Ab dem Kehlsteinhaus
Der Hohe Göll kommt in den Berchtesgadener Alpen in der Beliebtheit als Nummer zwei gleich nach dem Watzmann. Der gut zugängliche Aussichtsberg wird im Sommer meist über den etwas ausgesetzten, aber nicht zu schweren Klettersteig am Mannlgrat oder über den Salzburger Weg bestiegen, während im Winter eine teilweise mit Drahtseilen gesicherte Skiroute über seine Westseite führt. Seine höchsten Erhebungen sind der Hohe Göll (2522 m), das Hohe Brett (2340 m) und der Kehlstein (1834 m). Hier beschreiben wir den "Aufstieg" zum Kehlsteinhaus, sowie den richtigen Aufstieg ab dem Kehlsteinhaus über den Mannlgrat. Es handelt sich hier um einen der landschaftlich schönsten und interessantesten Klettersteige in den Berchtesgadener Alpen. Zuerst verläuft der Weg auf dem Grad, anschließend abwechselnd auf der West- und Ostseite der Mannlköpfe, bis hin zur Mannlscharte, wo man kurze Zeit später auf den Weg vom Purtschellerhaus trifft. Ab hier gelangt man in einer 3/4-Stunde über die Gölleiten zum Gipfel.
Diese Tour ist die kürzeste auf den Höhen Göll.
GPS-Wegpunkt:
N47 36.774 E13 02.471 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis nach Berchtesgaden, vom Bahnhaus mit dem Bus zum Kehlsteinhaus.
Mit dem Pkw:
Zufahrt von Berchtesgaden. Die Bushaltestelle befindet sich etwas unterhalb des Parkplatzes. Wer auf dem ersten Parkplatz parkt, muss noch 5 - 10 Minuten weiter nach oben und dann wieder nach unten gehen. Mit dem Postbus (Fahrtzeiten siehe Kehlsteinhaus-Homepage) ) zum Fuße des Kehlstein, 1710m. Dann mit dem Lift hinauf zum Kehlsteinhaus, 1834m.
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
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Ab dem Kehlsteinhaus dem Weg zum Kreuz und in gleicher Richtung weiter. Der Weg ist immer gut markiert. Zuerst auf grasigem Rücken, danach wird es interessanter. Der Steig enthält Leitern, Drahtseile und weitere Eisenhilfen. Es gilt, alle Mannlköpfe zu übersteigen. Eine Kriechstelle unter einem Fels hindurch, zwei dünne Felsspalten müssen durchquert werden. Einige wenige ausgesetzte Stellen, die Geschicklichkeit verlangen. Insgesamt ein Genuß für Eisenweg-Fans.
Der Klettersteig endet am Rauchfang in einer Höhe von 2245 m. Hier trifft man bald auf den Schustersteig, der vom Purtschellerhaus heraufkommt. Man geht durch leichtes Fels- und Schuttgelände über den breiten Rücken zum Gipfel. Die letzten 45 Minuten ziehen sich etwas hin.
Abstieg: dto.
Geologie
Die Berchtesgadener Alpen sind aus einem Tropenmeer entstanden. Wie das Kaisergebirge zeigt auch der Hohe Göll den massigen Gesteinsaufbau eines Korallenriffs. Es gibt einige Höhlen, die geschützt sind und zu den größten Höhlen Österreichs gehören: Die Gruberhornhöhle, der Jubiläumsschacht (Göll-Roßfeld, 1173 m), die Kamerschanenhöhle und die Schwarzbachhöhle.
Eine Sage
Nach einer alten Sage soll einmal im 14. Jahrhundert ein Mädchen ihren treu ergebenen Freund auf den Hohen Göll geschickt haben, damit er ihr ein Edelweiß bringe. Sie wollte ihn jedoch verlassen und hoffte, dass er auf dem Berge verunglückt. Tatsächlich wurde er von einem riesigen Felsblock erschlagen. Zu spät erkannte sie ihren Fehler, denn eigentlich wollte er sie kurz zuvor noch vor einem Kriegseinfall des bayerischen Herzogs Ernst retten und sie von ihrer Alm fortbringen. Dieser kam auch noch in der selben Nacht und sie wurde mit ihrem Geliebten getötet.
Der bayerische Herzog war damals den Weg über die Schwarzbachwacht eingedrungen, die Alm des Mädchens heißt heute noch Mordaualm.
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