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Autor Thema: Handyortung  (Gelesen 2686 mal)

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Offline sachranger

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Handyortung
« am: 11.12.2006, 10:55 »
morgen roberge,

habe in der letzten av-zeitschrift die große anzeige von der steiger-stiftung.de gesehen. stichwort: handy ortung im notfall.
war auch gerade auf der website ... hört sich alles ganz gut an. hat sich da schon jemand angemeldet oder ein feedback bekommen?

ich sehe da beim überfliegen keinen hacken, hab aber bis vor ein paar tagen noch nie was von denen gehört.

Offline steff

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Re: steiger-stiftung.de
« Antwort #1 am: 11.12.2006, 12:10 »
Ich weiß nur, daß die Steiger-Stiftung sämtliche Notrufsäulen in Deutschland unterhält. Von deren Handy-Ortung hab ich bis jetzt nichts gehört. Aber was soll die Anmeldung bringen? Dazu müßten die RLS auf die Daten der Stiftung zurückgreifen können. Wenn man die Nummer hat, weiß man ja welches Netz der Hilferufende hat. Die Ortung ist dann über den Mobilfunknetzbetreiber möglich.

Sicher ein interessantes Thema. Nicht nur für uns Bergsteiger.
Meine Meinung bleibt aber nach wie vor: Nicht nur aufs Handy verlassen. Entweder hast keinen Empfang oder der Akku ist leer.  :P Und dann hilft Dir das beste Handy nix mehr. Dann doch lieber gscheid vorbereiten, Bescheid sagen,wo man hingeht, Tour planen, Wetter beobachten, richtige Verpflegung, richtige Ausrüstung, körperliche Fitness... usw. Und ich denke, da bin ich mit meiner Meinung nicht alleine.

An scheenan Dog  ;)
Steff

Offline faxe318

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Re: steiger-stiftung.de
« Antwort #2 am: 11.12.2006, 12:17 »
Meine Meinung bleibt aber nach wie vor: Nicht nur aufs Handy verlassen.

Da hast Du natürlich recht, das sehen hier sicher alle so.

Ich nutze das Handy vor allem, um unterwegs bei Bedarf per SMS durchzugeben, für welche Route/für welchen Berg ich mich entschieden habe, wenn ich allein unterwegs bin. Dafür ist es schon ganz praktisch, es werden ja immer wieder Leute vermisst, wo die Frau daheim nur sagen konnte "ist in die Berge gefahren".

Offline Helixstone

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Re: steiger-stiftung.de
« Antwort #3 am: 11.12.2006, 12:58 »
Servus zusammen,

in Bayern ist derzeit eine Handyortung über die Polizei möglich. Muss erst eingeleitet werden und dauert somit.
> Gut für Vermisstensuche, im Notfalleinsatz fast nicht zu gebrauchen.

Auch ist die Qualität der Ortangabe nicht besonders.
z.B. Vermisste Frau am Hirschberg >> Ortsangabe aus der Handyortung: Wendelstein.

In Österreich ist die Handyortung über die Rettungsleitstellen schon heute möglich und wird auch schon bei Notfalleinsätzen eingesetzt.

Die Rettungsleitstellen in Bayern werden im Frühjahr 2007 auch mit Technik zur Handyortung ausgerüstet. Der Anrufer muss allerdings immer seine Einwilligung zur Ortung erteilen.
Die Ausrüstung der Bayrischen Rettungsleitstellen wird übrigens auch von der Steiger-Stiftung gefördert.

Somit ist immer noch bei einem Notfalleinsatz die genaue Ortangabe unbedingt notwenig.

Dazu 2 Ergänzungen.

1. Möglichst Ausgangpunkt und Zielpunkt nennen.
z.B. "Sind am Heuberg" ist einfach zu allgemein. Weil es gibt mehrere Heuberge und auf welcher Seite??
"Sind auf dem Weg von Nussdorf auf den Heuberg oberhalb der Kirche Kirchwald und unterhalb der Daffnerwaldalmen" ist hier wesentlich klarer und eindeutiger.

2. Das Handy auch nach der Meldung immer empfangsbereit halten.
Zur Abklärung der Unfalllage (Zustand des Patienten) und Unfallort (Stimmen die Angaben) wird die Bergwacht oder Bergrettung wird immer noch mal an der Unfallstelle anrufen. Die Disponenten der Rettungsleitstelle sind nicht immer im Gebirge Ortskundig und die Angaben des Melders über den Patientenzustand sowie die Geländeverhältnisse (z.B. Schnee, Eis, Sichtverhältnisse für den Hubschrauber etc.) werde überprüft.

Deshalb das Handy nicht wieder in den Rucksack stecken oder ausschalten sondern immer empfangsbereit (d.h. u.U. auch einen Standortwechsel durchführen) halten.
Ist auch für eine Handyortung unbedingt notwendig.


Dann ist das Handy eine sinnvolle Ergänzung der Bergausrüstung.