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Dürrnbachhorn

»Ein Berg mit vielen Gesichtern«


Der Name dieser höchsten Erhebung von Reit im Winkl kommt von "dürrer Bach". Der Dürrnbach führt in der Regel nur wenig Wasser. Er gab seinen Namen außerdem einem D-graben, einer D-schlucht (eine schöne Bachschlucht) und den D-almen. Früher war auch der Name "Dürrenbach" häufig in Gebrauch.
Das Dürrnbachhorn weist ähnlich wie das Sonntagshorn nach Süden geneigte Hänge mit Wäldern, Wiesen und Latschenfeldern auf, zeigt aber nach Norden hin steile Abstürze, die in tief eingerissene Gräben, die Wilden Hausgräben, übergehen.

Gipfelkreuz des Dürrnbachhorns mit Blick auf den Geigelsteinstock und Kampenwand


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Bergtour (mittel)  
Erreichte Gipfel:Dürrnbachhorn 1775 m, evtl. Wildalphorn 1735 m
Dauer:5 - 5,5 Stunden reine Gehzeit
Touristinfo:Reit-im-Winkl
Weblinks:Video aus dem Gipfelbereich auf Youtube

Anforderung:

Höhenunterschied:1020 m
Streckenlänge:14 Kilometer
Schwierigkeit:mittel
leicht bis mittel. Gratwanderung zum Wildalphorn unmarkiert, im unteren Teil sehr flach, später durch steile Wiesenhänge, Gipfelanstieg durch Latschenfeld

Einkehrmöglichkeit:

Dürrnbacheck:
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Winklmoosalm:
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Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Seegatterl - Großparkplatz bei Reit im Winkl, 764m


GPS-Wegpunkt:

N47 39.430 E12 32.462  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Von München bis zum Bahnhof "Prien am Chiemsee", von dort Anschlußbus nach Reit im Winkl. Weitere Busverbindung über Ruhpolding.

Mit dem Pkw:

Autobahn München - Salzburg, über Ausfahrt Bernau nach Kössen und Reit im Winkl. Seegatterl befindet sich dann außerhalb von Reit im Winkl in Richtung Ruhpolding. Oder über Ausfahrt Traunstein über Ruhpolding Richtung Reit im Winkl. Seegatterl befindet sich dann nach den Seen kurz vor Reit im WInkl.


Ab Rosenheim: 55 Km / 1:00 Std
Ab München: 120 Km / 1:20 Std
Ab Bad Tölz: 100 Km / 1:30 Std
Ab Salzburg: 65 Km / 0:55 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Seegatterl - Großparkplatz bei Reit im Winkl, 764m


Seegatterl (764m) - Kohlstatt (1164 m):
ca. 3,5 km, 60 Min., leicht, 400 Höhenmeter
vom Parkplatz aus am Campingplatz vorbei und kurz nach Überqueren des Dürrnbachs der Markierung 111 folgend nach rechts von der Forststraße abbiegen; der Weg führt etwa 30 min mit leichter Steigung am Dürrnbach entlang, bevor er auf die Forststraße trifft. Dieser etwa 5 min folgen, danach links auf Weg 112 am Bach entlang bis Kohlstatt.

Kohlstatt (1164 m) - Dürrnbachalmen (1331 m)
ca 0,75 km, 20 Min., leicht, 170 Höhenmeter
Bei Kohlstatt die Forststraße einfach überqueren und der Markierung folgend immer am Bach entlang bis zu den Dürrnbachalmen

Dürrnbachalmen (1331 m) - Dürrnbacheck (1590 m)
ca. 1 km, 40 Min., mittel, 260 Höhenmeter.
Auf der Forststraße etwa 20 m nach rechts und den Bach überqueren; dann nach links ohne Markierung auf einen schmalen Wiesenpfad; dort zunächst mit nur leichter Steigung Richtung Talschluß, später steil ansteigend und teilweise weglos die Talwand hinauf zur Bergstation (Vorsicht: Steinschlaggefahr!)

Dürrnbacheck (1590 m) - Dürrnbachhorn (1775 m)
ca. 0,5 km, 20 Min., mittelschwer, 185 Höhenmeter
an der Bergstation der Seilbahn links vorbei auf den etwas steileren und steinigen Weg durch ein Latschenfeld zum Gipfel; teilweise mit Stufen versehen; das Gipfelkreuz befindet sich bereits auf 1767 m, der "richtige" Gipfel ist ein paar Meter weiter; vom Gipfel herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge und Weitsee, Mittersee und Lödensee direkt unterhalb

Dürrnbachhorn (1775 m) - Abzweig Wildalphorn (1726 m)
0,75 km, 20 Min., mittelschwer, 50 Höhenmeter
vom Gipfel aus weiter auf dem schmalen Pfad teilweise leicht ausgesetzt den Grat entlang bis zu einem Einschnitt; dort teilt sich der Weg: entweder teilweise weglos auf dem Grat entlang zum Wildalphorn (ca 30 Min) oder nach rechts zum Abstieg Richtung Finsterbachalm

Abzweig (1726 m) - Finsterbachalm (1250 m)
ca. 1,75 km, 60 Min., leicht, 475 Höhenmeter
zunächst recht steil im Wiesenhang abwärts; im Wald immer am Grat entlang bis nach insges. ca. 30 Min. der Weg zur Finsterbachalm rechts abzweigt; danach nochmals ca. 30 Min, zunächst durch Wald, am Ende über die Almwiesen zur Alm

Finsterbachalm (1250 m) - Winklmoosalm (1183 m)
ca. 2 km, 30 Min., leicht, 70 Höhenmeter
Auf dem Almweg mit leichtem Gefälle immer geradeaus bis man kurz vor der Winklmoosalm auf den Forstweg trifft, der nach rechts zu den Dürrnbachalmen führt und nach links in etwa 5 Min zur Winklmoosalm

Winklmoosalm (1183 m) - Seegatterl (764 m)
ca. 3,25 km, 60 Min., leicht, 1120 Höhenmeter.

Alternativen:
die Tour kann um 2 Stunden gekürzt werden, wenn man von Seegatterl aus über die Mautstraße zur Winklmoosalm (ca. 5 km) fährt.
Alternativ kann man auch mit dem Bus von Seegatterl zur Winklmoosalm fahren und für Leute mit ganz wenig Zeit: Auffahrt von der Winklmoosalm mit dem Einer-Sessellift zur Bergstation


Flora und Fauna:

Das Dürrnbachhorn gehört zum österreichischen Naturschutzgebiet Winklmoos.
Tiere: Auer- und Birkhuhn im Hochmoor, Blassgelber Düsterkäfers (selten Käferart), Eichelhäher, Habicht, Mäusebussard, Wespenbussard, Turmfalke, Feuersalamander
Pflanzen: Hirschzunge (gefährdete Pflanzenart), Sonnentau, Sumpf-Blutauge, Schachtelhalm, Bärlapp, Mehlprimel, Steinbrech. Im Frühjahr kurz nach der Schneeschmelze sind die Wiesenhänge weiß mit Krokussen übersät.
Beim Abstieg über die Finsterbach- und Winklmoosalm findet man wertvolle Moor- und Naßwiesenflächen, durch zahlreiche Bäche stark zergliedert.


Literatur:

Karte:Chiemsee, Traunstein, Ruhpolding, Chiemgauer Alpen und Seen
von Freytag & Berndt
Bildband:Chiemgauer Alpen
Wasser - Moore - Wälder - Felsen
von Zebhauser, Helmuth

Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:


 Autor: Bettina Bauer/Stefan Adam