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Autor Thema: Schafelberg und Kirchberg am 10.12.16  (Gelesen 644 mal)

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Offline MANAL

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Schafelberg und Kirchberg am 10.12.16
« am: 01.01.2017, 12:04 »
Auch wenn die Tour nicht mehr ganz aktuell ist will ich sie hier reinstellen weil es eine gute Tour für schneearme Winter ist.
Schafelberg und Kirchberg sind zwei unauffälligen der Latschenbuckel westlich der Loferer Steinberge. Im Sommer dürften die Touren durch die Hitze in den Latschen recht unangenehm sein, jetzt im Winter ist man froh windgeschützt darin zu spazieren.

Ausgangspunkt war der große (kostenfreie) Wanderparkplatz am nördlichen Ende von St. Ulrich am Pillersee auf ca. 850m. Man geht durch die Ort nach Westen zum Tal zwischen den Latschenbuckel, dem Kalktal wo auch die Latschenölbrennerei steht. Direkt dahinter verzweigt sich der Weg. Man kann nun entweder durch das Kalktal aufsteigen oder rechts über die Südostseite des Schafelberg. Da das Kalktal sehr schattig und wohl ziemlich frisch ist bin ich rechts abgebogen. Durch Hänge mit vielen Laubbäumen geht es anfangs recht steil aufwärts. Der Weg ist gut aber man muss wegen dem vielen Laub genau hinschauen wo man hinsteigt. Der Herbst dürfte auch eine gute Jahreszeit für die Tour sein wenn die Bäume alle bunte Blätter tragen. Jetzt im Winter hat man dafür gute Ausblicke auf die benachbarten Loferer und Leoganger Steinberge. Da man fast die ganze Zeit an einem südöstlichen Hang unterwegs ist, ist alles schön trocken und fast überall eisfrei. Nach 300-400 Höhenmeter legt sich der Hang etwas zurück und geht auf dem Rücken in westlicher Richtung weiter aufwärts. Ab ca. 1400m geht der Wald langsam in ein Latschendickicht über und man passiert einen felsigen Abbruch, den Teufelspalfen. Von hier ist es dann nicht mehr so weit bis man durch die Latschengassen den Gipfel des Schafelbergs (1597m) erreicht. Von hier bietet sich ein schöner Ausblick nach Osten auf die Steinberge und nach Süden zu den Tauern. Windgeschützt mache ich hier Pause und genieße Aussicht und Ruhe.
Bis hierhin 3,5 km Wegstrecke, 750 Höhenmeter und 1,5 Stunden.

Von hier geht es dann weiter durch die Latschen zum etwas höheren Latschenbuckel, dem Kirchberg. Man verliert zwischendurch ca. 30-40 Höhenmeter bevor es wieder aufwärts zum Gipfel auf 1678m geht. Ein weiterer Kilometer, 100 Höhenmeter im Aufstieg und 35 im Abstieg, 20 Minuten.

Der Kirchberg bietet zwar keinen Talblick mehr dafür die bessere Rundumsicht. Es kommt nach Norden der Blick zur Steinplatte, nach Südwesten zu den Kitzbühler Alpen sowie nach Westen zum Kaiser und den dahinterliegendem Karwendel. Auch hier bleibe ich einige Zeit und genieße die Ruhe. Außer drei andere Wanderer die ich beim Aufstieg zum Schafelberg getroffen habe ist mir heute niemand mehr begegnet.

Vom Schafelberg geht es dann nach Süden runter, anfangs durch Latschengassen die dann in die Weideflächen der Gerstbergalm übergehen. Kurz vor der Alm sehe ich noch rechts auf einer unbenannten Anhöhe (ca. 1545m) ein Kreuz mit Bankerl das ich noch ansteuere um eine ungehinderte Aussicht nach Westen zu genießen. Im Gegensatz zum Kirchberggipfel hat man kein Latschendickicht vor sich. Richtung Osten ragen die schroffen Felsmassive der Steinberge bizarr über die welligen Almflächen raus.

Von dem Aussichtbankerl geht es direkt runter zur Gerstbergalm. Von dort wandert man auf einem netten Wanderweg fast höhengleich oberhalb eines Talausgangs hinüber zum Sattel bei der Winterstalleralm (1504m). Hier hat man den letzten Ausblick nach Osten und auch die letzten Sonnenstrahlen bevor es im schattigen Lindtal wieder runtergeht. Man kann hier entweder der Forststraße in Serpentinen folgen oder direkt über die Almflächen absteigen. Auch finden sich hier Pfadspuren von anderen die abgekürzt haben. Zuerst wird die (geschlossene) Winterstalleralm passiert und man zielt weiter auf die Lindtalalm. Etwas davor biegt man allerdings auf einem markierten Wanderweg links ab zurück nach St. Ulrich. Der Wanderweg geht später über weitere Almweiden in einen weiteren Forstweg über bevor man diesen wieder fast ganz unten nach links Richtung Latschenölbrennerei verlässt und auf den Aufstiegsweg zurückkommt.
Fast den ganzen Abstieg über hat man die wieder die Steinberge im Blick die am Nachmittag sich auch im besten Licht zeigen.

Vom Kirchberg zurück waren es nochmal ca. 7 Kilometer und 1,5 Stunden. Der kleine Umweg über das Aussichtsbankerl inklusive.

Fazit:
Nette Runde über eher unbedeutende Gipfel die ich im Sommer wegen der Hitze in den Latschengassen meiden würde. Die Ausblicke sind recht schön da man in alle Richtungen etwas sehen kann.

Fotos:
-Ausgangspunkt ist St. Ulrich am Pillersee. Bisher kannte ich den Ort nur von den Touren über den wunderschönen Nurracher Höhenweg. Im Hintergrund links der Mitte das Ulrichshorn wo der Höhenweg beginnt und rechts das eher unbedeutende Geiselhorn.
-Schöne Aussicht vom Schafelberg über St. Ulrich und die Steinberge.
-Ausblick vom Kirchberg Richtung Südwesten. Vorne rechts das Kitzbühler Horn, links hinten der Großvenediger mit einer Föhnwolke.
-Kaiserblick vom Aussichtsbankerl oberhalb der Gerstbergalm.
-Sicht in die Loferer Steinberge beim Abstieg. Mittig das formschöne Mitterhorn, links der komplette Rothorn-Kamm über den der Nurracher Höhenweg führt. Nach rechts zieht das Lastal raus durch den der elend lange Abstieg vom Mitterhorn führt.

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« am: 01.01.2017, 12:04 »