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Wahnsinnstour! #respekt#

Ich frage mich schon seit langem, wie viel Kaiser wohl ein "Normalbergsteiger" von Kufstein aus mit den Öffentlichen an einem Tag schafft. Bisher kenne ich nur Naunspitze und Stadtberg. Der Kaiser blieb mit sehnsüchtigem Blick außen vor!
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Wenige Tage vorher hatte sich jemand unten am Gamskarköpfl mit den Worten „von Kufstein nach Kufstein“ ins GB eingetragen – aber welche Route er wohl für den Rückweg gewählt hatte? Für mich jedenfalls bildet das Sonneck heute den östlichsten (Umkehr-)Punkt meiner Runde und ich habe mir überlegt den kompletten Westkaiser bis hinüber/-unter zum Hochegg zu überkraxeln. Die Überschreitung von Wiesberg und Hackenköpfe habe ich bereits mehrmals von der anderen Richtung aus gemacht und den weiteren Gratverlauf über den Scheffauer hinaus habe ich im Vorjahr bei zwei Touren erkundet – einmal bei meiner anderen großen Solo-Rundtour via Zettenkaiser (18.06.17) und das andere Mal als (weitere) “Abstiegsalternative“ vom Scheffauer (06.07.17).

Immer gen Westen, der Sonne entgegen, geht es mit kleineren Kraxeleinlagen über den Westkamm, um diese Zeit hätte ich kaum mehr mit „Gegenverkehr“ gerechnet, doch an der "Scheffauer Lucke" kommt mir ein älterer Bergsteiger entgegen, der immerhin noch via dem Güttlersteig und das Kaisertal hinaus zurück nach Kufstein möchte. Wenig später trage ich mich am Scheffauer (2111 m; 17:30 Uhr) in das GB ein, überprüfe kurz meine Konstitution und noch bevor die wohl letzten Tagesgäste zum Kreuz hochsteigen breche ich auf, um westlich in die „Grübler Lucke“ (ca. 1850 m; 18:15 Uhr) hinabzusteigen. Über den „Weg der Gämsen“ kraxele ich vorsichtig in der Südflanke und stehe wenig später ein weitere Mal in diesem Sommer am Gipfelkreuz des Zettenkaisers (1968 m; 18:45 Uhr). Dort nochmals die Konstitution geprüft ist für mich schnell klar den weiteren Westgrat noch „mitzunehmen“, schließlich habe ich extra für die kleine Schlüsselstelle noch den kurzen 11m-Strick als Abstiegserleichterung eingepackt. Im Vorjahr beim Versuch zu traversieren noch etwas verhauen kenne ich nun den Zacken über den es leichter oben drüber geht und nun stehe ich tatsächlich auf den Grüblerkaiser (1866 m; 19:45 Uhr). Inzwischen liegt der Hintersteiner See bereits im Schatten und im weichen Licht der demnächst untergehenden Sonne geht es geschwind über den letzten Gratausläufer, die Latschengasse und den Grat hinab zum Hochegg (1470 m; 20:15 Uhr) – just zu dem Zeitpunkt als die Sonne den entfernten Horizont berührt.
Endlich wieder ein „vernünftiger Weg“... – das Jaga-Brünndl spendet mir wieder das nächste Wasser, schmeckt aber ein wenig fad, ich freue mich auf ein kühles (und schnelles) Bier auf der Walleralm. Doch welche Enttäuscheung, dort ist um 20:45 Uhr alles verlassen, es gibt wohl keine Übernachtungsgäste, und auch bei der Stöffelhütte sind die Bänke bereits hochgeklappt. Schade, aber es hilft nix – ich überlege anhand der Karte welche weitere Route mich wohl am schnellsten nach Kufstein zurück bringt, entscheide mich dann aber doch für den aus dem Vorjahr bekannten Weg, den ich nun fast vollständig mit der Hirnbirn als Nachtwanderung über das Gehöft Köllenberg und die Locherer Kapelle zurücklege. Inzwischen merke ich auch die Höhenmeter des Tages und die zwei kleineren Gegenanstiege empfinde ich als unnötige Schikane. Es ist (doch erst) kurz nach 22:00 Uhr als ich die Innbrücke in Kufstein überquere, den vorletzten Zug habe ich damit knapp verpasst – dadurch aber die Zeit erhalten meinen Energiehaushalt mit einem Liter Bier und einer Pizza wieder aufzufüllen, bevor mich der letzte Zug des Tages kurz nach Mitternacht in Rosenheim absetzt.
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Vor genau zehn Jahren wurde im Kaisergebirge das jüngste Klettersteigprojekt (Infos mit Topo) realisiert und vor Jahren bereits wollte ich diesen anspruchsvollen, etwas abgelegenen Sportklettersteig (Übersicht: Rot=Klettersteig, Gelb=Güttlersteig) angehen, doch der erste Versuch mit Zustieg „von oben“ wollte aufgrund eines Gewitters nicht klappen – und danach ist er mir etwas aus dem Bewußtsein gerückt, hatte ich doch das „richtige“ Felskraxeln für mich entdeckt.
Die Wetterbesserung zum Feiertag „Mariä Himmelfahrt“ hatte sich verzögert, doch für den nächsten Tag war super-stabiles Sommerwetter angesagt – und dieses wollte ich nun nutzen, um zuerst den im kühlen Schatten der Nordwand gelegenen Klettersteig und anschließend vom Sonneck aus die komplette Gratüberschreitung nach Westen zu machen.

Mit dem Meridian geht es gleich mit dem ersten Zug des (Werk-)Tages nach Kufstein (480 m) und um 06:35 Uhr beginnt meine Solo-Tour am Bahnhof. Zuerst marschiere ich durch die morgendlich ruhige Fußgängerzone, um dann in nordöstlicher Richtung am Parkplatz des Brentenjoch-Liftes vorbei möglichst schnell den Ortsteil Sparchen zu erreichen (7:00 Uhr). Ein kurzer Blick auf die dortige Bushaltestelle zeigt mir, dass es womöglich auch eine (passende?) Busverbindung ab dem Bahnhof gegeben hätte (Stadtbus Nr. 2; Linie 4030), aber damit habe ich mich im Rahmen der relativ spontanen abendlichen Vorbereitung nicht beschäftigen mögen...

In der morgendlichen Kühle geht es zügig die Stufen zum Kaisertal hinauf und auf dem Fahrweg passiere ich den Pfandlhof. Kurz dahinter wähle ich den oberen Weg an der bekannten Antoniuskapelle (ca. 860 m; 8:15 Uhr) vorbei, denn beim nahegelegenen Hinterkaiser-Hof beginnt der historische Zugang in das hintere Kaisertal, sogar als „schöner Wanderweg“ ausgeschildert. Der Brunnen der Klaushütte (ca. 740 m; 8:45 Uhr), wieder unten am heutigen Hauptfahrweg, bietet mir eine kühle Erfrischung, doch die beiden Wasserflaschen bleiben weiterhin leer. Gleich nach dem gepflegten Karg-Gartl möchte ich den „markierten“ Aufstieg etwas abkürzen und wähle in südl. Richtung den Wirtschaftsweg in den Straßwalchgraben hinein. Am Wendepunkt parkt der „Jaga-SUV“, den ich zuvor unter mir vorbeifahren sah, hier beginnt ein unmarkierter, aber gut zu findender (Jaga-?)Steig hinauf zur direkt am Bettlersteig gelegenen Straßwalch-Jagdhütte (1117m; 9:45 Uhr). Ausgerechnet dort macht auch gerade eine größere (holländische?) Wandergruppe etwas lautstark Rast, doch während ich durch den Zaun hindurch meine beiden 1-Liter-Wasserflaschen am Brunnen befülle, ziehen sie weiter zur nächsten Berghütte...
Meine ältere AV-Karte verrät mir von der Jagdhütte aus eine „dünn-gepunktelte“, unmarkierte Abkürzung, um auf den Güttlersteig zu gelangen, ich suche etwas – und tatsächlich, auch der Jäger hat seit Urzeiten keine Lust das spitze Eck der markierten Wanderwege auszugehen. Zügig geht es im lichten Bergwald hinauf und ich hole einen anderen „Soloisten“ ein, dessen am Rucksack befestigter Klettergurt mir verrät, dass Andi und ich das selbe Ziel ansteuern. Gemeinsam steigen wir über das Schuttkar zum Einstieg des Kufsteiner Klettersteigs (ca. 1600 m; 11:15 Uhr).

Dieser beginnt im unteren Teil relativ zahm, ohne Klettersteig-Seil ist es I-er und II-er Kraxelgelände – und so suche ich mir meine Route beiderseits des Seiles bis unterhalb der sog. „Schwarzen Wand“ meißt selbst. Den Klettersteig jeweils alleine zu durchsteigen wäre mental etwas anspruchsvoller, so aber haben wir uns zusammen geschlossen, sollte irgend etwas passieren, wäre Unterstützung nahe. Ich versuche möglichst viel an den Fels zu greifen, doch einige glatte Passagen verlangen den beherzten Griff ans Stahlseil oder den Tritt auf die Stahlbügel. Nach gut zwei Stunden steigen wir hinter dem Gipfelkreuz aufs Untere Gamskarköpfl (1975 m) hinaus und machen dort etwa eine halbe Stunde Pause, die Ausrüstung wegpackend. Kurz zum Normalanstieg Güttlersteig absteigend geht es auf diesem etwa eine Stunde hinauf zum Gipfelkreuz des Sonnecks (2260 m; 15:00 Uhr) – dort werden sich unsere Wege wieder trennen.

(Fortsetzung folgt)
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Ausrüstung / Kleine Ursache, große Wirkung?
« Letzter Beitrag von wim43 am Gestern um 19:31 »
Eigentlich etwas Selbstverständliches?

Wer wie ich bei entsprechender Wege-Wahl gerne Wanderstöcke einsetzt, ist gut beraten, spätestens bevor man losgeht, die Festigkeit seiner Einstellungen zu prüfen. Ich persönlich benutze Stöcke mit dem Quick Lock System, nehme sie normalerweise zusammengeschoben aus dem Auto und stelle die Höhe jeweils nach dem zu erwartenden Gelände ein. Ausgefahren und den Hebel bis zum Anschlag umgelegt, schon passt es!?

Mir ist gestern passiert, dass ich auf einem Steig eine sumpfige, sehr glitschige Stelle etwas umgehen wollte und dabei über Wurzelwerk und Baumreste unter vollem Einsatz meiner Stöcke auswich und über einen kleinen Absatz wieder auf den Steig zurück wollte. Das war mit einer Stufe nach unten verbunden, die dann noch einen kleinen Sprung über eine morastige Stelle erforderte, nur machbar mit dem Einsatz des linken Stocks, der das volle Körpergewicht abbekam. Ich war da bereits gute vier Stunden mit viel Einsatz der Stöcke unterwegs und hatte volles Vertrauen in sie. Doch in dem Moment, wo mein ganzes Gewicht auf diesem einen Stock lag, gab die untere Arretierung nach, der Stock schob sich zusammen und ich lag auf der anderen Seite des Steigs, Gottseidank  war es nur eine mäßig steile Wiese, in der ich landete und die Landung im Sumpfloch blieb mir erspart.

Zuhause habe ich mir alles nochmal in Ruhe angeschaut und dabei festgestellt, dass drei der vier Justierschrauben für die Schließhebel gut fest waren, der vierte Übeltäter aber sich sogar von Hand drehen ließ. Normalerweise haben ja diese Stellschrauben einen Schlitz, der auch für dünne Münzen geeignet ist, leider hat man nicht immer die passende gerade im Hosensack.

Was will ich damit sagen? Siehe Thema meines Beitrags, an anderer Stelle passiert, kann so etwas dramatische Folgen haben. Ich werde zukünftig schon beim Packen meines Rucksacks auch die Festigkeit meiner Stöcke prüfen, das passiert mir nicht mehr. 
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Wer war wo? / Bayerischer Wald: Lusen vom Sagwassertal aus
« Letzter Beitrag von Kalapatar am Gestern um 18:44 »
Servus Beinand

Dann noch auf den Lusen. Dieses Mal am Sagwasser entlang. Start war der Sagwassser PP an der Nationalparkstraße. Bald trifft man auf ein kleines Kreuz. Hier wurde ein Wilderer von einem Förster erschossen.  Auch hier trifft man nach ca. 1h auf eine Klause: die Sagwasserklause. Sie wurde als eine der letzten Klausen zwischen Rachel und Dreisessel errichtet um damit das Windbruchholz nach dem großen Sturm im Oktober 1870 abtransportieren zu können. Im Herbst 1872 konnte die Klause erstmals „gezogen“ werden (8m breit, 22m lang, 4,5m hoch). Die letzte staatliche Holztrift am Sagwasser erfolgte im Jahre 1907.
Nach einer weiteren Stunde trifft man auf den Weg, der von Waldhäuser heraufkommt und ist bald am Lusenschutzhaus. Zuvor kommt man an einer Wildkamera vorbei, nicht die erste die ich im Bayerischen Wald gesehen habe. Noch immer soll sich ja ein entlaufener Wolf in der Gegend aufhalten.
Nach einer Brotzeit mit WB ging es auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Viele Grüße, KaPa
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Wer war wo? / Bayerischer Wald: Siebensteinkopf
« Letzter Beitrag von Kalapatar am Gestern um 18:41 »
Servus Beinand

Eine andere Tour ging zum Siebensteinkopf an der tschechischen Grenze. Start war in Mauth am Wistlberg Parkplatz. Auf dieser Tour kommt man an drei Klausen vorbei:

Die Holzwirtschaft drang im 18. Jhdt immer tiefer in den Bayerischen Wald vor. Für die Holztrift wurden Bachufer befestigt, Kanäle und Klausen (Staubecken) gebaut. Mit dem Ende der Trift in den 1950er Jahren verloren die Trifteinrichtungen ihre eigentliche Funktion. Im Nationalpark profitieren von den Klausen als künstliche Stillgewässer viele Tiere wie z.B.Libellen.
Vom PP ging es erst mal zur Alten Klause. Bereits 1841 wurde hier ein hölzernes Bauwerk zur Wasserrückhaltung gebaut, jedoch 14 Jahre später wieder abgerissen. Dann geht es am Schwellbach entlang bis zur Reschenbachklause, 1860 als Ersatz für die Alte Klause erbaut. Die Staumauer aus Granit hält 15.000 Kubikmeter Wasser zurück. Weiter ein kleines Stück an der tschechisch, deutschen Grenze entlang bis zum Gipfel des Siebensteinkopf. Sieben, teils zugewachsene, Felsen unterhalb des Gipfels gaben ihm seinen Namen. Nach einer kurzen Rast ging es bergab, man überquert die Fahrstraße nach Tschechien und trifft dann auf die dritte Klause heute, die Teufelsbachklause. Es dauerte 24h bis die Teufelsbachklause gefüllt war; dann wurden die Verbindungsstopfen gezogen und der Wasserschwall aus der Klause schwemmmte das Holz talwärts.
Über das Finsterauer Filz ging es dann zurück zum Ausgangspunkt. Wie immer sind die Wege sehr gut ausgeschildert und man findet kluge Erklärungen zu Eigenheiten der Gegend.

Viele Grüße, KaPa
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Wer war wo? / Bayerischer Wald: Finsterauer Rachelsteig
« Letzter Beitrag von Kalapatar am Gestern um 18:38 »
Servus Beinand

Wieder einmal im Bayerischen Wald.

Dieses Mal bin ich von Finsterau auf den Rachel gewandert: Finsterauer Rachelsteig. Nachdem man ca. 1h durch Laub und Fichtenwälder hochsteigt, öffnet sich der Blick und man ist sich plötzlich bewusst, dass man hier im Nationalpark ist. Deutlich ragen die abgestorbenen Baumstämme in den Himmel. Schaut schon manchmal ganz schön beeindruckend aus. Dazwischen wächst aber inzwischen neuer Wald nach. Das Waldschmitthaus unter dem Gipfel ist auch wieder geöffnet und hat einen neuen Pächter.
Man kann jetzt auch zum Finsterauer Trinkwasserspeicher absteigen, ich bin jedoch auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Viele Grüße, KaPa
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Bergtouren / Re: Wie sind die Verhältnisse im Steinernen Meer?
« Letzter Beitrag von schneerose am Gestern um 17:39 »
Nicht in den letzten Wochen, aber zur Info :
Am Ingolstädter und Riemannhaus gibt's Wasser soundso nicht kostenlos, dafür muss man zahlen.

Viel Spaß und ich freu mich schon mal auf den Bericht  :).
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Wer war wo? / Urlauber stürzt am Ostufer des Königssees ab
« Letzter Beitrag von Bergfuzzi am Gestern um 17:32 »
Zitat
Schönau am Königssee

Vier junge Männer wollten am Ostufer bis nach Sankt Bartholomä, den See schwimmend zur Halbinsel Hirschau durchqueren und dann vermutlich die Watzmann-Ostwand gehen. Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz, um einen schwer verletzten Mann zu retten.


Quelle:

https://www.chiemgau24.de/bayern/schoenau-koenigssee-urlauber-schwer-verletzt-mehrstuendiger-einsatz-retter-10131900.html
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Wer war wo? / Re: Friedensweg am 16. August 2018
« Letzter Beitrag von eli am Gestern um 12:09 »
Salam beinand!

Die Bilder l und m zeigen im Sommer eine friedliche Gegend,  #gams# aber im Winter steppt hier der Bär, der Skibär!  #muskelkater# Die Namen sagen alles : Zauchensee, Flachau, Wagrain, St.Johann…, Klein -/Großarlertal … Und im Hintergrund dann die Lungauer Berge, meine zweite Bergheimat mit Weißeck Mosermandl… .

Daneben dann noch die Höllwand ( Paarseen, Schuhflicker , Heukareck …)  , deutlich ruhiger.   #katze2#

Bild n : A Lackn, daneben kann man gut flackn !  ;D

Bild oh: Hochkönig und Heinrich - Kiener Haus

Bild p : Die schön gelegene St. Vinzenzkapelle, ein wunderschöner Platz zum Rasten und Schauen.  #sonne1#

Hawedere bis später

eli
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