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Autor Thema: Heuberg am 13.10.2019 (Chiemgauer Alpen)  (Gelesen 566 mal)

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Offline Bergautist

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Heuberg am 13.10.2019 (Chiemgauer Alpen)
« am: 14.10.2019, 11:32 »
Heute waren wir wieder mit dem Samerberg-Wanderbus unterwegs und haben verstanden, warum es den gibt und warum der so günstig ist (1 € hin und zurück ab Rosenheim, 3 € ab Bad Aibling): Überfüllte Parkplätze allerorten, egal, an welchem Bergparkplatz wir vorbei kamen. Auch die Halteverbote waren zugeparkt - es muss nur einer anfangen, die anderen folgen wie die Lemminge!

Wenn man den Wanderbus benutzt, muss man allerdings einiges beachten:

  • Morgens fährt der erste Bus nur ab Rosenheim, abends der erste nur bis Rosenheim.
  • Verspätungen um die 20 Minuten scheinen normal zu sein. Wer also mit dem Zug weiterreist, wird möglicherweise seinen Anschluss verpassen.
  • Da die Busfahrer ständig wechseln, kennen die meisten das Wanderticket nicht und müssen erst aufgeklärt werden.

Heute stiegen morgens in den zweiten Bus allein in Bad Aibling 7 Wanderer ein, in Kolbermoor und Bad Feilnbach wie üblich niemand. Voll wurde es dann in Rosenheim, es musste aber niemand stehen! Wie bei allen Wanderbussen scheint die Auslastung selbst bei gutem Wetter stark zu schwanken. Geärgert hat mich eigentlich nur die fehlende Aussicht: Die Scheiben waren mal wieder mit Werbung von "St. Johann in Tirol" zugekleistert. Normalerweise würde ich dazu aufrufen, solch rücksichtslose Werber zu boykottieren, als Gast auf roBerge lasse ich das aber lieber bleiben! ;)

Die Wanderung begann und endete ab der Haltestelle "Berggasthof Duftbräu". Als Zugänge zum Heuberg nutzten wir den Max-Schäfer-Steig im Aufstieg und den Fluderbachweg im Abstieg. Eine Beschreibung findet sich hier:

https://www.roberge.de/tour.php?id=814

Die Wege waren fast alle trocken, insbesondere oberhalb der Daffnerwaldalmen. Ansonsten ließen sich nasse Stellen umgehen oder am Fluderbach zur Sohlenreinigung nutzen.

Die heutige Tour war leider viel zu schnell zu Ende. Damit steht aber auch fest, dass es sich mit dieser Variante der Heubergbesteigung um die einfachste Möglichkeit zu handeln scheint, von Bad Aibling oder Rosenheim aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine wunderschöne Bergwanderung zu unternehmen. Und die verbliebene Zeit können gefestigte Bergwanderer mit der Besteigung von Kitzstein, Wasserwand und / oder Kindlwand nutzen, so wie es geroldh tat, den wir leider verpasst haben:

https://www.roberge.de/index.php/topic,10008.msg63728.html#msg63728.

Oder man kehrt ordentlich ein, unterwegs gab es dazu heute allein drei Möglichkeiten!

roBerge.de

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« am: 14.10.2019, 11:32 »

Offline geroldh

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Re.: Heuberg am 13.10.2019 (Chiemgauer Alpen)
« Antwort #1 am: 15.10.2019, 23:11 »
Zitat von: Bergautist
... Überfüllte Parkplätze allerorten, egal, an welchem Bergparkplatz wir vorbei kamen. Auch die Halteverbote waren zugeparkt - es muss nur einer anfangen, die anderen folgen wie die Lemminge!

Wenn man den Wanderbus benutzt, muss man allerdings einiges beachten:
  • ...
  • Verspätungen um die 20 Minuten scheinen normal zu sein. Wer also mit dem Zug weiterreist, wird möglicherweise seinen Anschluss verpassen.
  • Da die Busfahrer ständig wechseln, kennen die meisten das Wanderticket nicht und müssen erst aufgeklärt werden.
...


Zur "Ehrenrettung" des Wanderbusses Samerberg einige Anmerkungen:
Der Fahrplan (an SO & FT) passt grundsätzlich schon zur (vereinfachten) Fahrtstrecke.

Wir haben gegen 14:50 Uhr den ersten Rückfahrbus am Nachmittag vom Aussichtspunkt am "Kindlwand-Bergsteig" (unmittelbar nach dem Treffen von abi) beobachtet - und es war zu erkennen, wie er sich mit etwas Verspätung die schmale Strasse, die im Bereich Schweibern auch noch auf eine längere Strecke einseitig zugeparkt war, hochgemüht hat, immer wieder durch den Gegenverkehr ausgebremst.
Zwei Stunden später hatten wir mit der zweiten Rückfahrmöglichkeit die vergleichbare Situation: Mit etwa 5 Min. Verzögerung stiegen wir am Duft zu, vorne an der Hochries waren es dann bereits etwa 10 Min. Verspätung. Immer wieder wurde der Bus durch den (Ausflugs-)Gegenverkehr - u.a. SUFFs mit M-Kennzeichen... - ausgebremst, inkl. einer "Strassensperre" zweier Lederhosen mit Hut, die für die Durchfahrt der voraus fahrenden PKWs einen Obulus abverlangten. Der heimfahrende Ausflugsverkehr auf der Landstrasse - auf der zu unterquerenden Autobahn im Bereich Frasdorf/Achenmühle/Rohrdorf war Stop-&-Go-Verkehr in Richtung München - verzögerte unsere Fahrt weiter, so dass auch wir mit etwa 20 Min. Verspätung am Rosenheimer Bahnhof ankamen - zu spät für die beiden Züge "um Halb" nach München. Andere "Zugfahrer" sind im Zentrum ausgestiegen, wir sind dann in der Nähe des Busbahnhofs zum Griechen Essen gegangen. Die Bedienung und Servierung vor 18:00 Uhr war zügig, mein Wanderpartner konnte dann gestärkt die nächstmögliche Weiterfahrt nach München antreten...

Dass ein Busfahrer das vergünstigte Wanderticket nicht kannte (er via Bordcomputer den Normalfahrpreis verlangen wollte), hatte ich mal zu Saisonbeginn - auch dass die für den Wanderbus leicht veränderte Fahrtroute nicht richtig bekannt war. Ob dies an der mangelnden (Fahrt)Vorbereitung der Busfahrer liegt - oder daran, dass diese vom RVO mit dem Argument es stünde ja alles im Bordcomputer, in den Dienst geschickt werden - vermag ich nicht zu beurteilen...  #gruebeln#

PS:
Kaiserwetter ... sorgt für Chaos  ::)