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Autor Thema: Tiroler Gröstl  (Gelesen 1891 mal)

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Offline steff

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Tiroler Gröstl
« am: 22.04.2013, 22:44 »
in den Bergen schmeckts noch immer am Besten!

Bei meinem diesjährigen Frühjahrshüttenschmankerl muss ich unweigerlich 15 Jahre zurückdenken. Damals, es war auf der Gaudeamushütte im Kaisergebirge hatte ich die Idee, ein Hüttenkochbuch zu schreiben. Eine Kombination aus Kochbuch und Wanderführer. Ich hab mir damals das Rezept von der Speckknödelsuppe geben lassen und war voller Eifer. Damals war der Büchermarkt in dieser Richtung noch sehr übersichtlich.

Hätte ich damals diese Idee weiterverfolgt, wäre ich heute wohl ein bekannter und erfolgreicher Bergautor. Ist vielleicht auch besser so.

In den letzten Jahren wurden wir mit unzähligen themenorientierten Bergbüchern überschwemmt. „Wandern mit Kinderwagen“ „Bergtouren mit Hunde“ „Touren für Spätaufsteher“ um nur einige zu nennen. Meine Idee von einem Hüttenkochbuch lies jedoch sehr lange auf sich warten.

Heute, 15 Jahre später halte ich eins davon in den Händen. Das Buch wurde ja bereits auf roBerge vorgestellt. Es handelt sich um Mein Hüttenkochbuch von Susi Schneider erschienen im Rosenheimer Verlagshaus. So oder zumindest so ähnlich hätte ich mir mein Buch vorstellen können.

Jetzt könnte man sicherlich eines der rund 75 Rezepte zu Hause nachkochen. Aber vor Ort in den Bergen schmeckt es doch am besten.

Das Titelfoto zeigt die Hochries und im Buch wird dort das „Tiroler Gröstl“ beschrieben. Was liegt also näher, als dem Rosenheimer Hausberg mal wieder einen Besuch abzustatten.

Viele Wege führen auf die Hochries. Ich hab mich für den Standardweg von der Spatenau aus entschieden. Die Tour wird hier beschrieben.

Kurz nach der Doaglalm kehrt Ruhe ein und die Bergsteiger sind unter sich:

 
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Das Ziel vor den Augen:

 
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Der erste warme Tag in diesem Jahr und die anstrengende Theateraufführung am Vortag bringen mich ganz schön ins Schwitzen. Und nach dem langen kalten und vor allem dunkelsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist man die Sonne auch gar nicht mehr gewohnt.

Nach zwei Stunden hat man die Hochrieshütte erreicht:

 
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Während unten im Tal die Natur erwacht, liegt hier oben noch meterweise Schnee. Und so wird die Aussicht von der Sonnenterasse Richtung Westen von einer gut 5 Meter hohen Schneewechte versperrt. Sie soll aber in den nächsten Tagen vom Wirt Florian mit der Schneefräse abgetragen werden.

Der erste bedenkliche Blick auf die Speisekarte verhärtete sich, als mir die Hüttenwirtin Elke sagt, dass es leider noch kein Tiroler Gröstl gibt, weil es einfach noch zu wenig Besucher auf die Hochries zieht, „aber die Bärlauchknödl mit Butter und Parmesan schmecken mindestens genauso gut“. Ein wenig traurig war ich schon, weil ich mich während des Anstiegs schon so auf das Gröstl gefreut hab. Aber meine Traurigkeit war nur von kurzer Dauer. Elke hatte nicht zuviel versprochen. Die Bärlauchknödl waren wirklich ein Traum. Sauguad, wia ma hoid in Bayern sogt. Die Knödl gibt’s übrigens das ganze Jahr und sollten ursprünglich in das Hüttenkochbuch. Da aber eine andere Hütte schneller war, blieb „nur“ das Tiroler Gröstl übrig. Das werde ich dann bei meinem nächsten Besuch bei Elke und Florian probieren.

Die Bärläuchknödl mit zerlassener Butter und Parmesan. Ein Traum. Sie hätten auch gut ins Buch gepaßt

 
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Bis bald und einen guten Start in die neue Bergsaison.

Euer Hüttenwart Steff


Ein Gruß an roberge:

 
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roBerge.de

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« am: 22.04.2013, 22:44 »

Offline Brixentaler

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Re: Hüttenschmankerl Frühjahr 2013
« Antwort #1 am: 23.04.2013, 12:52 »
...
Und die Köstlichkeit, welche heute beschreiben wird, ist das Tiroler Gröstl.
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Was für ein komisches tiroler Gröstl kennt ihr in Bayern... sieht mehr aus nach Bärlauchknödl ::). Ein richtiges tiroler Gröstl gibt's freilich nur in Tirol ;D!

Offline steff

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Re: Hüttenschmankerl Frühjahr 2013
« Antwort #2 am: 24.04.2013, 20:04 »
Ein richtiges tiroler Gröstl gibt's freilich nur in Tirol ;D!

vollkommen richtig. Aber es gibt mittlerweile boarische Wirt, de kennan des fei besser ois wia mancha Tiroler Koch  >:D