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Autor Thema: Heli muss in Dunkelheit bis auf drei Meter an Wand heranfliegen  (Gelesen 1327 mal)

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Offline Bergfuzzi

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Zitat
Marktschellenberg
Ein 28-jähriger Mann aus dem Landkreis Traunstein verdankt sein Leben wohl dem perfekten Können des Piloten von Rettungshubschrauber "Christoph 14" und der Bergwacht Marktschellenberg.


 #gutgemacht#

Quelle:

https://www.bgland24.de/bgland/region-berchtesgaden/marktschellenberg-ort51527/marktschellenberg-spektakulaere-rettung-bergsteiger-traunstein-hochthron-7697712.html

Zitat
Der junge Mann war laut einem Bericht der Presseagentur Aktivnews am Sonntagvormittag zu einer Winterbegehung des Marktschellenberger Klettersteiges durch den Berchtesgadener Hochthron aufgebrochen. Bestens ausgerüstet war er aufgestiegen, doch durch die warmen Bedingungen kam er in den großen Schneemassen nur schleppend voran und als er um 18 Uhr immer noch nicht den Klettersteig fertig durchstiegen hatte und es bereits dunkel wurde, er selbst schon fror und seine Kräfte zur neige gingen, setzte er einen Notruf ab.


Gibt es heutzutage keinen Punkt (Deadline) mehr, wo ich umdrehen muss um vor Einbruch der Dunkelheit am PP zu sein...... #gruebel#

Kann so ein Verhalten nicht nachvollziehen...... #ohnemich#

fuzzi

roBerge.de

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« am: 13.03.2017, 20:11 »

Frank Steiner

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Zitat
Gibt es heutzutage keinen Punkt (Deadline) mehr, wo ich umdrehen muss um vor Einbruch der Dunkelheit am PP zu sein...... #gruebel#

Bei einem Klettersteig ist das nicht immer so einfach. Ich kenn einige, wo Du zwar gut hinaufkommst, aber Absteigen zu gefaehrlich ist, da muesste man richtig abseilen, was nicht jeder kann. Da ist die bessere Variante "Augen zu und durch" (bzw. "hoch"). Hier was das Problem wohl eher die voellige Feheinschaetzung, was eine Begehung mit Schnee ueberhaupt bedeutet.

Aber in der Tat kann man auch nicht genug Respekt vor der Leistung der Bergwachten und Piloten haben.

Offline MANAL

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Ich frage mich schon ob sich solche Wahnsinnigen bewusst sind in welche Gefahr sich die Retter begeben müssen.

Aber heutzutage zählt nur das schnelle Selfi und die spektakulärste Route bei widrigsten Bedingungen um für einige kurze Momente und Klicks mal der Größte zu sein. Vorher (oder überhaupt zu) denken ist da nur störend.

Offline Bernhard G.

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Ich frage mich schon ob sich solche Wahnsinnigen bewusst sind in welche Gefahr sich die Retter begeben müssen.
Ich glaube, daß solche Leute gar nicht darüber nachdenken, daß es schief gehen könnte. Mir erschließt sich auch nicht, was an so einer Aktion cool sein soll. Winterbegehung irgend eines Klettersteigs auf einen Bambalberg ... na toll, ich bin beeindruckt! Quasi Huaba-Buam für Arme ...

Offline BFklaus

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Der Berchtesgadener Hochthronsteig zählt sicher zu den anspruchsvollsten Klettersteigen im bayerischen Alpenraum. Ich bin ihn vor ein paar Jahren mal in der schneefreien Zeit bei besten Bedingungen gegangen und war am Gipfel ziemlich erledigt. Der sehr steile, kraftraubende Steig mit vielen ausgesetzten Passagen verfügt über keinerlei Notausstieg und ist überwiegend ostseitig ausgerichtet. Im Sommer muss man insgesamt acht Stunden für Zustieg, Steig und Abstieg rechnen, bei ungünstigen Bedingungen erheblich länger. Wer da bei Schnee und Eis rein geht, ist entweder größenwahnsinnig oder ein wahnsinnig guter Winterbergsteiger.