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Autor Thema: 01.07.18: Kaisergebirge: Stromloses Radeln & leichtes Kraxeln am Zettenkaiser  (Gelesen 539 mal)

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Offline geroldh

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    • climbing Chulu Far East (6059m), Annapurna Himalaya, Nepal (Okt.2007)
Nachdem wir am Vortag im Bergblumenparadies #fruehling2# am Hochgern in den Chiemgauer Alpen unterwegs waren, zog es uns am Sonntag an den (leichten) Fels.

Am Hintersteiner See (ca. 880m) vorbei radeln #biken# wir an das Ende der Fahrstrasse und von dort (ohne Strom) auf dem Versorgungsweg hinauf zur Walleralm (ca. 1180m). So vermeiden wir den an diesem Sommertag gut besuchten Wanderweg ab Freibad/Seestüberl, trainieren auch mal andere Muskeln – und haben es vor allem beim „Abstieg“ angenehmer... :D
Für viele Sonntagswanderer wird das bewirtete Almgebiet und der nahe „Gipfel“ Kreuzbichl (Kreuzbühel; 1206m) das Tagesziel sein, wir aber steigen an der Quelle „Jaga-Bründl“ vorbei zum Sattel bzw. „Gipfel“ des Hocheggs (1470m) hinauf. Hier beginnt unsere kleine Rundtour mit einem gemächlichen Abstieg zur Kaindlhütte (1293m), an der nochmals die Trinkflasche gefüllt wird. In südl. Richtung führt uns der Steig durch den Bergwald hinauf an den Rand des „Großen Friedhofs“ und weiter zur kleinen Scharte am Übergang zum „Kleinen Friedhof“. Dieses Geröllfeld streifen wir auf Trittspuren ostseitig, um an den Einstieg des sog. „Nordwandsteigs“ zu gelangen, den wir auch mal erkunden wollen – nützliche Hinweise hierzu hatten wir bei dieser Tourenquelle erhalten. In der Tat unterstützen alte, tw. verblassende Markierungspunkte bei der Routenfindung durch das überwiegend leichte Kraxelgelände. Die etwas anspruchsvolleren, kurzen beiden IIer-Stellen sind als „Prüfung“ kurz oberhalb des Einstiegs (ggfs. kann auch mit Seil an den wenigen Haken/Ringen gesichert werden). Das Hinausqueren nach rechts aus einer kleinen Rinne mit linksseitiger glatter Platte etwa am Übergang zum letzten Steig-Drittel ist in der Tat etwas unübersichtlich, wird aber noch einigermaßen rechtzeitig bemerkt. In unmittelbarer Nähe des Gipfels gelangen wir auf den „Normalweg“ und steigen über die letzte kleine Felsstufe zum Kreuz des Zettenkaisers (1968m) hinauf.
Die Fernsicht ist wie meist im Sommer ziemlich eingetrübt, insbesondere in Richtung Alpenhauptkamm. Dafür wurde an Sonnwend in der Vorwoche - wohl durch den einsetzenden Regen sind die Fackeln nur zur Hälfte abgebrannt - das Gipfelbuch von der Bergwacht Kufstein neu aufgelegt, mein Eintrag auf der ersten Seite wird wohl über viele Jahre dort oben bestehen bleiben...
Über den Grat mit schönem Blick hinab zum smaragdfarbenen Hintersteiner See geht es kraxelnd etwas in westl. Richtung und dann auf dem markierten Normalweg „Riegensteig“ hinab bis kurz oberhalb des „Kleinen Friedhofs“. Ab hier folgen wir Steigspuren durch Latschengassen und kleinen Geröllrinnen in nordwestl. Richtung hinab, die sich später im Gras verlaufen – aber die Richtung haltend, gelangen wir dennoch weglos auf den Sattel des Hocheggs, von dort auf dem Wanderweg zur Walleralm zurück und schließlich auf den Radln mit kurzen Gegenanfahrten hinab zum Hintersteiner See.
Schee war's in den "(Nord)Tiroler Dolomiten"... :laugh:

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« am: 02.07.2018, 22:35 »