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Autor Thema: Morgenköpfl (Tuxer Alpen) am 25.07.2019  (Gelesen 226 mal)

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Offline Reinhard

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Morgenköpfl (Tuxer Alpen) am 25.07.2019
« am: 26.07.2019, 23:13 »
Am zweiten Tag meines Aufenthalts im Meissner Haus war das ursprüngliche Ziel der Morgenkogel (2607 m). Ein gut sichtbares gelbes Schild unterhalb des Hauses weist den Weg, der zuerst durch ein Gatter führt und sogleich steil bergauf verläuft. Im untersten Bereich (also die ersten 20 Minuten ab dem Niederleger) bedeckten so viele Äste und Gehölz großflächig den Boden, sodass der Weg nicht mehr erkennbar war. Hinzu kamen die Stapfen der dort grasenden Kühe. Ich bin dann einigen deutlich sichtbaren Wegweisern nach Südwesten gefolgt und habe erst später gemerkt, dass ich auf dem falschen Weg war, nämlich in Richtung Profeglalm. Aber da war es für eine Umkehr zu spät. Ich bin dann, immer wieder weglos, zu dieser wieder abgestiegen und habe mir dann das Morgenköpfl als Ziel vorgenommen, was sich nachträglich als schöne Tour entpuppte. Zuerst auf Forststraße, dann auf weichem, aber steilen Waldboden, ging es dem Gipfel entgegen.

20 Minuten vor dem Gipfel lichtet sich der Wald, und man betritt den Hühnerbichl, eine schöne, leicht bewaldete Lichtung mit guter Aussicht auf die Serles und das Wipptal mit der Europabrücke. Bald kommt auch der felsige Gipfelaufbau mit dem großen Metallkreuz in Sicht:

 
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Eine kleine, aber harmlose Kraxelei (I) ist angesagt. Der Gipfel bietet für genügend Personen Sitzmöglichkeiten auf den Felsen - aber ich war der einzige weit und breit.

 
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Anschließend verläuft dann eine harmlose, aber überraschend aussichtsreiche Gratwanderung Richtung Überfallgründl. In der Mitte das Morgenköpfl, links die Stubaier Alpen mit der Serles, rechts im Hintergrund das Karwendel. Links das Wipptal, rechts das Inntal.

 
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Das obere Ende des Überfallgründl bildet das Joch zwischen Morgenköpfl und Morgenkogel mit großem Steinmann und Schilderwald. Eigentlich wären es zum Morgenkogel, meinem ursprünglichen Ziel, nur noch 300 Höhenmeter gewesen. Aber da der Wasservorrat fast erschöpft war und sich die Hitze auch hier oben auf 2300 m bemerkbar machte, entschied ich mich, den Gipfel für ein anderes Mal aufzuheben. Evtl. in Verbindung mit dem Signalkopf und der Kreuzspitze (2746 m). Ich bog also nach links in das Tal des Profegelbaches ab. Bei einem großen Felsblock sah man schon von weitem ein gelbes Schild, hier stand jedoch nur der Wegweiser "Kleine Tälerüberschreitung". Auf meiner Karte gab es keinen Weg nach Norden zum Meissner Haus. Da das Gebiet der Ochsenalm recht übersichtlich aussah (steppenähnlich, niedrige Latschen und Sträucher, gute Sicht zum Viggartal), ging es also auf teilweisen Stapfspuren über die Ochsenalm auf den Westhang des Signalkopfes zu. Das Foto zeigt die Ochsenalm mit Patscherkofel (links) und Westhang des Signalkopfes (rechts):

 
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Dort begann auch wieder ein auf der Karten ausgewiesener Pfad, der schließlich hinab zum Viggar-Niederleger und zum Meissner Haus führte. Allerdings ist der Weg ab der Höhe des Signalkopfes extrem schlecht sichtbar, da er oft nur fußbreit oder sogar ganz zugewachsen ist. Trotz Navi hatte ich mich mehrmals verstiegen, ohne Navi sicher öfters. Hilfreich wären hier einige Wegweiser oder mehr als die zwei farbig markierte Pfosten.

Wer diese sehr schöne Runde einmal nachgehen will, sollte die Profelglam als Startpunkt wählen. Sie ist auch gut als Bike&Hike-Tour geeignet, da man bis zum Beginn des Waldsteiges auf der Forststraße auffahren kann - zum größten Teil (bis zur Profeglalm) offiziell für Mountainbikes ausgewiesen.

Da ich nicht zu spät unterwegs war, entging ich gerade noch der Nachmittagshitze. Nach einer Erfrischung ging's dann mit dem Bike über die offizielle Almstraße hinunter zum Ausgangspunkt (die Auffahrt am Vortrag erfolgte direkt durch das Viggartal).

Statistik: ca. 11 km, 900 hm (jeweils ohne Abfahrt nach Mühltal)
Karte von https://geo.dianacht.de/topo/

 
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roBerge.de

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« am: 26.07.2019, 23:13 »