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Autor Thema: Zunterköpfl am 26.12.16  (Gelesen 2488 mal)

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Offline MANAL

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Zunterköpfl am 26.12.16
« am: 27.12.2016, 01:21 »
Das Zunterköpfl liegt im Brandenberger Kamm zwischen Hundsalmjoch und Plessenberg und ist ein recht unauffälliger Wald- und Latschenbuckel mit gerade mal 1635m. Da er direkt am Inntal steht ist jedoch die Aussicht wie schon bei den Nachbarn recht ordentlich.

Hier bei roBerge wird ist der Standardaufstieg von Schönau im Inntal beschrieben:
http://www.roberge.de/tour.php?id=460

Auf Karten habe ich letztens eine weitere Aufstiegsmöglichkeit von Riedenberg im Norden entdeckt die durch einige Tälchen von der Ostseite zur Nachbergalm hinaufführt. Da für heute windiges Wetter angesagt wurde entschied ich mich diese Tour mal so anzugehen, da die bewaldeten Täler wohl recht windgeschützt sind.

Anfahrt über Bayrischzell und Ursprungspaß nach Landl (alternativ von Kufstein über Thiersee hierher). Dort in die Abzweigung nach Riedenberg einbiegen. Steil und kurvig geht es ein Tälchen rein wo man kurz einen schönen Blick zum Hinteren Sonnwendjoch hat, weiter vorbei am Parkplatz zum Veitsberg bis es wieder runtergeht nach Riedenberg. Hier gibt es an der Straße einige kostenfreie Parkplätze an der Straße direkt neben der Einfahrt zum Gasthof Wastler auf 952m Höhe.

Das unschöne der Tour ist dass man nun ca. 100 Höhenmeter zum Glemmbach absteigt die man am Ende der Tour wieder rauf muss. Anfang noch auf Asphaltstraße geht es an einigen Gebäuden vorbei auf eine Forststraße. Man folgt von Anfang an der Beschilderung "Buchackeralm". Die Forststraße geht teilweise steil abwärts und kurvig runter zum Glemmbach. Eigentlich ein einfacher Weg, waren die Bedingungen heute etwas erschwerend. Immer wieder musste man vereiste Stellen vorsichtig am Rand passieren. Etwas mehr und ich hätte meine Grödel ausgepackt, aber man kam so noch vorbei. Unten am Glemmbach ist noch Winter und man stapft durch eine Schnee und Eisschicht. Die Temperaturen sind auch einige Grade kälter. Man folgt weiterhin den Wegweisern und überquert auf einer Fußgängerbrücke den Bach. Auf der anderen Seite dann der Forststraße folgen. Diese führt ansteigend einem kleinen Bach entlang und flacht wieder ab. An einer Forststraßen-Kreuzung geht es dann links ab. Auch hier wieder ein Wegweiser Richtung "Buchackeralm". Nach einer Kurve der nächste Wegweiser, diesmal steht sogar zum ersten Mal "Zunterköpfl" mit drauf. Er weist auf einen Pfad entlang des Baches in das Hasatal rein. Nach einigen 100 Metern geht es wieder runter auf den Forstweg dem man nun weiter ansteigend folgt. Man muss immer wieder schauen wo der Weg am wenigsten vereist ist. Meistens geht es mittig im dünnen Schnee. Die Fahrspuren sind komplett vereist und spiegelglatt. Es zieht sich nun etwas bis man schließlich an eine Abzweigung ein Forstweg nach rechts kommt wo ein Wegweiser zur Nachbergalm und den Zunterköpfl zeigt. Diesem Forstweg folgt man nun einige 100m ansteigend bis ein Wegweiser auf einen Pfad nach rechts zeigt. Ab hier geht es endlich auf einen schönen Waldpfad weiter. Entlang eines Baches geht der Pfad den Hang nach oben. An einigen Stellen muss man etwas vorsichtig sein weil unter dem feuchten Laub auch nasse Wurzeln und Batz versteckt ist und ein Ausrutschen nicht unbedingt empfehlenswert ist. Nach einiger Zeit verlässt man den Bach und gelangt durch eine Grasrinne langsam auf die Weideflächen des Nachberg-Hochlegers. Von dort bin ich relativ gerade über die Weideflächen Richtung Zunterköpfl aufgesteigen. Man folgt dabei einem weiteren Forstweg oder roten Markierungspunkten um den Einstieg zum Gipfelpfad zu finden. Über den steil durch Latschen und zuletzt Schrofen rauf zum aussichtsreichen Gipfel.

Abstieg wie Aufstieg.

Insgesamt beträgt die Wegstrecke 14,5 Kilometer und ca. 900 Höhenmeter.

Aus meiner Sicht hat die Tour einen zu großen Anteil an Forstwegen und ist größtenteils recht aussichtsarm. Der Aufstieg über die Südseite dürfte deutlich attraktiver sein. Allerdings kann der Aufstiegsweg bei bestimmten Bedingungen auch recht sinnvoll sein. Bei starken Winden oder an heißen Sommertagen ist man den widrigen Bedingungen recht wenig ausgesetzt. Nervig ist der Schlußaufstieg nach Riedenberg am Ende der Tour.

Eine Einkehrmöglichkeit besteht im Gasthof Wastler nach Ende der Tour.

Bei Vereisung sind Grödel empfehlenswert.

Fotos:
- Beim Abstieg zum Glemmbach können Grödel empfehlenswert sein...
- Der typische Ausblick auf dieser Tour
- Diesen Waldhang quert man auf einem kleinen Pfad hoch zum Nachberg-Hochleger
- Stimmungsvoller Himmel und Krampfadern des Wintertourismus
- Zur Zeit ist man am Gipfel nicht allein ;)

roBerge.de

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« am: 27.12.2016, 01:21 »

Offline MANAL

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Re: Zunterköpfl am 26.12.16
« Antwort #1 am: 27.12.2016, 01:25 »
Noch ein paar Fotos:
- Schöne Aussicht nach Osten
- Und nach Süden
- Blick runter zum Ausgangspunkt Riedenberg
- Ein Weihnachtsenzian :)

Offline eli

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Re: Zunterköpfl am 26.12.16
« Antwort #2 am: 27.12.2016, 10:10 »
Servus Manal,

danke für deinen Bericht, den Aufstieg vom Ghf. Wastl aus kenne ich noch nicht.  #danke1#               
Bin meinen Rundweg zum Zunterköpfl von Schönau aus raufgegangen und über das Aschajöchl wieder abgestiegen, auch eine stille, harmonische  Bergwanderung. Der Blick vom Gipfel zu Plessenberg, Kienberg und Heuberg  kommt dir ja dann bekannt vor, bei mir lag im April offensichtlich noch mehr Schnee.

Hawedere

eli

Offline MANAL

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Re: Zunterköpfl am 26.12.16
« Antwort #3 am: 27.12.2016, 12:18 »
Das Zunterköpfl müsste auch noch den einen oder anderen Aufstieg haben. Bei Austrianmap und Kompass sieht man diverse eingezeichnete Pfade auch nordseitig. Damit müsste sich auch eine Überschreitung machen lassen wenn man etwas abenteuerlustig ist. Bei den aktuellen Bedingungen mit Eis und Schnee aber wohl nicht so empfehlenswert da die Nordseite recht steil ist.