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Autor Thema: Wandern Dahoam: Himmlischer Beistand am Irschenberg  (Gelesen 166 mal)

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Offline Kalapatar

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Servus Beinand

Noch immer sollen wir uns möglichst wenig draußen bewegen. Wenn dann nur nahegelegene und einsame Ziele aufsuchen. Da kam mir der Irschenberg heute gerade recht. Und Basis war wieder mal das Bücherl „Pilgerziele Oberbayern“ von Susanne und Walter Elsner.
Zuerst ging es zum Irschenberg Aussichtspunkt, ich nenne es ja immer mein „Irschenberg Bankerl“. Wie oft ich da mit dem Radl vom Mangfalltal schon hochgefahren bin, kann ich gar nicht zählen. Heute war es noch ziemlich diesig, von den Bergen wenig zu sehen. Doch dieses Mal ging es zu Fuß runter zur Wallfahrtskirche in Wilparting St. Marinus und Anianus. Das Leben des Bischofs Marinus und seines Diakons Arianus in und um den Ursenberg (heute: Irschenberg; ursus = Bär) wird auf Bildtafeln an den Wänden dargestellt. Neben der Kirche findet man eine alte Linde, die angeblich der Bischof Marinus selbst gepflanzt haben soll. Na dann wäre sie aber echt „uralt“, denn Marinus ist 697 gestorben.
Von hier ging es dann an der, natürlich geschlossenen, Gaststätte vorbei und steil runter in den Röthengraben. Auf einer kleinen Brücke wird der Bach überquert, dann geht’s hoch und bald trifft man auf die Anianusquelle. Noch ein paar Meter, dann steht man vor der Anianuskapelle (theoretisch, denn der kläffende Hofhund musste erst zurückgepfiffen werden). Seit 1347 steht dieses kleine Kirchlein hier, 40 Jahre soll Anianus hier gelebt haben, und am gleichen Tag wie Marinus (der wurde übrigens von Slaven überfallen und auf dem Scheiterhaufen verbrannt) soll er gestorben sein (15. November).
Der Kläffer war inzwischen im Haus und so konnte ich gemütlich über Untermoos und Hochholz zum Irschenberg zurückwandern (naja, es hat sich etwas gezogen, und war jetzt nicht mehr sehr abwechslungsreich!).
Wie schreiben die beiden Autoren in ihrem Führer: „Bayerische Kirchengeschichte pur!“ Das passt sehr gut. Und das Kircherl kennt jeder der schon einmal mit dem Auto über den Irschenberg gefahren ist.

Viele Grüße, Kalapatar

roBerge.de

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« am: 04.04.2020, 18:49 »