Dummy

Autor Thema: Piepser-Lawinenairbag oder Lawinenball?  (Gelesen 5488 mal)

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Armin

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Piepser-Lawinenairbag oder Lawinenball?
« am: 28.09.2003, 18:09 »
Lawinenversuche Davos 2001
Lawinen-Airbag:
Wie bereits 1995 konnten auch bei diesem Versuch die Lawinen-Airbags die Ganzverschüttung nicht verhindern.  Nur 1 Airbag-Dummy wurde "aufgrund der geringen Ablagerungstiefe" (0,3- 0,5 m) nicht verschüttet. Die Kopfverschüttungstiefen der anderen 3 Airbagdummies betrugen 2 x 50 cm und 1 x 60 cm! Von einen Oben bleiben heißt überleben, also keine Spur! Weiter wurde beim Lawinenversuch  wie bereits 1995 einem Airbagdummy  der 75 lt. Ballon vom Rucksack gerissen und der Dummy dabei ganzverschüttet.

Piepser
Beim gegenständlichen Versuch  wurden 3 von 4 Dummies, welche nur mit LVS-Geräten ausgestattet waren, weniger tiefer verschüttet (20 cm 30 cm und 50 cm) als die 3 ganzverschütteten Dummies mit den Airbags! Jedoch wurde die Bergezeit der Dummies nicht dokumnetiert. Laut Dieter Stopper war es nahezu unmöglich die Dummies rechtzeitig zu finden. (Datenquelle: SLF-Bericht)

Wie in den Videos vom Lawinenversuch 2001 zu sehen war, schauten lediglich Ballonteile der Airbags aus dem Schnee, die Dummies waren ganzverschüttet und nicht zu sehen. Auch wenn nur eine geringe Schneemenge nachgeflossen wäre, (was nicht unwahrscheinlich ist) wären hätte man auch die Dummies samt den Airbags mit den LVS-Geräten suchen müssen.

Wie lange die Bergung in diesem Fall gedauert hätte, wüsste man, wenn das SLF die Ausgrabezeiten der LVS-Dummies im SLF Bericht mitdokumentiert hätte. Gezeigt wurde dann einer der 3 ganzverschütteten Dummies mit dem Airbag, welcher im Fußbereich und auch im Kopfbereich freigeschaufelt wurde. Müssen im Ernstfall die Helfer bei der Bergung unter Umständen gleich 2 x 60 cm tief graben, weil man nicht weiß auf welcher Seite des Airbags sich der Kopf des Verschütteten befindet?

Lawinenball:
Gut zu sehen war im Video auch ein K2 avalanche ball. Was war passiert, als nach Stillstand der Lawine bei diesem System noch massenhaft Schnee nachfloss?
Der Ball wurde von der Lawine nicht verschüttet, sondern auf den Gegenhang geschoben und zeigte durch die Verbindungsleine die Position des Verschütteten genau an. Die K2 avalanche ball Dummies konnten laut SLF binnen kürzester Zeit geborgen werden. (Verschüttungstiefen der Dummies 25 cm und 80 cm)

Es stellt sich die Frage: Sind die Verschüttungstiefen oder die Verschüttungszeit das Hauptproblem? Die 729 Ganzverschütteten in der Schweiz von 1980-1999 wurden ja im Mittel lediglich 70 cm verschüttet aber im Mittel erst nach 40 Minuten geborgen (Daten vom SLF).

Die Diskussion ist eröffnet!

roBerge.de

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« am: 28.09.2003, 18:09 »

steve

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Re:Piepser-Lawinenairbag oder Lawinenball?
« Antwort #1 am: 05.10.2003, 21:57 »
Das SLF schreibt in seinem Forum: Tatsaechlich ist die Situation, dass ein Dummy (bei den Lawinenversuchen) nicht verschüttet war (in dem Sinn, dass der Kopf frei war und sich die dem Dummy entsprechende Person selbst befreien haette koennen) in den bisherigen Versuchen eher nicht die Regel, sondern die Ausnahme (von insg. 13 Versuchsdummies bis auf 2 alle ganzverschüttet. Die 2 konnten jedoch aufgrund der geringen Lawinenablagerung überhaupt nicht verschüttet werden! Bekannt seit 1995. Die Vereine der Alpen und der Hersteller schreiben aber trotzdem, das der Lawinenairbag die Verschüttung verhindern kann. Sie finden ja immer noch genug Deppen die glauben für viel Geld was schweres herumschleppen zu müssen.