Niederjochkogel


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Rodelbahnen Münster

»Doppelter Rodelspaß«


Viele Gemeinden Tirols verfügen nicht einmal über eine Rodelbahn. Münster hingegen darf sich glücklich schätzen, gleich zwei Rodelstrecken anbieten zu können. Eine davon, die kürzere, wendet sich vor allem an Familien. Die zweite zieht jene Rodler an, die anspruchsvollen Rodelspaß suchen. Hobbyrodler aber können sie ebenfalls problemlos bewältigen. Zusammen ergeben sie eine rund vier Kilometer lange Strecke. Weiterer „Luxus“ in der Unterländer Gemeinde: Die Familienbahn ist täglich bis 22 Uhr beleuchtet.

Im Weiler Höllenstein beginnt die Naturrodelbahn.


Kurzinfo:

Region:Brandenberger Alpen / Rofan
Tourenart:Winterwandern  Rodeln (leicht)  
Lawinengefahr:Normalerweise keine besondere Lawinengefahr. Es gab allerdings bereits schon Sperrungen der Lawinenkommission.
Lawinengefahr  Aktuelle Lawinenlage: hier klicken
Fahrbahnbeschaffenheit:präparierter Fahrweg
Touristinfo:Münster
Sehenswertes:Blick ins Unterinntal und ins Zillertal

Anforderung:

Höhenunterschied:320 m
Streckenlänge:4 km
Schwierigkeit:mittel

Startpunkt:

Münster-Ortszentrum, 547m


GPS-Wegpunkt:

N47 25.271 E11 50.000  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis nach Brixlegg, von dort aus weiter mit dem Bus bis nach Münster.

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Kramsach, von dort aus über Kramsach nach Münster.


Ab Rosenheim: 70 Km / 0:50 Std
Ab München: 120 Km / 1:20 Std
Ab Bad Tölz: 65 Km / 0:55 Std
Ab Salzburg: 145 Km / 1:25 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Münster-Ortszentrum, 547m


Der schwierigste Part an einem Rodelausflug nach Münster ist es wohl, den Ausgangspunkt für den Anstieg zu finden: Östlich der Kirche biegen wir im Ortsteil Asten von der Hauptstraße in nordwestlicher Richtung ab und folgen fortan der Beschilderung "Pension Baumann". Oberhalb der Pension geht es dann über eine schmale Straße nach Westen, der Beginn der Familienrodelbahn kann nicht übersehen werden.

Die Bahn führt über ein kurzes Stück nach oben in den Weiler Höllenstein (652 m). Weder der Höhenunterschied noch die Distanz spielen in diesem Abschnitt eine Rolle, in rund 20 Minuten erreicht man dieses Ziel.
Man könnte jetzt natürlich mehrmals hinabfahren und wieder aufsteigen. Ob sich dafür der Ausflug nach Münster lohnt, scheint jedoch sehr fraglich. Da bietet es sich schon eher an, von Höllenstein über die Naturrodelbahn, die praktisch direkt anschließt, weiter zu wandern.
Dazu dürfen wir aber nicht in den Weiler hineingehen, sondern müssen uns außerhalb der Häuser und unter einer großen Wiese nach Westen halten. Wir kommen an einem kleinen Schlepplift vorbei, ehe der Weg in den Wald leitet und beim Zielhäuschen des örtlichen Rodelvereins die zweite Rodelbahn beginnt.
Keine Sorge: Unüberwindbare Schwierigkeiten erwarten uns im zweiten Abschnitt nicht. Natürlich kann man diesen Part in keiner Weise mit der Familienbahn vergleichen, er ist steiler und beinhaltet anspruchsvolle Kurven.
Dennoch hält sich das Gefälle sehr in Grenzen, und die Kurven sind nicht schwieriger als in anderen Naturrodelbahnen im Land. Eine Strecke also, die keinesfalls den Halbprofis vorbehalten bleibt, sondern durchaus für die breite Masse geeignet scheint.
Im Gegensatz zu den meisten anderen in diesem Buch vorgestellten Ausflügen ist die Tour in erster Linie für die Rodler gedacht. Dies liegt vor allen daran, dass sich am Ziel keine Hütte oder eine andere Einkehrmöglichkeit befindet.
Eien gewissen Reiz für Winterwanderer übt die Route trotzdem aus - in erster Linie wegen der tollen Aussicht. Zwar erklimmen wir keinen Gipfel und schaffen nicht einmal die 900-Meter-Höhengrenze, dennoch öffnet sich ein bemerkenswerter Blick ins Unterinntal. Darüber hinaus blickt man im Norden direkt ins Zillertal. Fast eine Panoramatour ...
Die Bahn zieht über einige Kehren recht sanft nach oben, bei Kehre vier hat man den Umkehrpunkt erreicht. Hier befindet sich meist eine kleine Startrampe der Rodler aus Münster. In ungefähr 1 1/4 Stunden ist der Zustieg vom Parkplatz weg geschafft. Jetzt bleibt noch, sich auf die interessante Abfahrt mit anspruchsvollen Kurven zu freuen.
Achtung: Theoretisch könnte bis Höllenstein das eine oder andere Fahrzeug unterwegs sein.


Karte:



 Autor: Peter Freiberger   Peter Freiberger