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Über die Fischbachalm zum Soiernhaus

Forststraße und Lakaiensteig

Diese Karwendel-Wanderung führt in das Herz der Soierngruppe, zum Soiernhaus und den Soiernseen. Eine empfehlenswerte Zwischenstation ist die Fischbachalm, die etwa auf halbem Weg liegt. An dem selbstgebackenen Almbauernbrot oder Kuchen werden wir wohl schwerlich vorbei kommen. Zur Fischbachalm gelangen wir auf einer breiten Forststraße, könnten also sogar mit dem Mountainbike auffahren. Um zum Soiernhaus zu gelangen, haben wir die Auswahl zwischen einer leichten und schweren Variante (Reitweg und Lakaiensteig).


Die Fischbachalm ist das Zwischenziel dieser Wanderung

Die Fischbachalm ist das Zwischenziel dieser Wanderung

Endziel sind die Soiernseen, hier der Obere Soiernsee

Endziel sind die Soiernseen, hier der Obere Soiernsee


Kurzinfo:

Region:
Karwendel
Tourenart:

Dauer:
Krün–Fischbachalm 2 Std., Fischbachalm–Soiernhaus: Normalweg 1 Std. 30 Min., Lakaiensteig 1 Std. 30 Min., Abstieg insgesamt ca. 3,5 Std.

Anforderung:

Höhenunterschied:
750 hm über Lakaiensteig, 880 hm über Reitweg, zu den Seen nochmals 90 hm mehr
Streckenlänge:
22 km
Schwierigkeit:
(leicht)
Der Aufstieg zur Fischbachalm erfolgt auf einem einfache, breiten Wirtschaftsweg. Der Normalweg zum Soiernhaus ist ein einfacher Bergsteig, Trittsicherheit von Vorteil. Für den Lakaiensteig ist gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
Kinder: Kinder sollten den Lakaiensteig auslassen. Zudem muss die Länge der Tour berücksichtigt werden. Evtl. sollte man mit Kindern die Fischbachalm als Endziel wählen.
Hunde:
für Hunde geeignet (Reitweg! Lakaiensteig ungeeignet)

Start:


Wanderparkplatz nähe Isarbrücke 875 m

GPS-Wegpunkt:
N47 30.273 E11 17.122 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis nach Kochel (von Norden) bzw. Mittenwald (von Süden). Jeweils weiter mit dem Bus nach Krün, Haltestelle direkt im Zentrum. Weiter zu Fuß über die Schöttlkarspitzstraße in einer Viertelstunde bis zur Isarbrücke.

Mit dem Pkw:
Von Norden: über Bad Tölz und Kochel in Richtung Mittenwald. In Krün biegen wir von der Hauptstraße links in die Schöttlkarspitzstraße ab und folgen den Wegweisern bis zum Parkplatz.
Von Süden (Inntal): Über Mittenwald nach Krün. In Krün biegen wir von der Hauptstraße rechts in die Schöttlkarspitzstraße ab und folgen den Wegweisern bis zum Parkplatz.

  • Ab Rosenheim: 100 Km / 1:40 Std
  • Ab München: 105 Km / 1:25 Std
  • Ab Bad Tölz: 50 Km / 0:55 Std
  • Ab Salzburg: 180 Km / 2:30 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Wanderparkplatz nähe Isarbrücke

Aufstieg:
Vom Wanderparkplatz aus überqueren wir die Isarbrücke und wenden uns dann nach links. Nach einiger Zeit verzweigt sich der Weg und wir folgen dem Wegweiser rechts zum Soiernhaus. Ab jetzt können wir unser nächstes Ziel, die Fischbachalm, nicht mehr verfehlen. Wir steigen auf der breiten Straße mal flacher, mal steiler bergan. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir die Fischbachalm. Erstmals können wir auf der hier sichtbaren Bergkette rechts den flachen Gipfelaufbau der Soiernspitze erkennen, das Soiernhaus selbst bleibt uns aber noch verborgen.

Über den Reitweg
Wer nicht trittsicher ist, benutzt für den weiteren Weg den ehemaligen Reitweg des Bayernkönigs. Hierzu folgen wir der Forststraße, die uns in 25 Minuten zunächst 130 Höhenmeter bergab in den Talgrund bringt. Danach steigt der Weg bis zur Materialseilbahn leicht an, wo der eigentliche Reitweg beginnt. Mountainbiker müssen ihr Rad hier abstellen. Über den Reitweg gelangen wir in 45 Minuten hinauf zu einer Wegverzweigung, an der wir uns rechts halten und kurz darauf das Soiernhaus erreichen.

Variante Lakaiensteig
Dieser Steig ist kürzer, aber schwieriger als der Reitweg. Der ausgeschilderte Weg beginnt relativ flach, direkt bei der Fischbachalm. Er führt uns zuerst über einen gut begehbaren Weg durch Mischwald, bald aber verengt sich der Steig, und immer öfter müssen wir genau auf den Weg achten. Mit dem Steig queren wir den Osthang des Schöttelkopfes. Es müssen auch mehrere Rinnen überwunden werden, die vom Gipfelbereich bis in das tief unter uns liegende Fischbachtal reichen. Mehrmals ist der Weg mit Drahtseilen gesichert, einmal hilft eine kleine Eisenleiter über eine steilere Stelle. Insgesamt überwindet der Steig in einer guten Stunde rund 200 Höhenmeter, er ist also recht flach. Erst die letzten Minuten werden steiler und nach einer Biegung stehen wir dann unerwartet wenige Meter unter der Hüttenterrasse.

Soiernseen
Auch wenn wir nicht auf der Hütte übernachten wollen – eine Wanderung rund um die beiden Soiernseen sollten wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen. Die sich in den Bergseen spiegelnden Gipfel sind immer ein willkommenes Fotomotiv. Hierzu steigen wir vom Soiernhaus südwestlich zum ersten See hinab. Direkt am Ufer steht das Bergwachthaus. Von hier aus umrunden wir den See im entgegengesetzten Uhrzeigersinn. An der Ostseite des Sees angekommen, erblicken wir durch einen flachen Einschnitt den sieben Meter tiefer liegenden See. Auch diesen können wir umrunden, allerdings ist der Weg nicht stark ausgeprägt und oft sehr steinig.

Abstieg
Der Abstieg erfolgt am besten über den Reitweg zur Fischbachalm, von dort aus nach Krün über die Forststraße.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Wankhaus
(©foto-webcam.eu)

Wankhaus
(www.foto-webcam.eu)

Herzogstand / Fahrenbergkopf
(©Foto-Webcam.eu)

Die Rösser der Fischbachalm:

Die Fischbachalm liegt etwas im Schatten des bekannteren Soiernhauses. Dabei eignet es sich hervorragend als Zwischenstopp für eine gute Brotzeit, wobei unter anderem auch das selbstgebackene Almbauernbrot zu erwähnen ist. Das Brot wird in dem Ofen gebacken, der direkt vor der Alm steht. Wenn die Alm während der Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst geschlossen bleibt, zieht auch der Backofen zusammen mit Vieh, Puten, etlichen Rössern, zwei Schweinen und natürlich den Wirtsleuten in die Niederleger Auhütte um. Somit ist immer für das frische Almbauernbrot gesorgt, welches dem Wanderer auch zum Verkauf angeboten wird.
Dass auf der Fischbachalm auch Rösser gehalten werden, ist in dieser Gegend nicht üblich. Viele Pferde werden im Sommer zu den Soiernseen und weiteren Plätzen hinaufgeführt, wo sie sich mit Ochsen, Mutterkühen und Rindern in den Karen bei den Seen aufhalten. Die Tiere bleiben wochenlang im Freien, Tag und Nacht. Wie die Wirtsleute betonen, sind die Pferde so schlau, dass sie sich nie verlaufen und immer wieder zu den Seen zurückfinden. Der ehemalige Reitweg des Bayern-Kini wird also heute noch, wenn auch aus anderen Gründen, seiner ursprünglichen Bestimmung gerecht.

Galerie:


Diashow:

Erst auf dem Lakaiensteig ist die Soiernspitze gut zu erkennenDer Lakaiensteig ist stellenweise sehr schmal und steil abfallendBei den Soiernseen, rechts oben das Soiernhaus

Autor:

 Autor: Reinhard Rolle   Autorenportrait


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