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Autor Thema: Zwölferspitz – Hochplatte – Friedenrath am 04.09.2017  (Gelesen 516 mal)

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Offline BFklaus

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Einsamer Aufstieg, touristischer Abstieg: so könnte man diese Runde über die Hochplatte zusammenfassen.

Wir starteten am fast noch leeren Parkplatz der Hochplattenbahn und liefen zunächst auf dem Forstweg Richtung Raiten/Kaiserblick. An einer 90°-Kurve bogen wir auf den unauffälligen Jägersteig ab, der zum Ostgrat der Hochplatte hinauf zieht. Am Kammrücken angekommen sahen wir schon unser Ziel für den Nachmittagskaffee vor uns, die Staffenalm mit dem Groß-Staffen und dem Chiemsee dahinter (Foto 01).  Vorher mussten wir aber noch reichlich schwitzen.
 
01_Staffen.JPG


Der Abstecher zum Zwölferspitz ist ein absolutes Muss. Die Aussicht auf die Zwillingswand (Foto 02) mit Rudersburg, Feldberg und Kaiser im Hintergrund ist einfach großartig, sogar wenn es etwas diesig ist.
 
02_Zwillingswand.JPG


In einer guten halben Stunde war dann der Gipfel der Hochplatte erreicht, den wir für zehn Minuten für uns allein hatten. Wir genossen den Blick rüber zur Kampenwand (Foto 03), mit der Piesenhauser Hochalm darunter.
 
03_Kampenwand.JPG

Als sich der Gipfel dann langsam mit Wanderern füllte, stiegen wir nordseitig zum Almgelände ab, wo wir uns den kritischen Blicken eines Almbewohners stellen mussten (Foto 04).
 
04_Almbewohner.JPG


Am Haberspitz vorbei ging es dann zum Friedenrath hoch, der einen überragenden Blick auf den Chiemsee bietet (Foto 05).
 
05_Friedenrath.JPG

Hier könnte man stundenlang sitzen und schauen. Kaffee und Kuchen auf der Staffenalm zogen uns aber magisch nach unten. Die Alm-Terrasse war sehr gut besucht, trotzdem klappt der Service wie am Schnürchen, dazu noch aufmerksam und freundlich – was will man mehr?

Beim Runtergehen auf der Forststraße zurück zum Parkplatz durften wir den neuesten Schrei der Bergabenteuer-Industrie live miterleben: das Mountaincart. Vierzehn behelmte Personen, die alle den Rennfahrer in sich entdeckt haben (Veranstalterwerbung), rasten in einem Höllentempo mit ihren Dreirädern an uns vorbei. Nach diesem Erlebnis werde ich auch dem aggressivsten Downhill-Biker in Demut begegnen. Ich weiß jetzt, dass es noch viel schlimmer geht.

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« am: 05.09.2017, 17:44 »