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Hoher Göll und Mannlgrat

»Ab dem Kehlsteinhaus«


Der Hohe Göll kommt in den Berchtesgadener Alpen in der Beliebtheit als Nummer zwei gleich nach dem Watzmann. Der gut zugängliche Aussichtsberg wird im Sommer meist über den etwas ausgesetzten, aber nicht zu schweren Klettersteig am Mannlgrat oder über den Salzburger Weg bestiegen, während im Winter eine teilweise mit Drahtseilen gesicherte Skiroute über seine Westseite führt. Seine höchsten Erhebungen sind der Hohe Göll (2522 m), das Hohe Brett (2340 m) und der Kehlstein (1834 m). Hier beschreiben wir den "Aufstieg" zum Kehlsteinhaus, sowie den richtigen Aufstieg ab dem Kehlsteinhaus über den Mannlgrat. Es handelt sich hier um einen der landschaftlich schönsten und interessantesten Klettersteige in den Berchtesgadener Alpen. Zuerst verläuft der Weg auf dem Grad, anschließend abwechselnd auf der West- und Ostseite der Mannlköpfe, bis hin zur Mannlscharte, wo man kurze Zeit später auf den Weg vom Purtschellerhaus trifft. Ab hier gelangt man in einer 3/4-Stunde über die Gölleiten zum Gipfel.
Diese Tour ist die kürzeste auf den Höhen Göll.

Der Hohe Göll vom Kehlsteinhaus aus gesehen. Davor deutlich der Mannlgrad mit seinen Mannlköpfen.

Der Mannlgrat, hier vom Abstieg Richtung Purtschellerhaus,
ganz rechts der Kehlstein mit dem Kehlsteinhaus.


Kurzinfo:

Region:Berchtesgadener Alpen
Tourenart:Klettersteig (leicht)  
Andere Bergsportarten:Der Hohe Göll bietet eine Vielzahl von Klettermöglichkeiten in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden. Beliebt sind der Westgrat, die Zellerschlucht, der Große und Kleine Trichter, sowie die Nord- und die Ostwand. Einzelheiten hierzu siehe AV-Führer "Berchtesgadener Alpen".
Erreichte Gipfel:Hoher Göll 2522 m
Dauer:knapp 3 Stunden, reine Gehzeit vom Kehlsteinhaus bis zum Gipfel. Abstieg ca. 2,5 Stunden.
Touristinfo:Berchtesgaden
Sehenswertes:Das Kehlsteinhaus

Anforderung:

Höhenunterschied:800 m (Gegenanstiege)
Schwierigkeit:leicht
Der Klettersteig ab dem Kehlsteinhaus ist nicht zu schwer (A), aber trotzdem etwas ausgesetzt. Klettersteigerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Ab dem Ausstieg aus dem Klettersteig wird es bis zum Gipfel hin recht leicht. Teilweise Rutschgefahr durch Gestein.
Bei Nässe, Schnee und Eis sehr gefährlich!
Die Wegfindung ist nicht schwer, da der Weg gut markiert ist und deutliche Trittspuren und Sicherungen den Weg markieren.

Einkehrmöglichkeit:

Kehlsteinhaus:
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkplatz Obersalzberg, 971m


GPS-Wegpunkt:

N47 36.774 E13 02.471  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis nach Berchtesgaden, vom Bahnhaus mit dem Bus zum Kehlsteinhaus.

Mit dem Pkw:

Zufahrt von Berchtesgaden. Die Bushaltestelle befindet sich etwas unterhalb des Parkplatzes. Wer auf dem ersten Parkplatz parkt, muss noch 5 - 10 Minuten weiter nach oben und dann wieder nach unten gehen. Mit dem Postbus (Fahrtzeiten siehe Kehlsteinhaus-Homepage) ) zum Fuße des Kehlstein, 1710m. Dann mit dem Lift hinauf zum Kehlsteinhaus, 1834m.


Ab Rosenheim: 100 Km / 1:15 Std
Ab München: 160 Km / 1:50 Std
Ab Bad Tölz: 145 Km / 1:50 Std
Ab Salzburg: 30 Km / 0:40 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz Obersalzberg, 971m


Ab dem Kehlsteinhaus dem Weg zum Kreuz und in gleicher Richtung weiter. Der Weg ist immer gut markiert. Zuerst auf grasigem Rücken, danach wird es interessanter. Der Steig enthält Leitern, Drahtseile und weitere Eisenhilfen. Es gilt, alle Mannlköpfe zu übersteigen. Eine Kriechstelle unter einem Fels hindurch, zwei dünne Felsspalten müssen durchquert werden. Einige wenige ausgesetzte Stellen, die Geschicklichkeit verlangen. Insgesamt ein Genuß für Eisenweg-Fans.
Der Klettersteig endet am Rauchfang in einer Höhe von 2245 m. Hier trifft man bald auf den Schustersteig, der vom Purtschellerhaus heraufkommt. Man geht durch leichtes Fels- und Schuttgelände über den breiten Rücken zum Gipfel. Die letzten 45 Minuten ziehen sich etwas hin.
Abstieg: dto.


Pressebericht:

Lebensrettende SMS vom Hohen Göll

Einem SMS-Hilferuf verdankt ein Bundeswehrsoldat aus der Strub sein Leben. Der Mann war vom Kehlsteinhaus über den Mannlgrat zum Hohen Göll aufgestiegen. Der 22-Jährige wurde am Montag, einen Tag nach dem Versenden der Nachricht an mehrere Freunde, im Rahmen einer aufwändigen Suchaktion am Hohen Göll von den Rettungskräften im Bereich der Göllsanden gefunden. Insgesamt hatte der Mann drei Nächte am winterlichen Berg verbracht und sich bei einem 80-Meter-Absturz an der Südwestseite des Berges schwere Verletzungen zugezogen. Bei dem gefährlichen Einsatz mussten die Helfer bei bitterer Kälte in bis zu eineinhalb Meter hohem Schnee waten.
(29. September 2004)


Geologie:

Die Berchtesgadener Alpen sind aus einem Tropenmeer entstanden. Wie das Kaisergebirge zeigt auch der Hohe Göll den massigen Gesteinsaufbau eines Korallenriffs. Es gibt einige Höhlen, die geschützt sind und zu den größten Höhlen Österreichs gehören: Die Gruberhornhöhle, der Jubiläumsschacht (Göll-Roßfeld, 1173 m), die Kamerschanenhöhle und die Schwarzbachhöhle.


Literatur:

Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin
Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger
von Kühnhauser, Bernhard
Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen
von Schöner, Helmut
Bildband:Das grosse Buch der Berchtesgadener Berge
von Mittermeier, Mittermaier
Karte:UKL 4 Berchtesgadener Alpen - Königssee - Bad Reichenhall

Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Panorama:


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Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Nach einer alten Sage soll einmal im 14. Jahrhundert ein Mädchen ihren treu ergebenen Freund auf den Hohen Göll geschickt haben, damit er ihr ein Edelweiß bringe. Sie wollte ihn jedoch verlassen und hoffte, dass er auf dem Berge verunglückt. Tatsächlich wurde er von einem riesigen Felsblock erschlagen. Zu spät erkannte sie ihren Fehler, denn eigentlich wollte er sie kurz zuvor noch vor einem Kriegseinfall des bayerischen Herzogs Ernst retten und sie von ihrer Alm fortbringen. Dieser kam auch noch in der selben Nacht und sie wurde mit ihrem Geliebten getötet.
Der bayerische Herzog war damals den Weg über die Schwarzbachwacht eingedrungen, die Alm des Mädchens heißt heute noch Mordaualm.