Bildinfo


roBerge.de

Hochstaufen Überschreitung

»Fünf Gipfel auf einen Streich - die längste Kammüberschreitung im Chiemgau«


Der Hochstaufen des Staufen-Gebirgsstocks gehört zu einem beliebten Aussichtsberg in den Chiemgauern. Trotz seiner geringen Höhe im Vergleich zu den mächtigen Bergen in der Nachbarschaft bietet er eine herrliche Aussicht und mit dem Reichenhaller-Haus einen DAV-Stützpunkt. Die hier vorgestellte Tour beschreibt die Überschreitung der vielen Gipfel des Gebirgsstock.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Bergtour (schwer)  
Erreichte Gipfel:Hochstaufen 1771 m - Mittelstaufen 1615 m - Zennokopf 1756 m - Zwiesel 1782 m - Gamsknogel 1751 m
Dauer:ca 9 - 11 Stunden, je nach Gehtempo
Beste Jahreszeit:Juni - Oktober
Touristinfo:Bad Reichenhall

Anforderung:

Höhenunterschied:1112 m
Streckenlänge:15
Schwierigkeit:mittel
Die Tour stellt technisch keine großen Ansprüche. Der Steig über die Steinernen Jäger wird gern als Klettersteig bezeichnet, allerdings gibt es keine Versicherungen. Das genau macht den Reiz aus. Es geht rauh und steil aufwärts, hier und da ein wenig ausgesetzt, aber nicht besonders schwierig. Die Überschreitung zum Zwiesel und Gamsknogel dagegen ist oft gesichert, hier erleichtern Drahtseile den Weg. Der trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger wird sich wohl fühlen.
Konditionell ist die Tour sehr anspruchsvoll, denn neben einigen Höhenmeter kommt auf eine beachtliche Strecke und damit eine lange Tourdauer auf einen zu.
Bei Übernachtung auf dem Reichenhaller Haus lässt sich die Tour auf zwei Tage verteilen.
Kinder:Bei Aufteilung auf zwei Tage für trittsichere Kinder geeignet
Kinderwagen geeignet:Nein
Hunde:Für Hunde geeignet , Länge beachten

Einkehrmöglichkeit:

Zwieselalm (auch Zwieselhaus, Kaiser-Wilhelm-Haus):
nur an Wochenenden und Feiertagen, bei schönem Wetter von 10:00 bis 17:00 Uhr
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Reichenhaller Haus (Staufenhaus):
Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Padinger Alm (Nördlich von Bad Reichenhall), 670m


GPS-Wegpunkt:

N47 44.329 E12 51.350  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit dem Zug bis Bad Reichenhall, dann weiter mit dem Bus bis Haltestelle Nonn / Karlstein. Zu Fuß zur Padinger Alm (1 Std.).

Mit dem Pkw:

Autobahn A8 bis Ausfahrt Bad Reichenhall. Von hier folgt man der Beschilderung Berchtesgaden / Bad Reichenhall. Erst in Bad Reichenhall zweigt man dann rechts ab Richtung Karlstein / Kaserne. Nach rechts geht es über eine Brücke, gleich an der Ampel hinter der Brücke biegt man wieder rechts ab Richtung Nonn. Dann bleibt man ein ganzes Stück auf der Straße, fährt an Sportanlagen vorbei, bis einen ein etwas verstecktes Schild nach rechts über eine Bergstraße zur Padinger Alm leitet. Parkplätze sind zahlreich vorhanden, entweder vor der Alm oder ein Stück weiter oberhalb ein separater Parkplatz.


Ab Rosenheim: 100 Km / 1:15 Std
Ab München: 140 Km / 1:25 Std
Ab Bad Tölz: 125 Km / 1:30 Std
Ab Salzburg: 25 Km / 0:30 Std


Information:

Nonn ist ein Stadtteil von Bad Reichenhall. Das Dorf Nonn gehört zur ehemaligen Gemeinde Karlstein und zur Stadt Bad Reichenhall. Es erstreckt sich am Südhang des Hochstaufen und gliedert sich in Nonner Unterland (östlicher Teil) und Oberland (westlicher Teil). Ein wichtiger Bestandteil des lokalen Brauchtums ist das Perchtenlaufen am 5. Januar, in der letzten Rauhnacht.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Padinger Alm (Nördlich von Bad Reichenhall), 670m


Von der Padinger Alm zum Hochstaufen (ca. 2:30-3:15 Stunden)
Von der Padinger Alm geht es über einen Forstweg gemütlich bergan. Schon bald trifft man auf eine Beschilderung, wir folgen in Richtung "Steinerne Jäger". Es geht weiter, bis links ein Pfad in den Wald abzweigt. Nun geht es über Treppen und Kehren durch den Wald aufwärts. Man trifft auf eine Abzweigung Richtung Piding, wir gehen weiter aufwärts. Es geht über eine Eisenleiter aufwärts, es wird steiniger und steiler. Schon bald befindet man sich im felsigen Steig, der sich an den Wänden des Staufen entlangzieht. Die Markierungen sind zahlreich und gut sichtbar, so dass die Wegfindung keine Schwierigkeit bereitet. Bald erblickt man das Reichenhaller Haus. Das letzte Stück ist steil und erfordert nochmals ganze Kraft, dann gelangt man unterhalb der Terasse zur Gedenkkapelle. Ein paar Meter aufwärts, steht das Gipfelkreuz des Hochstaufen. Von hier hat man einen schönen Blick auf Reichenhall oder Salzburg. Man kann auch gleich einen ersten Ausblick auf den Gratverlauf nehmen, der einem noch bevorsteht.

Vom Hochstaufen über Mittelstaufen zum Zennokopf/Zwiesel (ca 2:00 - 2:30 Stunden)
Vom Gipfel läuft man zurück zum Reichenhaller Haus. An der Kapelle vorbei führt ein Pfad abwärts Richtung Westen. Man wandert ein etwa 150 Höhenmeter abwärts und trifft auf eine Abwzeigung (Bild 9). Hier geht steil der versicherte Weg aufwärts zum Mittelstaufen, einem unscheinbaren Gipfel mit Steinmandl und kleinem Kreuz. Nun beginnt erst einmal der interessante Teil der Tour, es geht munter bergab, zwischen Hochstaufen und Zwiesel gilt es erst 250 Höhenmeter ab- und wieder aufzusteigen. Der Weg verläuft nahe dem Grat. Hier und da gibt es ausgesetztere Stellen, wo der Weg recht schmal ist, hilft ein Drahtseil. Über künstliche Tritthilfen geht es bei Weilen munter auf und ab, bevor man sehr steil das letzte Steil absteigt und dann alsbald wieder aufwärts zieht. Drahtseile helfen hinauf, dann gilt es ein Geröllfeld zu queren, um den Schlußanstieg in Angriff zu nehmen. Der Weg schlängelt sich durch Latschen, bevor man das Gipfelkreuz des Zennokopf passiert. Wenige Meter/Minuten sind es hinüber zum Gipfelkreuz des Zwiesel, dem höchsten Punkt des Gebirgsstocks.

Vom Zennokopf/Zwiesel zum Gamsknogel (ca. 0:45 - 1:15 Stunden)
Vom Zwiesel führt der Weg weiter durch Latschen, erst absteigend über gesicherte Felsstufen über den schönen Grat hinüber zum Gamsknogel. Vor dem Gipfel gilt es weider einige, wenige Höhenmeter zu überwinden, bevor man am letzten Tour der Überschreitung angelangt ist.

Abstieg/Rückweg (ca 03:00 - 04:00 Stunden)
Entweder man steigt westlich über die Kohler-Alm ab und wandert dann zur Zwieselalm oder man wandert das schöne Gratstück nochmals zurück (es ist einfach zu schön dort oben) und steigt zwischen Zwiesel und Zennokopf über Stufen und durch Latschen hinab zur Zwieselalm. Diese wunderschön gelegene Alm lädt zu einer Rast ein.
Weiter geht es hinter der Alm abwärts, durch Wald über Wurzeln hinab. Bald erreichen wir nahe einer Bank eine Abzweigung Richtung Bartlmahd. Dieser folgen wir nun - im Hochsommer dankbar für das schützende Laubdach - im leichten Auf und Ab durch den Wald. Man überquert Geröllfelder und gelangt schließlich auf den Weg, der von Reichenhaller Haus herab kommt. Diesen folgt man nun - über viele künstlich angelegte Stufen - gemütlich hinab zur Padinger Alm.


Karte:


Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Video:



Autor:  Ettenhuber Sepp