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Hund und Schnee

Begonnen von Reinhard, 21.01.2017, 10:43

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Reinhard

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Löschung aus technischen Gründen nciht möglich.

Reinhard

Das Thema "Streusalz" konnten wir, auch dank Bergfuzzi's Hilfe, nahezu abschließen. Wobei wir natürlich für Ergänzungen aufgeschlossen sind und diese in das Thema einfließen lassen.

Weitere geplante Themen sind:

Hundebekleidung?
Dauer einer Tour mit Hund
Klettern/Klettersteig?
Ernährung während der Tour
Zubehör, Notallmedizin
Erste Hilfe
Bergrettung mit Hund
Interessante Webseiten


... wird fortgesetzt, Vorschläge willkommen

#danke1#

BW

erst die Tage wieder gesehen, aus einer Hundespur in der Skispur wurde eine leicht blutige Hundespur.
Vor ein paar Jahren hat eine Bekannte Ihren Quaukal getragen, auf die Frage warum sie den Hund trägt zeigte sie mir die Pfoten, der durchs Tauen zu Eis gewordene in den Haaren haftende  Schnee hat die Zehen auseinandergespreizt und fast gerissen.
Auch bei einem Bekannten ist mal passiert, durch den anhaftenden Schnee wurden die Zehen immer weiter auseinandergespreizt ich konnte es gar nicht mehr ansehen.
Bei bestimmten Schnee und Temperaturbedingungen und längerem Fell an den Pfoten kommt es dazu, da wird es zu einer Tierquälerei liebe Hundefreunde.

BW

elli pirelli

Zuerst möchte ich Reinhard danken, das er dieses Thema "Hund und Berg im Winter" hier bearbeitet.  #danke1#

Meine beiden "Lockenköpfe" haben für den Schnee nicht wirklich das optimale Fell und Eisballen sind an der Tagesordnung.
Ich habe bei Glori die im Handel erhältlichen "Wintersocken" ausprobiert, die halten nicht wirklich lange und sind gleich mal durchgelaufen  :(

Worauf ich hinweisen möchte, auch wenn so mancher Hundebesitzer es als selbstverständlich ansieht, Tiefschnee spielen oder gehen ist für Hunde anstrengend. Es fordert Kondition, Muskulatur und vorallem einen stabilen ausgewachsenen Knochenbau! Je nach Hunderasse sollte man einen Junghund nicht vor dem 18. Lebensmonat auf längere Touren mit an den Berg nehmen und nicht in den Tiefschnee  #schnee1# Die Knochen sind bei jungen Hunden noch recht weich und Folgeschäden bis hin zur HD sind nicht ausgeschlossen.

Was ich auch als sehr wichtig empfinde. Im Winter hat unser Wild Winterruhe, abgeleinte nicht abrufbare Hunde treiben Wild auf und können diese in den sicheren Tod treiben.

lg
elli



indian_summer

Zitat von: elli pirelli am 22.01.2017, 08:57
Was ich auch als sehr wichtig empfinde. Im Winter hat unser Wild Winterruhe, abgeleinte nicht abrufbare Hunde treiben Wild auf und können diese in den sicheren Tod treiben.

Das sollte aber nicht nur für den Winter gelten  ;)

Grundsätzlich gabs mit meinem Hund im Schnee nie ein Pfotenproblem, einmal hab ich jedoch gemerkt, dass es ihr zu kalt war und die Pfoten ständig hochgezogen hat. Da waren wir aber zum Glück schon auf dem Rückweg.

Bei Skitourengehern mit Hund find ich es aber manchmal schon ein bissl egoistisch dem Hund gegenüber. Natürlich wird einem der Hund immer nachlaufen, aber hat er dann wirklich immer so einen Spaß dabei wie manch ein Besitzer meint?

Aber grundsätzlich glaub ich ist es schon so, Hunde lieben den Schnee. Da dreht sogar mein altes Mädchen nochmal auf  :)  #hund1#

Elisabeth

Reinhard

Unsere Tipps ,,Hund und Schnee" erscheinen hier immer an oberster Stelle. Dies erspart störende Suchvorgänge im unteren Bereich dieses Themas oder gar auf den vorangegangen Seiten. Wir fassen damit gleichzeitig alle Tipps aus den vorangegangen Beiträgen zusammen.

Hunde sind gerne im Schnee unterwegs. Trotzdem sollte man – insbesondere bei längeren Touren – hin und wieder nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Damit es für die Tiere und uns eine angenehme Wanderung bleibt, stellen wir Euch hier ein paar Tipps zusammen. Gerne nehmen wir weitere Anregungen auf - bitte einfach hier als Antwort posten!



Thema: Schnee (allgemein)


  • Problem: Es können Eis- und Schneeballen entstehen, die im Fell verbleiben und schnell größer werden können. Sie können dem Hund lästig werden und von ihm nicht selbst entfernt werden. Oft versuchen Hunde, die Schnee- bzw. Eisklumpen zu verschlucken. Das kann zu einer Magenschleimhautentzündung oder Mandelentzündung führen. Die gleichzeitige Aufnahme von Schmutz kann zu Vergiftungen führen. Besonders wichtig ist auch die Entfernung von Schnee und Eis an den Pfoten.
  • Vorbeugung: Bewegen! Generell frieren kleine, kurzhaarige oder dünne Hunde schneller als große und langfellige. Sie müssen deshalb länger in Bewegung bleiben.
    Der Einsatz von Schweifspray verhindert die Eisklumpenbildung. Normalerweise wird es für Pferde verwendet, man erhält es im Fachhandel oder Internet.
  • Tourenplanung: Bitte die Dauer der Tour berücksichtigen.
  • Hüttenaufenthalt: Sofern eine Hütte besucht wird, sollte der Hund dort möglichst längere Zeit im Warmen bleiben, um sich zu akklimatisieren. Sinnvoll ist  es auch, bei Hunden mit dickem Fell ein kleines Handtuch zum Abtrocknen im Rucksack dabei zu haben.
  • Einkleiden? Der Einsatz eines Wintermantels ist bei Hunden normalerweise nicht erforderlich. Laut Bundestierärztekammer sollte er nur in Ausnahmefällen benutzt werden (z.B. alte oder kranke Hunde, ggf. auch bei Rassen mit sehr dünnem Fell).
  • Ob der Vierbeiner friert, das merkt man daran, dass er die Rute einzieht, zittert, verkrampft wirkt oder sich langsamer bewegt.


Thema: Streusalz


  • Ursache: Hin und wieder befindet man sich am Anfang einer Tour auf Straßen oder Gehwegen, die gesalzen sind. Oft ahnt man nicht, dass Hunde durch das Salz Probleme bekommen, sei es durch noch nicht ganz ausgeheilte Wunden oder aus allgemeiner Empfindlichkeit. Hunde haben auch keinen natürlichen Schutz gegen Streusalz. Es können sich Risse in den Pfotenballen bilden, die zu Entzündungen führen.
  • Problem: Wenn der Hund während der Bergtour humpelt, seine Pfoten leckt oder das Weitergehen verweigert, kann dies auf Streusalz zurückgeführt werden. Falls vorhanden, sollte man den Hund deshalb am Wegrand auf Schnee oder auf Wiesenflächen gehen lassen. Schön ist es, wenn man auf Wege mit schmerzfreiem Streugut ausweichen kann, wobei aber auch feiner Rollsplit zu Problemen führen kann.
    Das lecken von Streusalz sollte vermieden werden, dies kann zu Magenschädigungen führen.
  • Akute Problembehandlung: Im Schnee die Pfoten reinigen, ggf. Hirschtalg oder ähnliches auftragen
  • Vorbeugung: Auftragen von Hirschtalg oder Melkfett (erhältlich in Apotheken und im Versandhandel)
    Optimale Pfoten- und Krallenpflege, insbesondere das Fell bzw. Haare stutzen (ggf. Tierarzt oder Hundesalon fragen)
    Beim Hüttenaufenthalt vor dem Eintritt die Pfoten vorsichtig von Eis und Schnee reinigen
    Nach jeder Tour sofort Pfoten und Krallen reinigen


Thema: Skitour mit Hund

Ein Hund muss nicht unbedingt auf einer Skitour dabei sein. Wenn ja, dann ist eine gute Erziehung Voraussetzung für die Mitnahme. Generell sind größere Hunde sind für eine Skitour besser geeignet als kleine.

Tipps:

  • Möglichst Touren abseits der Menschenmassen vornehmen, Skipiste meiden, Rücksicht auf andere Tourengeher!
  • Mit kleineren Touren beginnen und im Lauf der Zeit die Dauer steigern.
  • Vorsicht bei der Skitouren- oder Schlittenabfahrt: Hier passieren die meisten Unfälle. Verletzungsgefahr durch scharfe Metallkanten.
  • Hundekotbeutel mitnehmen.