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Autor Thema: Hoher Seeblaskogel (3235m) und Längentaler Weißer Kogel (3218m) am 28.03.2013  (Gelesen 1659 mal)

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Offline Bernhard G.

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Hallo,

nachdem ich diese Saison noch keine gescheite Skitour zusammen gebracht habe, wollte ich gestern endlich mal wieder einen 3000er in Angriff nehmen. Die Wettervorhersage war auf orf.at war am Morgen noch unerwartet gut und so entschied ich mich in der Hoffnung auf guten Schnee für den im wesentlichen nordseitigen Längentaler Weiser Kogel. Bei der Hinfahrt wurde im Radio noch Traumwetter für einem traumhaften Skitag prognostiziert. Sonne!? Was ist das? Heuer mußte man ja allzu oft froh sein, wenn man seine eigenen Skispitzeln deutlich erkennen konnte.

Los ging bei strahlend blauem Himmelum 9:30 in Lüsens am Parkplatz , der nur gut halb voll war. Angesichts der Osterferien und der Wettervorhersage ungewöhnlich wenig los! Zunächst stand der lagen flache Hatscher ins Längental auf dem Programm - aber bei Traumwetter mit dem Blick auf die wunderschön angeschneiten Stubaier war das ein Genuß. Kaum angekommen im Längental verflog dann die Freude: es drückte Wolken von Süden über den Alpenhauptkamm rein. Im Norden sah es noch gut aus.

(Bild 01 und Bild 02)


Naja, dann machen wir halt eine Tugend draus und gehen auf den viel spannenderen Hohen Seeblaskogel. Für den war ich eigentlich schon viel zu spät dran, da die sehr steilen Osthänge im unteren Bereich bei Sonneneinstrahlung stark lawinengefährdet sind. Aber nach intensiver Sonneneinstrahlung sah er nun nicht mehr aus und kalt war es auch. Es führte eine gute Aufstiegsspur nach oben und eine Gruppe war bereits im Aufstieg.

(Bild 03)

Nach Überwindung der Steilstufe kommt man in eine einmalige Gletschermulde: in einer von Felsen umrahmten Röhre steuert man auf den Gipfel zu. Dank günstiger Verhältnisse war der Anstieg mit Skieren bis wenige Meter unter dem Gipfel möglich.  

 (Bild 04)

Am Gipfel war die Aussicht dann bescheiden - hier ein Blick zurück auf die Aufstiegsroute über den Grüne-Tatzen-Ferner.

(Bild 05)

roBerge.de

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« am: 29.03.2013, 09:58 »

Offline Bernhard G.

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Wie man auf dem folgenden Bild sieht, ist das Taumwetter ausgefallen - der Gipfelblick in Richtung Ötztaler Alpen ist doch etwas eingetrübt.

Die anschließende Abfahrt war ganz ok, der Schnee war brauchbar, aber das Zwielicht beeinträchtigte den Spaß doch erheblich - mehr Arbeitssieg als Genußabfahrt also.

Wieder im Längental unten angekommen hab ich mich dann an meinen ursprünglichen Plan erinnert - gut 2 Uhr und hell ist es bis 7 - hmm .... Also wieder aufgefellt und den flachen Anstieg zum Längentaler Ferner hoch. Die Sicht wurde immer schlechter und es setzte Schneetreiben ein. Zwischenzeitlich kamen mir dann doch Zweifel, ob ich nicht doch besser umkehren sollte, aber als dann mit dem Erreichen des Gletscherbeckens kurz mal das Gipfelkreuz zu sehen war, hab ich die Sache dann zu Ende gebracht. Am Gipfel gab es heftiges Schneetreiben und der Akku meiner Kamera machte schlapp - aber zu photographieren gab es eh nichts.

Die Abfahrt war dann wie meine meisten Skitouren heuer: Fernsicht bis zu den Skispitzeln! Also wettermäßig ich mir heuer das Glück nicht hold. So war ich ganz froh, als ich am Auto angekommen war.

Die gefährlichste Situation gab es dann wie so oft bei der Heimfahrt auf der Autobahn. Vor Wörgl staute sich der Verkehr wegen Straßenarbeiten und ein Kolonnenspringer ist mir in meinen Sicherheitsabstand reingefahren und hat prompt einen Auffahrunfall produziert. Ich konnte selbiges gerade noch verhindern.


Offline Brixentaler

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... Heuer mußte man ja allzu oft froh sein, wenn man seine eigenen Skispitzeln deutlich erkennen konnte...

... Die Abfahrt war dann wie meine meisten Skitouren heuer: Fernsicht bis zu den Skispitzeln! ...


Da warst Du wohl einfach an den falschen Tagen an den falschen Orten unterwegs, denn die berühmten "Traumtage" hat es diesen Winter ganz bestimmt gegeben. Siehe besonders die Einträge im Tourenwelt-Blog (wobei v.a. die Kitzbüheler Alpen (wieder) viel Sonne abbekommen haben). Auch im Wer-war-wo dieses Forums gibt es verschiedene "Schönwetterberichte".

Ich hätte Dir freilich auch besseres Wetter gewünscht. Aber wenigstens hattest Du überhaupt die Möglichkeit, in den Bergen zu sein, was m.E. an sich schon als Privileg zu werten ist :).

Offline Bernhard G.

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Da warst Du wohl einfach an den falschen Tagen an den falschen Orten unterwegs, denn die berühmten "Traumtage" hat es diesen Winter ganz bestimmt gegeben.
Ja, leider! Ich habe mir diese Saison meist die falschen Berge ausgesucht. Letzte Saison war es genau anders rum. Tja, damals habe ich wohl ein Kontingent an Wetterglück schon aufgebraucht. Aber wie Du schreibst: überhaupt in den Bergen sein zu können, ist ein Privileg.