Niederjochkogel


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Seehorn über Kallbrunnalm

»Beliebter Aussichtsberg mit Blick auf Pinzgau, Hundstod und Hochkalter «


Das Seehorn liegt im Nationalpark Hochkalkalpen, der im Süden an den Nationalpark Berchtesgaden anschließt. Diese Rundtour auf den bekannten Aussichtsberg führt über den malerisch gelegenen Seehornsee auf den Gipfel, wo Hochkalter, Watzmann und Großer Hundstod direkt vor einem zu liegen scheinen. Der Abstieg führt zum ehemaligen Almgeländer der Hochwies (auch Klein-Tibet genannt) und weiter durch das lärchenbestandene Mitterkasertal zum Dießbachstausee.

Das Seehorn wird auch gern in Verbindung mit der Hundstodreibn und der Großen Reibn bestiegen.

Die bewirtschaftete Kallbrunnalm vor dem Seehorn, das von Osten her unspektakulär aussieht, und der Hocheisspitze.
Rechts - im Hintergrund - der Große Hundstod.


Kurzinfo:

Region:Berchtesgadener Alpen
Tourenart:Bergtour (mittel)  
Andere Bergsportarten:Diese Wanderung wird auch gern im Winter begangen, Voraussetzung ist eine entsprechend nicht zu extreme Schneelage.
Erreichte Gipfel:Seehorn 2321 m
Dauer:insgesamt 7 - 7,5 Std: Parkplatz - Kallbrunnalm ca. 1 Std.; zum Seehornsee ca. 1 1/4 Std., weiter zum Seehorn ca. 1 1/4 Std., Seehorn - Hochwiestal ca. 1 Std., zur Kallbrunnalm 1 3/4 Std, weiter zum Parkplatz ca. 3/4 Std.
Touristinfo:Lofer

Anforderung:

Höhenunterschied:ca. 1500 m
Streckenlänge:ca. 25 km
Schwierigkeit:schwer
mittel; Bergtour mit kleinen Klettereinlagen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich; kurze Klettereinlagen (I nach UIAA)

Einkehrmöglichkeit:

Kallbrunn Alm:
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkplatz Pürzlbach, Talort: Weißbach bei Lofer, 1095m


GPS-Wegpunkt:

N47 31.218 E12 46.213  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn nach Saalfelden, weiter mit dem Bus nach Weißbach bei Lofer. Angeblich fährt ein Kleinbus bis nach Pürzlbach. Falls nicht, muss man 430 hm nach Pürzlbach aufsteigen.

Mit dem Pkw:

Mit dem PKW entweder über Saalfelden, oder vom Inntal kommend über Kössen, oder von der Autobahn München-Salzburg (Ausfahrt Traunstein-Siegsdorf) über die Deutsche Alpenstraße und Lofer nach Weißbach bei Lofer.
In den Sommermonaten kann man außerdem mit dem PKW bis zur Jausenstation Pürzlbach hinauffahren und dort parken. Ersparnis ca. 4 km und 430 Höhenmeter.


Ab Rosenheim: 100 Km / 1:25 Std
Ab München: 145 Km / 1:50 Std
Ab Bad Tölz: 130 Km / 1:50 Std
Ab Salzburg: 55 Km / 1:00 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz Pürzlbach, Talort: Weißbach bei Lofer, 1095m


Parkplatz Pürzlbach (1095 m) bis Kallbrunnalm (1453 m):
Vom Parkplatz aus geht man durch das Gatter und folgt der Almstraße, die in Kehren und überwiegend gemütlich steigend am Fuß des Hochkranz vorbei zum Gebiet der Kallbrunnalmen führt. Alternativ kann man dem Steig folgen, der kurz nach dem Gatter links abzweigt. Dieser trifft in einer Kehre wieder auf die Almstraße, der man dann weiter folgt. Nach etwa 50 Minuten erreicht man die ersten Almen (hier zweigt der Weg zum Hochkranz nach links ab), nach knapp 10 weiteren Minuten steht man vor der Kallbrunnalm, hinter der das Massiv von Seehorn und Hocheisspitze aufragt.

Kallbrunnalm (1453 m) bis zum Seehorn (2321 m):
Man folgt weiter der leicht abfallenden Almstraße. An der Kreuzung folgt man dem Wegweiser nach links. Bald darauf zweigt der Weg zum Seehorn nach rechts von der Straße ab und führt über mehrere Geländestufen auf teilweise felsigem Untergrund durch Wald, später durch Latschen hinauf. Nach knapp 1 1/4 Stunden erreicht man den kreisrunden Seehornsee (1780 m), auch Dießbachsee genannt, der malerisch unterhalb des Seekopfes in einem Kessel liegt. Von hier aus kann man auch schon den größten Teil des weiteren Weges einsehen. Der Weg führt rechts um den See herum und dann steiler die Felswand hinauf, teilweise in einer Rinne. Weiter geht es durch Latschen, später über Schrofen auf einen Grat, dem man kurz nach rechts folgt. Nach ca. 1 Std. erreicht man das Sennerin-Kreuz. Dieses wurde zum Gedenken an eine Sennerin errichtet, die hier auf der Suche nach verirrten Schafen erfror. Von hier ist dauert es noch ca. 15 Minuten, bis man - über den Wiesenhang aufsteigend - den Gipfel des Seehorn erreicht.

Seehorn (2321 m) über Hochwies (1842 m) und Kallbrunnalm (1453 m) zum Parkplatz
Vom Seehorn steigt man nach Norden auf den Grat der Kematenschneid (Verbindungsgrat zum Palfelhorn) ab. Diesem Grat folgt man ein Stück, bis man nach insgesamt ca. 15 Minuten dem Steig nach rechts folgt und in ca. 3/4 Stunden über Schrofen, später am Bachbett entlang (teilweise auch im Bachbett) das Hochwiestal erreicht (auf Markierung achten!). In diesem Hochtal führt der Weg immer am Bach und der südöstlichen Seite entlang, vor einem der mächtige Absturz des Großen Hundstods. Nach ca. 20 Minuten ist das Ende des Hochtals erreicht und der Weg führt etwas steiler in das Mitterkasertal hinab. Nach etwa 15 Minuten erreicht man den Weg, der von der Kallbrunnalm zum Ingolstädter Haus führt und folgt ihm nach rechts in das lärchenbestandene Tal. Nach ca. 10 Minuten erreicht man an der Talstation der Materialseilbahn, die zum Ingolstädter Haus führt, wieder die Almstraße. Auf dieser erreicht man nach etwa 25 Minuten den Dießenbachstausee (1415 m), an dessen Ufer man zur Staumauer entlang geht (ca. 150 m Gegenanstieg!). Über diese kommt man auf das Sträßchen, das in ca. 1/4 Std. zurück zur Kallbrunnalm führt. Von dort geht es in ca. 3/4 Std. zurück zum Parkplatz.


Geologie:

Das Hochkaltergebirge gliedert sich in die drei Bereiche Hochkalterhauptkamm, Hocheisgruppe und Südliche Wimbachkette. Zu Letzterer gehört das Seehorn, wohingegen der gegenüberliegende Hundstod schon zum Steinernen Meer gehört. Während das Hochkaltergebirge im Wesentlichen aus Dachsteinkalk besteht, findet sich im Bereich der Südlichen Wimbachkette v.a. der Ramsau-Dolomit, der eher spröde und brüchig ist.


Literatur:

Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin
Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger
Kühnhauser, Bernhard
Karte:Salzburger Saalachtal
Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen
Schöner, Helmut
Führer:Berchtesgadener und Chiemgauer Wanderberge
Brandl, Sepp
Bildband:Das grosse Buch der Berchtesgadener Berge
Mittermeier, Mittermaier

GPS-Daten:

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 Autor: Bettina Bauer