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Soiernspitze ab Mittenwald

Gewaltige 5-Sterne-Wanderung im Karwendel

Eine sehr lange und anstrengende, aber absolute schöne, abwechslungs- und enorm aussichtsreiche 5-Sterne-Rundtour. Die Wege sind allesamt unschwierig und fast nirgends sonderlich ausgesetzt. Trittsicherheit ist dennoch gefordert, da man sich über lange Zeit in Schrofen und Schutt bewegt und durch die vielen Höhenmeter ermüdet ist. Der Anspruch der Tour liegt primär in der Länge und den vielen Höhenmetern. Zudem gibt es auf der ganzen Strecke keine Brunnen oder Quellen! Dadurch, dass man die ganze Zeit direkt gegenüber den Karwendelgrößen von Wörner bis zur Vogelkarspitze und dahinter dem Karwendelhauptkamm unterwegs ist, erlebt man eine richtige Hochgebirgstour, obwohl man eigentlich noch auf Höhe der Wald- und Wiesenbuckel der Voralpen unterwegs ist.
Auch an Tagen, an denen viele Wanderer unterwegs sind, lässt es sich auf dieser Runde aushalten. Die großen Anstrengungen reduzieren die Anzahl an Wanderer automatisch. Die Massen biegen bereits an der Schöttelkarspitze ab, und der Rest verteilt sich über die weite Strecke ganz gut.
Die Tour dieses Karwendel-Klassikers stammt von MANAL, der sie hier am 23.5.2020 bereits ausführlich bekanntgeben hat.


Blick von der Reißenden Lahnspitze rüber zur formschönen Gipfelpyramide der Soiernspitze

Blick von der Reißenden Lahnspitze rüber zur formschönen Gipfelpyramide der Soiernspitze

Das Gipfelkreuz der Soiernspitze

Das Gipfelkreuz der Soiernspitze


Kurzinfo:

Region:
Karwendel
Tourenart:
Bergtour
Erreichte Gipfel:
Soiernspitze 2257m, Reißende Lahnspitze 2209m, Feldernkopf 2071m.
Soiernschneid 2174m und Feldernkreuz (2048m) wären auch noch möglich, erfordern aber kurze weglose Aufstiege durch Schutt, Gras und Schrofen
Dauer:
8 Std. (ohne Pausen)
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Mittenwald

Anforderung:

Höhenunterschied:
1650 hm incl. Zwischenanstiege
Streckenlänge:
20 km
Schwierigkeit:
(mittel)
Lange Wegstrecke und viele Höhenmeter. Meist einfache Bergwege, teilweise Forststraße. Im Aufstieg zum Gipfel gibt es oberhalb des Jöchls zwei kleine Stellen, an denen man ca. 1 Meter kraxeln oder sich auf den Wanderstock stützen muss. Aufmerksamkeit und Trittsicherheit sind immer wieder angesagt. Zum Gipfel der Reißenden Lahnspitze weglos.
Hunde:
für Hunde geeignet

Start:


Wanderparkplatz Soiernspitze (Isarhorn) 895 m

GPS-Wegpunkt:
N47 28.504 E11 16.834 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis zum Bahnhof Garmisch-Partenkirchen, oder Kochel, weiter mit dem RVO-Bis bis zur Haltestelle Isarhorn / Soiernspitze nördlich von Krün.

Mit dem Pkw:
Von München auf der A95 über Wolfratshausen bis zur Ausfahrt Sindelsdorf, von dort über Kochel am See nach Wallgau. Zum Wanderparkplatz biegen wir ca. 3,5 km nach Krün gegenüber vom Campingplatz ab zum Parkplatz.
Von Richtung Rosenheim auf der A8 bis zur Ausfahrt Irschenberg, von dort über Bad Tölz, Lenggries und Vorderriss nach Wallgau und Krün. Zum Wanderparkplatz ca. 3,5 km nach Krün links abbiegen.

  • Ab Rosenheim: 100 Km / 1:50 Std
  • Ab München: 100 Km / 1:50 Std
  • Ab Bad Tölz: 55 Km / 0:55 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Wanderparkplatz Soiernspitze (Isarhorn)

Start ist auf der Fahrstraße ins Seinsbachtal. Eine größere Schleife des Fahrwegs lässt sich auf einem deutlich schöneren Pfad abkürzen. Danach geht es nochmal ca. einen Kilometer auf der wieder flacheren Fahrstraße hoch über der Seinsbachklamm in das Tal hinein. An der Ochsenalm biegen wir schließlich auf dem Wanderweg hoch zur Schafkehre und zum Feldernkreuz/Schöttlkarspitze ab. Ab hier kann es recht einsam werden, denn die meisten steigen schon vorher Richtung Lausberg/Signalkopf/Seinskopf hoch oder fahren mit dem Rad den Fahrweg zur Vereinalm weiter.
Ging es anfangs noch flach ins Tal hinein, wird es jetzt steiler, aber der sehr gut angelegte Weg ermöglicht es, recht schnell einen guten Gehrhythmus zu finden. Auf ca. 1600 Meter queren wir ohne Höhengewinn in den Kreuzgraben, in dem es die letzten 200 Höhenmeter knackig steil zur Schafkehre am Grat nach oben geht. Oben ist es mit der Ruhe vorbei, Wanderermassen schieben sich vom Seinskopf entweder über dem Gratweg oder drumherum weiter Richtung Feldernkopf. Nach den Anstrengungen durch den steilen Aufstieg legen wir oberhalb der Schafkehre eine kleine Pause ein und steigen nach der Stärkung weiter auf zum Feldernkreuz. Hier beginnt der eigentliche Spaß der Tour, ein langer und aussichtsreicher Weg nahe am oder auf dem Grat über diverse Gipfel und Graterhebungen bis zum Höhepunkt, der Soiernspitze, die man bereits in der Ferne sehen kann. Die Aussicht ist jedenfalls hier grandios: Im Süden das Karwendel mit dem Wörner, im Südwesten der Wetterstein und nach Nordosten sieht man über das Becken mit den Soiernseen in die ganzen Voralpen und zum schönen Walchensee.
Der Weg zieht sich nun im Auf und Ab durch schrofiges, schuttiges oder grasiges Gelände. Nach dem Feldernkreuz geht es am etwas schmäleren Grat abwärts in die weite Felderngrube bis zum Feldernkopf, den wir entweder direkt überschreiten können oder auf dem Normalweg über dessen Südwestkante knapp unter dem Gipfel passieren. Ab hier geht es in die charakteristischen langgezogenen grasigen Südhänge der Soierngruppe. Ansteigend geht es oberhalb eines wilden Abbruchs, der "Reißenden Lahn", teils über Bänder unter der Soiernschneid vorbei bis zum Südgrat der Reißenden Lahnspitze. Hier können wir die wenigen Meter über den unmarkierten Pfad zum höchsten Punkt mit Steinmann (2209m) zu steigen und eine ausgiebige Gipfelpause machen, bevor wir die finale Etappe zur Soiernspitze angehen.
Zurück auf dem Hauptweg geht es wieder etwas abwärts bis zur Soiernscharte (2122m) wo der Weg von den Soiernhäuser einmündet. Ein letzter Anstieg noch und wir erreichen den weiträumigen Gipfel der Soiernspitze (2257m).
Der folgende Abstieg entpuppt sich als hervorragend zu begehender Steig mit angenehmen Gefälle, das sehr knieschonend ist. Es geht in unzähligen Serpentinen ca. 400 Höhenmeter hinunter zum Hirzenegg mit einer Weggabelung. Erst am Ende wird es kurzzeitig recht steil, und der Weg geröllig, wo man mal etwas aufpassen muss. Schließlich geht es wieder mit angenehmen Gefälle runter zu den Almflächen der Fereinalm, wo man ungefähr die Hälfte der Höhenmeter hinter sich gebracht hat.
An einem Weiher vorbei geht es kurz ein paar Meter auf der Fahrstraße zum Sattel hoch, danach folgt der Weg hinaus aus dem Tal. Da fünf Kilometer Fahrweg keine Lösung sind, entscheiden wir uns für die Alternative, den Jägersteig südlich des Seinsbachs. Die Abzweigung ist ausgeschildert und befindet sich ungefähr einen Kilometer unterhalb des Sattels. Geht es anfangs noch auf Forstwegen dahin, geht dieser bald in einen wunderschönen kleinen Pfad über, der durch idyllische Mischwälder zieht.
Dabei verliert der Weg sehr konstant an Höhe. Wir gehen die eine oder andere Runse mit schönen kleinen Wasserfällen aus und haben ein paar Aussichtspunkte, wo wir hoch über dem Seinsbach zum Grat auf der anderen Talseite schauen können. Dort waren wir noch ein paar Stunden zuvor unterwegs. Schließlich erreichen wir die schönen Buckelwiesen um die Aschaualm, überqueren den Seinsbach und treffen ungefähr einen Kilometer vor dem Parkplatz wieder auf die Fahrstraße.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


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Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Wankhaus
(©foto-webcam.eu)

Wankhaus
(www.foto-webcam.eu)

Garmisch-Partenkirchen / Gsteig
(www.foto-webcam.eu)

Wissenwertes zur Fereinsalm:

Die Alm wurde erstmals 1536 als Vereinalm erwähnt. Andere Schreibweisen sind Vereinsalm, Vereins-Alm, Ferein Alm und Fereinalm. Der Name soll aus dem Romanischen stammen: "verrinare" bedeutet soviel wie "durchlöchert, zerfressen". Die Almhütte steht an einem Lawinenauslauf, im März 1877 zerstörte eine Lawine das bestehende Jagdschloß vollständig, 1917 wurde die Alm von einer Lawine weggerissen. Auch 2002 wurde sie von einer Lawine stark beschädigt und 2002 vorbildlich renoviert. Nach der Lawinen von 1877 entstand ein kleines Hüttendorf besteht aus über 20 Gebäuden, mit Mühle, Bäckerei, Wirtshaus, Säge, Kavalierhaus, Almhütte, Stallungen, Jagdhaus, eine Hütte für Treiber, Wegebauer und sonstige Arbeiter.

Flora und Fauna:

Alpen-Aurikel, Feldenzian, Alpen-Strahlensame, Schwalbenwurz-Enzian, Herzblatt, Ruprechtskraut, Steinbrech, Fransenenzian
Bergpieper, Gämsen, Schneemaus

Literatur:

Karte

Alpenvereinskarte BY10
Karwendelgebirge Nordwest, Soierngruppe
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY10

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Karwendel
Ein Führer für Täler, Hütten und Berge: Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger
von Klier, Walter
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Karwendel

Wanderführer

Karwendel
Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen
von Demmel, Robert
Infos: Wanderführer

Karwendel

Wanderführer

Vergessene Pfade in den Bayerischen Hausbergen
38 außergewöhnliche Touren abseits des Trubels
von Burghardt, Joachim
Infos: Wanderführer

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Wanderführer

Wilde Wege Bayerische Alpen
50 Touren zwischen Ammergau und Berchtesgaden
von Zahel, Mark
Infos: Wanderführer

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Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Kurz vor dem Feldernkreuz erreicht man den Grat und es bietet sich eine wunderschöne Aussicht Richtung Mittenwald und WettersteinAm Feldernkopf angekommen blicken wir in die charakteristischen Südhänge der Soierngruppe mit der Soiernschneid und Reißende Lahnspitze. Unter uns die schroffen Abbrüche der Reißenden Lahn.Wir steigen den unmarkierten Weg über den Südgrat zum Gipfel der Reißenden Lahnspitze hochIm oberen Teil geht es in vielen Serpentinen knieschonend und aussichtsreich abwärts.Die schönen Wiesen der Fereinalm sind erreicht Wunderschöner Jägersteig

Gipfelpanorama bei PeakFinder:

   zu Peakfinder auf roBerge.de


Autor:



  • Openstreetmap Darstellung von J.Dankoweit