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Autor Thema: Berchtesgadener Hochthron über den Großen Rauhenkopf am 26.06.2017  (Gelesen 1011 mal)

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Offline BFklaus

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Ich parkte Punkt 7:30 Uhr am großen, schattigen, kostenlosen Parkplatz am Aschauer Weiher. Der Plan war, nach der Tour, gegen 17 Uhr, zum günstigeren Spättarif noch eine Runde mit Watzmannblick zu schwimmen.

Der Aufstieg zum Großen Rauhenkopf verläuft überwiegend durch Wald. Es war angenehm kühl, der Weg ist gut zu finden und schön zu laufen. In knapp drei Stunden hatte ich den Gipfel erreicht, den ich mit zwei netten jungen Frauen teilen durfte. Allein der Ausblick auf den Watzmann (Foto 01) lohnt den Aufstieg. Aber auch die anderen Berchtesgadener, vom Göll bis zur Reiteralpe, sind bestens zu sehen.
 
01_Grosser_Rauhenkopf.JPG


Der Weiterweg Richtung Gatterl folgt überwiegend dem Kammrücken nach Norden. Auf einem schmalen Steiglein geht es mehrfach steil Auf und Ab. Die schwierigsten Abschnitte sind dabei mit Stahlseilen versichert (Foto 02).
 
02_Zwischenabstieg.JPG

Nach einer Stunde hatte ich den südöstlichsten Rand des Almgeländes erreicht und das Stöhrhaus hinter Nebelschwaden im Blick (Foto 03).
 
03_Stöhrhaus.JPG


Ab Gatterl ist man nicht mehr allein. Der Berchtesgadener Hochthron ist ein – bei Einheimischen wie Touristen – zu Recht sehr beliebter Aussichtsgipfel. Mir gelang trotzdem ein menschenleeres Gipfelfoto (Foto 04). In der Bildmitte ist der Große Rauhenkopf zu erkennen, mit dem Kammrücken zum rechten Bildrand hin. Im Hintergrund posieren Watzmann und Hochkalter.
 
04_Berchtesgadener_Hochthron.JPG


Der ohnehin wuselige Gipfelbetrieb wurde durch die Anwesenheit eines Fernsehteams noch unruhiger. Mit Thomas Huber und seinem gleichnamigen Vater dreht der BR gerade einen Film für die Reihe „Lebenslinien“. Als dann eine Kameradrohne laut surrend umher flog, wich ich aufs Stöhrhaus auf einen Kaffee mit Kuchen aus, man ist ja flexibel.

Nachtrag: Link zu den "Lebenslinien" vom 27.05.2019, Thomas, der Huberbua, in der BR-Mediathek. Online bis 20.05.2020.

Auf dem Rückweg kam ich nicht umhin, durch das Mittagsloch abzusteigen (Foto 05).
 
05_Mittagsloch.JPG

Der ziemlich ausgesetzte Steig ist im Abstieg nicht einfach zu gehen. Es gilt, wegen des darunter verlaufenden Normalwegs absolut keinen Steinschlag auszulösen, was in den gerölligen Passagen sehr viel Konzentration verlangt. Nicht bedacht hatte ich den gehörigen Umweg, den der Abstieg durch die kleine Höhle mit sich bringt. Man muss nämlich bis zum Scheibenkaser runter und dann wieder rauf zum Stöhrweg.

Pünktlich zum Betriebsschluss des Aschauer Weihers um 19:30 Uhr erreichte ich den Parkplatz …

roBerge.de

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« am: 27.06.2017, 12:12 »

Offline Zeitlassen

  • roBergler
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  • ...und immer schön zeitlassen...
Danke für den Bericht!
Vor 7 Jahren habe ich die Tour auch gemacht, aber mit Abstieg vom Scheibenkaser durch die Almbachklamm.
Auch bei mir mit Verspätungen, allerdings durch die Cyrills Sturmschäden auf dem Almgelände, wo man kraftraubend über die umgefallenen Baustämme klettern musste.
Wie sieht es dort heute aus, kann man über die Alm zwischen Rauhekopf und Gatterl wieder bequem wandern?
Gab es in der Quelle am Blauen Kasten Wasser?

Offline BFklaus

  • roBergler
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  • Geschlecht: Männlich
Danke für den Bericht!
Vor 7 Jahren habe ich die Tour auch gemacht, aber mit Abstieg vom Scheibenkaser durch die Almbachklamm.
Auch bei mir mit Verspätungen, allerdings durch die Cyrills Sturmschäden auf dem Almgelände, wo man kraftraubend über die umgefallenen Baustämme klettern musste.
Wie sieht es dort heute aus, kann man über die Alm zwischen Rauhekopf und Gatterl wieder bequem wandern?
Gab es in der Quelle am Blauen Kasten Wasser?
Servus Zeitlassen!
Danke für deine Rückmeldung!

Den Abstieg vom Scheibenkaser durch die Almbachklamm über Maria Gern zurück zum Aschauer Weiher habe ich mir auch kurz überlegt, war mir aber dann unsicher, ob das viel Zeitgewinn bringt. Besser wäre der direkte Abstieg, fast in Falllinie vom Mittagsloch, auf den Normalweg gewesen (Foto 06). Die Pfadspuren mit einer kleinen Tafel habe ich aber erst von unten gesehen.
 
06_Abkürzung.JPG


Das alte Windbruchgebiet ist immer noch deutlich erkennbar. Der Steig ist aber sehr gut zu gehen, ohne über Baumstämme klettern zu müssen. Dort sind jetzt sehr viele Blumeninseln gewachsen (Foto 07).
 
07_Bleamerl.JPG


Die Quelle am Blauen Kasterl (Foto 08) hat noch gesprudelt. Netter Halbzeitpausenplatz auf dem Weg zum Großen Rauhenkopf!
 
08_Blaues_Kasterl.JPG


Schönen Gruß
Klaus