Frozen Church


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Heimgarten

»Von Walchensee nach Ohlstadt«


Auf den Wächter des Werdenfelser Landes
Diese klassische Überschreitung ist ein echtes Highlight und führt uns auf durchwegs schönen Steigen abwechslungsreich vom Walchensee ins Loisachtal. Der Walchensee erfreut sich aufgrund der thermischen Verhältnisse bzw. des klaren, tiefen Wassers bei Surfern und Tauchern großer Beliebtheit. Sein Wasser wird seit 1924 im Kraftwerk Walchensee im 200 Meter tiefer gelegenen Kochel zur Stromgewinnung genutzt. Unser Aufstieg erfolgt über einen äußerst reizvollen Steig mit zunehmend freier werdenden Blicken auf den türkisfarbenen Walchensee, in die Südabhänge des Heimgartenmassivs und auf die umliegende Bergwelt. An der Hütte kurz unterhalb des Gipfels und auf dem Gipfel selbst kann es an schönen Tagen durchaus lebhaft zugehen, denn viele Wanderer kommen über den Grat vom Herzogstand herüber. In dem Moment, in dem wir den aussichtsreichen Gipfel hinter uns lassen, wird es wieder ruhiger. Unser Abstieg verläuft auf einem wieder sehr schönen Steig, der im unteren Teil wildromantisch an der Kaltwasserlaine entlang führt.

Der Grat vom Heimgarten zum Herzogstand; links der Kochelsee, im Hintergrund Rabenkopf, Benediktenwand und Jochberg.

Die Heimgartenhütte direkt unterhalb des Gipfels.


Kurzinfo:

Region:Bayerische Voralpen
Tourenart:Bergtour (mittel)  
Erreichte Gipfel:Heimgarten 1790 m
Dauer:5:35 Std.
Touristinfo:Walchensee

Anforderung:

Höhenunterschied:1026 m im Aufstieg, 1194 m im Abstieg.
Schwierigkeit:mittel
Problemlose Steige; nur der Abstieg erfolgt im zweiten Teil auf einem ausgewaschenen, leicht rutschigen Weg. Etwas Trittsicherheit nötig.

Einkehrmöglichkeit:

Heimgartenhütte:
Mai bis Oktober
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Bushaltestelle an der Talstation der Herzogstand-Bahn, 804m


GPS-Wegpunkt:

N47 35.765 E11 18.992  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit dem Zug oder S-Bahn von München Richtung Garmisch bis Tutzing, dort Umsteigen in die Regionalbahn nach Kochel. Von dort weiter mit RVO-Bus 9608 Richtung Wallgau / Mittenwald / Garmisch zum Haltepunkt Walchensee Herzogstandbahn.

Mit dem Pkw:

Von München auf der A95, Ausfahrt Murnau-Kochel, weiter nach Kochel und der B 11 über den Kesselberg nach Walchensee.
Von Tegernsee / Bad Tölz über die B 472 nach Bichl und die B 11 weiter nach Kochel und Walchensee.
Von Innsbruck kommend über Mittenwald/Scharnitz auf der B 11 nach Walchensee.


Ab Rosenheim: 90 Km / 1:30 Std
Ab München: 80 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 35 Km / 0:40 Std
Ab Salzburg: 160 Km / 2:00 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Bushaltestelle an der Talstation der Herzogstand-Bahn, 804m


Von der Bushaltestelle an der Talstation der Herzogstandbahn, 804m, gehen wir noch gut 50 Meter in Fahrtrichtung an der Hauptstraße entlang, biegen dann rechts in ein asphaltiertes Sträßchen ab und halten uns an der Gabelung wiederum rechts. Kurz darauf geht das Sträßchen in einen Forstweg über, dem wir an einem Bach entlang, eine Linksabzweigung ignorierend, durch den Wald folgen. Der Weg wird schmaler und steigt an. Bald darauf treffen wir auf einen quer laufenden Weg, der uns nach rechts über eine Brücke führt. Wir ignorieren eine Linksabzweigung und folgen kurz darauf an einem Schild dem Weg nach links bergauf. Nun geht es auf einem wunderschön angelegten Steig, teilweise über Stufen, teilweise in Kehren, steil auf einen Rücken hinauf. Immer wieder können wir auf den Walchensee hinuntersehen. Dann steigt der Weg nur noch leicht an, bis er schließlich fast Höhe haltend auf dem Rücken entlangführt und sich bald darauf nach rechts wendet. Wir gehen nun mit Einblicken in das fast überraschend zerklüftete Heimgartenmassiv auf einem schönen Höhenweg unterhalb des Rotwandkopfes entlang und dann einige Höhenmeter hinab in den Sattel bei der Ohlstädter Alm, 1423m.

Hier zweigt links ein Weg nach Eschenlohe ab. Wir aber folgen geradeaus dem Schild Richtung Heimgarten. Der Weg führt in Kehren durch lichten Fichtenwald hinauf zur Heimgartenhütte, 1785 m. Links um die Hütte herum ist man gleich auf dem Gipfel des Heimgarten, 1790m. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf Benediktenwand, Herzogstand, Mangfallgebirge, Walchensee, Rofan, Karwendel, Soierngruppe, Estergebirge, Wetterstein und Ammergebirge sowie im Norden zur oberbayerischen Seenplatte und nach München. Vom Gipfel folgen wir dem Grat nach Norden, bis unser Weg gleich nach der Rechtsabzweigung zum Herzogstand nach links schwenkt. Kurz darauf führt rechts ein Weg über die Kaseralm nach Ohlstadt. Diesen ignorieren wir, gehen ein paar Meter links, treffen auf einen von der Heimgartenhütte kommenden Weg und folgen diesem nachrechts. An der nächsten Abzweigung verlassen wir den Rücken nach rechts. In Kehren geht es erst durch Latschen, dann durch lichten Fichtenwald auf einem schönen Steig mit Blick ins Tal hinab. An einem Bach biegt der Weg nach links 82 und führt an diesem entlang zur Bärenfleckhütte, einer Selbstversorgerhütte, ca. 1270m.

Hier führt links ein Forstweg weiter, wir aber folgen dem Steig geradeaus und überqueren kurz darauf einen Forstweg. Bald danach biegt unser Steig nach rechts und führt zu einem Bach hinab, dem wir abwärts folgen. Kurz darauf überqueren wir diesen (von rechts mündet ein Forstweg ein) und gehen nun an seinem rechten Ufer auf einem Steig weiter. Zwei Forstwege, die nach rechts abzweigen, ignorieren wir und folgen dem Bach bis zu einem Wasserbecken, 1020m. Da der Steig, der links am Bach entlang weiterführt, schlecht begehbar ist, folgen wir nun dem hier beginnenden Forstweg. Von rechts mündet ein weiterer Wirtschaftsweg ein. Zweimal können wir unseren Forstweg auf einem links abzweigenden schmaleren Weg abkürzen. Dort, wo unser Forstweg auf einen querenden Wirtschaftsweg trifft, folgen wir geradeaus einem nicht ausgeschilderten Waldsteig. An einem querenden Steig halten wir uns links, überqueren einen Bach, die Kaltwasserlaine, und folgen dieser abwärts. Der Steig wird breiter und wechselt auf die andere Bachseite. An einem Wanderparkplatz folgen wir der querenden Straße nach rechts und biegen gleich darauf links in ein Schottersträßchen ein (Ramweg, Sackgassenschild). An dessen Ende folgen wir links dem Fußweg am Bach entlang. Wir überqueren ein Teersträßchen, kommen an Tennisplätzen und einem Schwimmbad vorbei, überqueren erneut ein Teersträßchen und gehen an einer Gabelung rechts zur Hauptstraße. Auf der anderen Seite folgen wir dem Bahnhofweg bis zum Bahnhof von Ohlstadt, 636m.


Literatur:

Wanderführer:Münchner Berge mit Bahn und Bus
50 Touren zwischen Füssen und Berchtesgaden
von Abler, Gerhild / Sommer, Antje
Karte:Wander-, Bike- und Skitourenkarte Alpenwelt Karwendel
Walchensee-Wallgau-Mittenwald
von Kompass

Karte:



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Wochenendwetter: Der Winter ist da!

Do, 13. Dez 2018, 20:46
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 Autor: Gerhild Abler und Antje Sommer
 aus dem Rother Wanderbuch "Mit Bahn und Bus in die Münchner Berge"