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Autor Thema: Rosskaiserköpfe am 01.10.2019  (Gelesen 242 mal)

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Offline BFklaus

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Rosskaiserköpfe am 01.10.2019
« am: 02.10.2019, 13:33 »
Der Rosskaiser ist das östlichste Anhängsel des Zahmen Kaisers und führt zwischen den Kesselschneiden und dem Tiroler Heuberg ein ziemlich einsames Dasein. Die prominentesten Gipfel des nordöstlich verlaufenden Rosskaiserkamms sind der Kleine (1922 m) und der Große Rosskaiserkopf (1978 m) an seinem westlichen Ende. Richtung Heuberg sind aber noch weitere (namenlose) Gipfel erkennbar, davon mindestens zwei bekreuzte. Über diese gibt es allerdings wenig zugängliche Information.

Ich startete oberhalb von Walchsee an einem kleinen Parkplatz im Wald, direkt vor der Schranke, und folgte einem Steiglein entlang des Erzbachs hoch zur Gwirchtalm. Am Gebäude der Großmoosenalm bog ich auf den roten (T2) Steig zur Kleinmoosenalm (Kleinmoseralm) ab. Der Steig ist frisch markiert und führt in leichtem Auf und Ab durch lichten Wald zum Almgelände. Von dort sieht man schon den Großen Rosskaiserkopf (links im Bild) hinter der bunten Pracht des Herbstlaubs.
 
01_Großer_Rosskaiserkopf.jpg


Die Kleinmoseralm ist eine Selbstversorgerhütte der DAV-Sektion Oberland, zumindest lässt ein älteres Blechschild an der Seitenwand darauf schließen. Auf der sonnigen Bank mit Feldberg- und Kaiserblick kann man es gut aushalten, Trinkwasser ist reichlich vorhanden. Die himmlische Ruhe wurde nur durch Jodelversuche einer großen Wanderergruppe auf dem Feldberggipfel gestört #hihi#.
Frisch gestärkt stieg ich über die Almwiesen Richtung Rosskaiser auf. Der breite Latschengürtel machte mir ein wenig Ärger. Nach zwei Sackgassen fand ich erst im dritten Versuch einen gangbaren Durchschlupf :(. Der von unten unüberwindbar scheinende Felsriegel wird über eine schrofige Rinne recht einfach geknackt und man erreicht dann eine Almwiese mit den beiden Rosskaiserköpfen am Rand, links der Große, rechts der Kleine.
 
02_Großer_und_Kleiner_Rosskaiserkopf.jpg


Beim Großen muss an der Schlüsselstelle etwas Hand angelegt werden. Den Gipfel hatte ich für mich alleine. Der Blick zum Ostkaiser mit dem Griesener Kar ist einmalig schön.
 
03_Großer_Rosskaiserkopf.jpg


Ich blieb fast eine Stunde lang hocken, bis ich zum Kleinen Rosskaiserkopf rüber wechselte. Auch von dort ist der Ausblick großartig. Heuberg, Walchsee, Geigelstein und Hochplatte unter weißblauem Himmel: da geht einem das Herz auf, wie einem alten Schlappen die Sohle #lacher#.
 
04_Kleiner_Rosskaiserkopf.jpg


Natürlich schaute ich auch nach einem Grat-Übergang zum Jöchl. Leider ist der Kammrücken überwiegend latschenbedeckt. Man glaubt zwar, abschnittsweise enge Latschengassen erkennen zu können, aber ganz ohne blutige Latschenkämpfe, da war ich mir sicher, wäre eine NO-Überschreitung nicht machbar.
Dass die Rosskaiserüberschreitung kein Spaziergang ist, legt auch der drei Jahre alte Beitrag von geroldh nahe, #danke1# Gerold!.
Anstatt mir also den wunderschönen Tag mit kraftraubenden Abenteuern noch zu versauen, stieg ich lieber auf dem "Normalweg" wieder zur Kleinmoseralm ab. Der Kaiser wird jetzt von der Nachmittagssonne beleuchtet, davor positionieren sich Feldberg (links) und Stripsenkopf (rechts) mit der Hochalm im Vordergrund.
 
05_Ostkaiser.jpg


Von der Kleinmoseralm wanderte ich schließlich auf markiertem Steig runter ins Habersautal, lief auf dem Fahrweg bis zur bewirtschafteten Habersaualm und von dort wieder hinauf zur Gwirchtalm.

roBerge.de

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« am: 02.10.2019, 13:33 »