rote Markierungen und kleine Steinmandl.
Die erste "Schlüsselstelle" befindet sich direkt gegenüber dem Kleinen Patteriol, hier führt der Weg nicht geradeaus über ein steiles Geröllfeld sondern in Serpentinen den Hang aufwärts.
Die zweite kommt, wenn der Weg bereits wieder abwärts führt und dann scheinbar von einer Mure verschüttet ist.
Wer hier den roten Winkel auf einer Steinplatte direkt auf dem Steig übersieht, macht es so wie ich und kraxelt 2h durch steile Gras- und Geröllhänge auf der Suche nach der dort nicht existierenden Wegfortsetzung  :-\.
Tatsächlich führt der Weg vor der Mure in Serpentinen den Hang abwärts!

Ab etwa 2000 Hm ist der Weg ins Tal dann wieder gut markiert mit neuen Holzpflöcken, und stellenweise auch schon ausgebessert. Die Pflöcke sind besonders hilfreich unten im Silbertal, wo sich die Spur öfters in Feuchtgebieten und Latschendickichten verliert.

Alles in allem eine dank meiner Irrwege ziemlich anstrengende Tour mit ca. 8,5h Länge, wer auf dem Weg bleibt kommt schneller und weniger erschöpft an der Heilbronner Hütte an  ::).
Bis nächstes Jahr werden die Schlüsselstellen aber auch frisch markiert und damit unproblematisch sein.

Servus, Jens

roBerge.de

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« am: 04.09.2013, 23:43 »