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Autor Thema: Irgendwo im Inntal  (Gelesen 223 mal)

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Offline Samerbergradler

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Irgendwo im Inntal
« am: 09.04.2020, 23:10 »
Also, ich muss sagen, mir sind die aktuellen Ausgangsbeschränkungen relativ egal. Ich unternehme das, was ich will!


Bei mir ist es schon seit ewigen Zeiten so, dass ich am Beginn des Frühjahrs lockere Radltouren in der Ebene mache. Dies dient mir unter anderem zum Aufbau von Kondition und Abbau von Winterspeck.
Und so ganz nebenbei entdeckt man ganz hervorragend seine nähere Umgebung.
Insofern habe ich persönlich derzeit noch kein großes Problem mit den herrschenden gesetzlichen Einschränkungen.

Gestern hat´s mich in Richtung Süden ins Inntal gezogen. Dort ist es ja weithin bretteben und man kann schön dahinrollen.

Doch halt, eine Erhebung war dann doch am Weg gelegen!
Ich konnte einfach nicht widerstehen und bin dann hinaufgeradelt, soweit das möglich war.
Diese Auffahrt war durchaus noch weit im Rahmen meiner Leistungsgrenze.
Den restlichen Weg bis zum höchsten Punkt hab ich dann zu Fuß erklommen. Es war zwar eine Sicherungsmöglichkeit vorhanden, aber ich habe mich für erfahren genug gehalten, um diese nicht in Anspruch nehmen zu brauchen.
Das Risiko, sich in diesem Gelände eine Verletzung zuzuziehen, schätze ich als vertretbar ein, ohne doch gleich an Selbstüberschätzung zu leiden.
Dort oben war ich dann auch ganz alleine. Ein Gipfelbuch hab erst gar nicht gesucht.
Nicht weit hinter dem höchsten Punkt herrscht Absturzgelände, deshalb bin ich von dort auch nicht mehr weitergegangen. Nicht zuletzt, weil ab dort auch keine Sicherungsmöglichkeit mehr vorhanden ist.
Man soll ja hier keine Bilder mehr von Gipfelpanoramen einstellen, aber ich muss sagen, dass ich die Aussicht von dort -  trotz optimaler Bedingungen - jetzt eh nich so berauschend finde.

Zurück zu meinem Rad ging es dann ziemlich flott über unschwieriges Gelände, auch hier musste ich die Sicherungen nicht in Anspruch nehmen.
Die Abfahrt zu Fahrweg gestaltete sich ebenfalls ohne technische Schwierigkeiten, und selbst im Falle eines Sturzes war aufgrund des weichen Untergrunds nicht mit schwerwiegenden Verletzungen zu rechnen.
So gings dann weiter der Sonne entgegen.

Ich denke mal, dass mein kleine Abstecher in jeder Hinsicht den aktuellen Empfehlungen zu Bergtouren entsprochen hat. Also, ich habe jetzt keinerlei Gewissensbisse..... :laugh:

Hier ist noch eine kurze Beschreibung meines gestrige Gipfelziels:
https://www.lfu.bayern.de/geologie/bayerns_schoenste_geotope/2/index.htm
und
https://de.wikipedia.org/wiki/Gletscherschliff_bei_Fischbach_am_Inn