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Autor Thema: Hitzige Diskussionen über Wegezustand im Nationalpark Berchtesgaden  (Gelesen 6467 mal)

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Offline steff

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« am: 19.11.2016, 23:47 »

Frank Steiner

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> Wir befinden uns im Gebirge. Da muss man als Wanderer in der Lage sein,
> auch mal über einen losen Stein drüberzusteigen.

Soweit kommt's noch! Wofuer zahl ich denn Steuern? Wenn die neuen Metalltreppen am Jubiläumsgrat nicht bald fertig sind (will den im Januar mal meinen Kegelbruedern zeigen), dann ruf ich meinen DAV-Sektionsvorsitzenden an!

Offline geroldh

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Zitat von: Frank Steiner
... Wenn die neuen Metalltreppen am Jubiläumsgrat nicht bald fertig sind (will den im Januar mal meinen Kegelbruedern zeigen), dann ruf ich meinen DAV-Sektionsvorsitzenden an!

???  :o  ... aber vllt. bald am "Watzmanngrat":
Zitat von: rosenheim24.de
... eine Besucherzählung am Watzmanngrat in den Jahren 2015 bis 2016. Demnach überschritten zwischen 18. Juli 2015 und 17. Juli 2016 insgesamt 6.728 Bergsteiger den Watzmann, bis zum 27. September 2016 waren es insgesamt 9.873 Personen. Besucherstärkster Tag war Samstag, der 3. September 2016 mit insgesamt 286 Überschreitern. „Die Watzmannüberschreitung wird im kommenden Jahr von unseren eigenen Mitarbeitern aufwändig saniert“, erläuterte Köppl die Pläne der Nationalparkverwaltung für 2017.

::)  :-\  Gibt es denn da droben schon ein Drehkreuz zur "Besucherzählung"!?

Offline MANAL

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Zitat von: Frank Steiner
... Wenn die neuen Metalltreppen am Jubiläumsgrat nicht bald fertig sind (will den im Januar mal meinen Kegelbruedern zeigen), dann ruf ich meinen DAV-Sektionsvorsitzenden an!

???  :o  ... aber vllt. bald am "Watzmanngrat":

Ich hoffe doch die bauen dann ein Stück des Grates mit einem schicken Glasboden aus. Das ist doch gerade DER Trend in der Freizeitindustrie den wir doch im Nationalpark unbedingt brauchen...

Offline schneerose

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::)  :-\  Gibt es denn da droben schon ein Drehkreuz zur "Besucherzählung"!?

Ein Drehkreuz nicht, aber eine automatische Zählanlage

Offline Zeitlassen

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Und wann kommt endlich die schon so lange ersehnte Seilbahn auf das Watzmann-Hocheck?  #motz#
Wer hat schon die Zeit für den langwierigen, prestigelosen Zustieg?   #running1#
Außerdem - wie sollen denn schwergewichtige (ich weiß wovon ich rede) Watzmanngratkletterer zum Einstieg hochkommen? #schwitz#

Offline BFklaus

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Ich hoffe doch die bauen dann ein Stück des Grates mit einem schicken Glasboden aus. Das ist doch gerade DER Trend in der Freizeitindustrie den wir doch im Nationalpark unbedingt brauchen...
Ja, genau ... und möglichst noch einen "Skyglider" von der Südspitze ins Wimbachgries #nichtzufassen#

Offline tobig

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Außerdem - wie sollen denn schwergewichtige (ich weiß wovon ich rede) Watzmanngratkletterer zum Einstieg hochkommen? #schwitz#

Es zwingt sich ausserdem der Eindruck auf, dass je älter und ungelenker die Beteiligten, desto lauter die Forderungen nach Asphaltwegen und Steighilfen... Ob das jetzt hier auch zutrifft, lasse ich mal dahingestellt.
Ich war jetzt das letzte mal vor 2 Jahren auf der Saugasse und ich konnte kein Fehl an dem Weg finden. Das ist jetzt halt doch eher ein Alpiner Weg  und keine Kurparkrunde.

Die Würstelbude und der Souvenirstand habe ich aber schon vermisst...

Offline BFklaus

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Es zwingt sich ausserdem der Eindruck auf, dass je älter und ungelenker die Beteiligten, desto lauter die Forderungen nach Asphaltwegen und Steighilfen... Ob das jetzt hier auch zutrifft, lasse ich mal dahingestellt.
Ich war Anfang August zuletzt auf dem Hocheck. Da habe ich viele ungelenke junge Leute gesehen, wenige alte. Die Diskussion über den Wegezustand hat ganz sicher nichts mit dem Alter der Diskutanten zu tun!

Offline schneerose

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Ich versteh jetzt die Aufregung nicht ganz.

Im Bericht heißt es:

„Die Watzmannüberschreitung wird im kommenden Jahr von unseren eigenen Mitarbeitern aufwändig saniert“, erläuterte Köppl die Pläne der Nationalparkverwaltung für 2017.

Ja und? Je mehr ein Weg begangen wird, in um so schlechterem Zustand wird er normalerweise sein.
Ist doch klar, daß dann mal eine Sanierung fällig ist.

Offline BFklaus

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Servus Schneerose,

das Thema wird ja hier bisher mit viel Ironie diskutiert, Aufregung sehe ich eigentlich nirgends.

Die Frage ist doch, was mit "aufwändiger" Sanierung gemeint ist. Man kann natürlich die Befürchtung haben, dass die eh schon teils klettersteigmäßig ausgebaute Überschreitung mit noch mehr Eisen versehen wird. Die bessere Sicherung zieht dann noch mehr Leute an, mit der Folge, dass noch mehr versichert werden muss und so weiter, und so fort ...

Die DAV-Bergunfallstatistik 2015, die in der aktuellen "Panorama" auf S. 8 Thema ist, warnt vor der zunehmenden Zahl von Blockierungen an Renommierbergen wie dem Watzmann. Das hat viel damit zu tun, dass Bergwanderer immer häufiger in Routen einsteigen, die sie völlig überfordern. Ob diesem Problem mit aufwändigen Steigsanierungen beizukommen ist, darf bezweifelt werden. Eine halbwegs effektive "Zugangskontrolle" ist dann gegeben, wenn sich die Schlüsselstelle gleich am Anfang der Tour befindet, wie z.B. am Hochkalter oder am Kleinen Watzmann. Wie man so eine Schikane am Einstieg der Watzmannüberschreitung realisieren könnte, weiß ich leider auch nicht.

Schönen Gruß
Klaus

Offline da_hans

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Ich würde mit dem Geld einen Klettersteig durch die Ostwand bauen. Das entlastet die Überschreitung und bietet eine Abstiegsalternative von der Südspitze.
 ;)

Offline MANAL

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Die Frage ist doch, was mit "aufwändiger" Sanierung gemeint ist. Man kann natürlich die Befürchtung haben, dass die eh schon teils klettersteigmäßig ausgebaute Überschreitung mit noch mehr Eisen versehen wird. Die bessere Sicherung zieht dann noch mehr Leute an, mit der Folge, dass noch mehr versichert werden muss und so weiter, und so fort ...

Sinn würde es noch machen den Abstieg ins Wimbachgries an einigen Stellen zu entschärfen. Gibt doch genügend die schon an der Südspitze am Ende sind und dann in so einem Zustand absteigen.
Aber letztendlich liegt's halt an der Dummheit Vieler die meinen sie können alles weil sie zweimal die Woche schick ins Fitnessstudio gehen. Da brauchts doch keine Einstiegstouren auf unbedeutende und unbekannte Berge...


Eine halbwegs effektive "Zugangskontrolle" ist dann gegeben, wenn sich die Schlüsselstelle gleich am Anfang der Tour befindet, wie z.B. am Hochkalter oder am Kleinen Watzmann. Wie man so eine Schikane am Einstieg der Watzmannüberschreitung realisieren könnte, weiß ich leider auch nicht.

Da müsste man den durchgesicherten Klettersteig vom Hocheck zur Mittelspitze mal abbauen. Gleich am Anfang hinterm Hocheck gibt's eine recht luftige Gratpassage die durch diese geländerartige Sicherung ziemlich entschärft ist. Würde man die entfernen dürften schon etliche hier Umkehren...

Offline AbseitsAufwärts

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Ich hab den Saugassenweg vor ca. einem Jahr oder so bei Open Street Map als T2 (=normales Bergwandern) einsortiert. Das entsprach so meiner Einschätzung von vor 5 Jahren (z.T. wurden ja auch früher Versorgungsfahrten mit dem Motorrad zum Kärlinger Haus gefahren, mein' ich mal gelesen zu haben) Wenn er sich jetzt verschlechtert hat (keine Ahnung wieviel), soll ich ihn auf T3 (schwieriges Bergwandern)  heraufsetzen?

Offline schneerose

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Eine halbwegs effektive "Zugangskontrolle" ist dann gegeben, wenn sich die Schlüsselstelle gleich am Anfang der Tour befindet, wie z.B. am Hochkalter oder am Kleinen Watzmann. Wie man so eine Schikane am Einstieg der Watzmannüberschreitung realisieren könnte, weiß ich leider auch nicht.


Da müsste man den durchgesicherten Klettersteig vom Hocheck zur Mittelspitze mal abbauen. Gleich am Anfang hinterm Hocheck gibt's eine recht luftige Gratpassage die durch diese geländerartige Sicherung ziemlich entschärft ist. Würde man die entfernen dürften schon etliche hier Umkehren...


"Nun ist auch der Bereich zwischen Hocheck und Mittelspitze, der bisher zum großen Teil versichert war, fast frei von künstlichen Tritthilfen und Seilen. So merken die Überschreitungs-Aspiranten schon kurz hinter dem Hocheck, ob sie der alpinen Herausforderung gewachsen sind oder nicht."

http://blog.berchtesgadener-land.com/2017/07/05/watzmann-ueberschreitung-weniger-sicherungen-fuer-mehr-sicherheit/

Offline AbseitsAufwärts

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Offline Zeitlassen

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Offline MANAL

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Eine halbwegs effektive "Zugangskontrolle" ist dann gegeben, wenn sich die Schlüsselstelle gleich am Anfang der Tour befindet, wie z.B. am Hochkalter oder am Kleinen Watzmann. Wie man so eine Schikane am Einstieg der Watzmannüberschreitung realisieren könnte, weiß ich leider auch nicht.


Da müsste man den durchgesicherten Klettersteig vom Hocheck zur Mittelspitze mal abbauen. Gleich am Anfang hinterm Hocheck gibt's eine recht luftige Gratpassage die durch diese geländerartige Sicherung ziemlich entschärft ist. Würde man die entfernen dürften schon etliche hier Umkehren...


"Nun ist auch der Bereich zwischen Hocheck und Mittelspitze, der bisher zum großen Teil versichert war, fast frei von künstlichen Tritthilfen und Seilen. So merken die Überschreitungs-Aspiranten schon kurz hinter dem Hocheck, ob sie der alpinen Herausforderung gewachsen sind oder nicht."

http://blog.berchtesgadener-land.com/2017/07/05/watzmann-ueberschreitung-weniger-sicherungen-fuer-mehr-sicherheit/



Haben da  DAV und Nationalparkverwaltung meinen Beitrag gelesen?  ;D

Offline schneerose

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Ich glaub, da haben wir was falsch verstanden:

"Im reinen Gehgelände wurden Seilsicherungen entfernt, alle schwierigen und bislang versicherten Stellen bleiben nach wie vor in gleichem Maße gesichert."

https://www.alpenverein.de/bergsport/sanierung-von-sicherungen-am-watzmanngrat_aid_29750.html

Offline geroldh

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Re: ... / Sanierung von Sicherungen am Watzmanngrat
« Antwort #19 am: 01.09.2017, 21:49 »
Bin dort verg. Woche drübergekraxelt (1x klassisch als "Wiederholungstäter" und 1x den halben Grat zurück) und habe versucht, unter dem Eindruck der diesjährigen Diskussion, eine (pers.) Einschätzung zu finden:

Die Tour ist nach wie vor das was sie in den seriösen Beschreibungen ist, nämlich "eine lange, hochalpine, teilweise ausgesetzte Überschreitung mit Kletterstellen im ersten und zweiten Grad". Im wesentlichen sind es wohl die "heikelsten" (Absturz)Stellen, die diesen "Klettersteigcharakter" aufweisen - und bei den Passagen in Abwärtsrichtung ist dies sogar ganz hilfreich. Wer dann z.B. aus Sicherheitsgründen an der Mittelspitze umkehrt, dankt für die "griffige Unterstützung" dann auch in der Gegenrichtung.
Was sich m.E. seit meiner ersten Tour vor rund zwei Jahrzehnten wirklich(!) verbessert hat, ist die aktuell deutliche und vmtl. häufigere rot-weiß-rote Markierung, die es erleichtert, in der "ausgeputzten Spur" zu bleiben - einige z.T. längere Passagen führen unterhalb des höchsten Gratverlaufs entlang und bei einfallendem Nebel (bzw. ggfs. bei einsetzender Dunkelheit) ist dies ein wesentlicher Sicherheitsaspekt.
Fast seilfrei ist der steile südseitige Abstieg, der insbesondere an belebten Tagen aber die ernsthafte Gefahr von Steinschlag hat, denn dort geht es ein ganzes Stück "in Falllinie" hinab, mit viel losem Geröll für ausgepowerte und unkonzentrierte Bergler...  ???