Hochalm

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Rauschberg

Über den Sackgrabenweg

  

Früher war der Rauschberg (Rauschenberg) ein Schürfberg, an welchem Zink- und Bleierz abgebaut wurde. Die schweren Gesteinsteile, die beim Waschen zuerst zu Boden sinken, nannte man Rauschen. Daher stammt der Name. Auch der Name des Talortes Schmelz weist auf den ehemaligen Bergbau hin. Wer also hinter dem Namen einen anderen Zusammenhang z.B. mit dem Almrausch vermutet, liegt falsch.

Er ist der Hausberg der Ruhpoldinger. Wie die auch mit einer Bahn erschlossenen Gipfel Wendelstein, Kampenwand und Hochries ist er ein idealer Ausflugsberg. Wer Knieprobleme hat, benutzt zum Abstieg die Seilbahn hinunter, wer fast gar nicht mehr Bergwandern kann, fährt mit der Bahn rauf und runter und findet zudem im Gipfelbereich flache Wanderwege, wie den Alpenlehrpfad mit seinen Schautafeln, den fünf Informationshütten aus dem Tier- und Pflanzenreich sowie eine gemütliche Berggaststätte. Wer allerdings auf den Bergen die Einsamkeit sucht, sollte lieber im November aufsteigen, wenn die Sesselbahn geschlossen ist.

Diese Tour hat zwei Schwierigkeitsgrade: bergauf über die sehr leichte, sonnige Südseite. Für den Abstieg über die Sandreiße, der als schönster und schwierigster Steig am Rauschberg bezeichnet wird, ist auf alle Fälle Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.


Der Rauschberg vom Hochfelln aus.

Der Rauschberg vom Hochfelln aus.

Mit dem Drachenflieger über den Gipfel des Rauschberg.
Das Foto stellte uns Jürgen Holzhausen zur Verfügung.

Mit dem Drachenflieger über den Gipfel des Rauschberg.

Das Foto stellte uns Jürgen Holzhausen zur Verfügung.


Kurzinfo:

Region:
Chiemgauer Alpen
Tourenart:
Bergtour (mittel)
Andere Bergsportarten:
Klettern:
Es gibt einige, aber in heutiger Zeit unbedeutende Kletterführen (Westschlucht mit Zellerkamin sowie die Nordwestwand)
Rund um den Rauschberg (MTB):
Tourenverlauf: Ruhpolding (Ortsteil Zell) - Infang - Windbachstube - Oberhausen - Schürzbichl - Kohlgrub - Schmelz - Wildenmoos - Zwing - Weißbach - Reiteralm - Haarbacher Alm - Bichler Alm - Kaitl-Alm - Schwarzchenalm - Laubau - Knogl - Grashof - Zell; Einkehrmöglichkeit: Kaitl-Alm; Länge ca. 35 km
Skitouren:
Der Rauschberg ist ein beliebter Skitourenberg. Berüchtigt ist die steile Abfahrt durch die Roßgasse östlich des Hauptgipfels. Ab dem Froschsee südlich über die Bergwachthütte, zu den Felsen, die die Roßgasse begrenzen. Weiter über Endres-Dienst-Hütte und Kienberg-Alm , Zenokopf, Rauschberg-Alm zur Bergstation. Abfahrt wie Aufstieg (leicht) oder über die Roßgasse (schwer). Dauer 2-3 Stunden, 850 Höhenmeter, nicht nach starken Neuschneefällen (Lawinengefahr), Dezember bis März.
Erreichte Gipfel:
Rauschberg, 1671 m
Dauer:
Aufstieg 2,5 - 3 Stunden;
Abstieg 2 - 2,5 Stunden
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Ruhpolding
Weblinks:
Rauschbergbahn

Anforderung:

Höhenunterschied:
Laubau, ca. 700m; Sackgrabenalm, 900m; Hutzenauer Alm, 1.350m; Rauschberg-Gipfel, 1.671m;
insgesamt ca. 971 Hm
Schwierigkeit:
mittel
Aufstieg leicht, Abstieg mittel

Start:


Parkplatz Holzknechtmuseum in der Laubau 695 m

GPS-Wegpunkt:
N47 43.505 E12 39.505 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn nach Ruhpolding, weiter mit dem RVO-Bus 9506 zum Holzknechtmuseum

Mit dem Pkw:
Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Traunstein - Siegsdorf, weiter nach Ruhpolding fahren. Auf der Hauptstraße bleiben Richtung Reit im Winkl und Kössen (nicht Inzell). Ca. 4,3 km südlich vom Zentrum von Ruhpolding (direkt beim Holzknechtmuseum) an der B 305, der Deutschen Alpenstraße, befindet sich Laubau.

  • Ab Rosenheim: 60 Km / 0:50 Std
  • Ab München: 120 Km / 1:15 Std
  • Ab Bad Tölz: 110 Km / 1:20 Std
  • Ab Salzburg: 50 Km / 0:45 Std

Mit dem Bike:
Ab Bahnhof Ruhpolding ca. 4,8 Kilometer auf der Deutschen Alpenstraße nach Laubau. Fast waagrecht, ca. 50 Höhenmeter, Autoverkehr!

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Direkt am Parkplatz befindet sich das Holzknechtmuseum. Dessen Aufgabe ist es, Nutzen und Nutzung des Waldes darzustellen. Der Wald liefert dem Menschen Holz in jeder Art als Energiequelle, Werkstoff und Werkzeug. Die ehemaligen Holzknechte heißen heute ganz einfach Forstwirt oder Waldfacharbeiter. Adresse: Laubau 12 83324 Laubau, Tel. 08663/639.


Tourenbeschreibung:

Start: Parkplatz Holzknechtmuseum in der Laubau

In Laubau ab dem Parkplatz beim Holzknechtmuseum den Weg Nr. 22, über die Allinger-Stube zum Sackgraben. Nach der Sackgraben-Alm trifft man im oberen Teil auf den Weg Nr. 2, über den man später wieder absteigt. Ab dieser Abzweigung geradeaus weiter an der Sesselliftstation vorbei über die Südhänge, über die Rauschberg-Alm, hinauf in die Senke zwischen Hinterem und Vorderem Rauschberg. Hier links abbiegen und in 10 Minuten zum Gipfel.

Auf dem Gipfel genießt man die Aussicht auf Ruhpolding, Chiemsee, Chiemgauer Alpen (insbesondere Sonntagshorn), Loferer Steinberge und Berchtesgadener Alpen.

Rückweg: Den gleichen Weg hinunter bis zur Abzweigung des Weges Nr. 2. Dieser ist nur Geübten zu empfehlen. Bald geht der Weg in einen Steig über, teilweise verläuft er recht steil nach unten. Bei der Sandreiße (der großen Schutthalde) besteht die Möglichkeit, den Weg abzukürzen, indem man direkt über das Schuttfeld bis zur Straße abrutscht. Ansonsten verläuft der Weg über die Sandreiße, unter der Seilbahn hindurch, quert die ganze Westflanke auf der Gesteinshalde, und gelangt über eine große Linkskehre zum Taubensee. Anschließend weiter über die Straße zurück zum Holzknechtmuseum.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.




   

Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Reichenhaller Haus (Hochstaufen)
(www.foto-webcam.eu)

Reichenhaller Haus (Hochstaufen)
(www.foto-webcam.eu)

Marquartstein
(www.foto-webcam.eu)

Flora und Fauna:

Sehenswert ist der Alpenlehrpfad im Gipfelbereich mit seinen naturkundlichen Hinweisen.

Literatur:

Karte

Chiemsee, Traunstein, Ruhpolding, Chiemgauer Alpen und Seen
von Freytag & Berndt
Infos: Karte

Chiemsee, Traunstein, Ruhpolding, Chiemgauer Alpen und Seen

Bildband

Chiemgauer Alpen
Wasser - Moore - Wälder - Felsen
von Zebhauser, Helmuth
Infos: Bildband

Chiemgauer Alpen

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Rast auf der Alm nähe Sesselliftstation.Mit dem Drachenflieger über den Gipfel des Rauschberg. Das Foto stellte uns Jürgen Holzhausen zur Verfügung.Kunstaktion mit W. Angerer d. Jüngere am Rauschberg: Der bekannte Maler und oberbayer. Kulturpreisträger 2000 verfolgte die Idee, Vorgaben der Natur in sein künstlerisches Schaffen einzubauen. So wurden ganze Baumgruppen zu Gemälden zusammengefügt. Von verschiedenen Standpunkten und aus verschiedenen Entfernungen wurden verschiedene Bilder geformt. Der Phantasie des Betrachters ist es überlassen, abstrakte oder realistische Kunstwerke zu erkennen. Bild: -Die drei Masken- von Angerer dem Jüngeren.Vom Gipfel hat man insbesondere auf das nahe Sonntagshorn einen schönen Blick.In der höchsten Galerie Deutschlands, der Bergstation der Rauschbergbahn, sind drei riesige, bayrisch-surrelae Wandgemälde mit modern ausgestalteten  Sagenmotiven zu sehen. Sie stammen von Angerer dem Jüngeren, geboren 1940, der in Siegsdorf lebt. Der Künstler widmet sich u. a. dem Shadow-Painting, wo naturbedingte oder technisch erzeugte Schatten mit Zeichnung oder Malerei zusammen komponiert werden. Bekannt ist auch seine Fraßbildtechnik, wo er sich durch die Spuren und Gänge, welche die Borkenkäfer  in die Baumrinden einfressen, inspirieren ließ. Bild: 1822 erlegte der Revierförster Reisberger am Zinnkopf einen Bäre.

Video:

Rauschberg von Bergfuzzi
zum Video auf YouTube

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken