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Autor Thema: Tuxeck über Schotterfeldköpfe und Südostgrat und Treffauer  (Gelesen 8008 mal)

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Offline Ameranger

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Griaß Eich Beinand,

Nachdem der Wetterbericht anfangs für Donnerstag eigentlich brauchbares Bergwetter angesagt hatte, wollte ich an diesem einen schon länger geplanten Aufstieg zum Tuxeck erkunden.
Im Führer als selten begangen und als etwas mühsam bezeichnet, mit schöner Kletterei im oberen Bereich, juckte mich diese Route schon länger.....

Leider hatte der Wetterbericht dann wieder einmal unrecht wie so oft, aber trotzdem hielt ich an meinem Vorhaben fest und machte mich auf nach Scheffau.

Wenngleich das Wetter leider auch nicht wirklich besser wurde, schufen Wolken und Nebel eine beinahe mystische Stimmung. Belohnt wurde ich mit einem Aufstieg der etwas anderen Art, der sich aber keineswegs zu verstecken braucht  - im Gegenteil, absolute Wiederholungsgefahr  #nasowas#

Mehr dazu unter www.ameranger.blogspot.de

Vg Ameranger

Offline Brixentaler

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Danke für den Bericht! Wieder eine Tour die schon seit mehreren Jahren auf meiner "Möchtegern-Liste" steht ;). Allerdings erhoffe ich mir dann etwas bessere Sicht und trockenere Verhältnisse - wenn überhaupt.

Ich glaube, die roten Markierungen sind relativ neu, jedenfalls wusste ich noch nicht davon. Somit erscheint mir die Routenfindung auch nicht mehr problematisch.

Offline Ameranger

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Ich glaube, die roten Markierungen sind relativ neu, jedenfalls wusste ich noch nicht davon. Somit erscheint mir die Routenfindung auch nicht mehr problematisch.


Servus Brixentaler,

Da hast du vollkommen Recht, die Markierungen sind ziemlich frisch wie es aussieht.
Wie du schon schreibst, Wegfindung stellt somit eigentlich kein Problem mehr dar. Ohne die gut sichtbaren Punkte wäre es um einiges kniffliger geworden in der "Suppe".

Also ich freu mich schon auf die "Schönwetterfotos" von deiner Besteigung  ;)

Vg Ameranger

Offline BFklaus

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Schönwetterfotos kann ich liefern.
Ich bin die Tour vor ziemlich genau 11 Jahren mal mit meiner Tochter gegangen. Damals gab es wenige verwaschene Markierungen, der Steig galt als aufgelassen. Mir ist in Erinnerung geblieben, dass in den steilen Rinnen sehr viel Geröll rum lag und die Steinschlaggefahr recht hoch einzuschätzen war.

Offline geroldh

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#hallo# Ameranger, #danke1# für deinen Foto-Bericht, sowie Glückwunsch für diese einsame und interessante Tour, die ich bereits auch im Alleingang und fast identisch gemacht habe:

Nachdem ich vor vielen Jahren den Kopftörlgrat zum zweiten Mal "begangen" hatte (zus. mit "Opa"), bin ich noch alleine auf der Grutten geblieben, um die stabilen Augusttage für ein paar kaiserliche Touren zu nutzen. Auf meinem Weg in Richtung "Bahnhof Kufstein" hatte ich mir in meiner AV-Karte von 1986 ebendiese Überschreitung von Tuxegg/Treffauer ausgesucht, da dort der Ostaufstieg über die Schutterfeldköpfe (noch?) rot verzeichnet war.
Ich habe schwach in Erinnerung, dass es (irgendwo, ggfs. auf der Grutten) geheißen hatte, dieser Steig wäre inzw. aufgelassen, was mich aber bereits damals wenig geschreckt hatte, probieren wollte ich es auf jeden Fall. Ziemlich sicher bin ich mir aber, dass es damals nur alte "blasse" Markierungen gab, was ich jedoch nicht als besonders problematisch ansah, da die Karte bzw. das Gelände den Verlauf gut vorgibt und die Sicht hervorragend war.
Soweit ich mich erinnere, gab es damals (noch) kein Seil in der IIIer-Schlüsselstelle (Eisen=?), die ich mit einem etwas schwereren Tourenrucksack zu überwinden hatte. Spätestens als ich an der steilen Geröllmulde ankam, war ich froh hier allein unterwegs zu sein, weil es einfach unvermeidlich ist, dort Geröll der Erdanziehung auszusetzen.
Nach dem Eintrag in die Gipfelbücher von Tuxegg und Treffauer hatte ich im Abstieg noch eine "Gratalternative" angetestet, es dann aber vernünftigerweise wg. der vorhandenen Ausgesetzheit, Brüchigkeit und fehlender Geländekenntnis sein lassen - und bin wie du den Normalweg zum Wasserfall abgestiegen. Da das Wetter sich als stabil dargestellt hatte, bin ich nach dem Wasserholen auf der Kaiserhochalm noch auf den Wiesberg zum Biwakieren hoch gestiegen - was auch bis kurz nach Mitternacht gut "funktionierte"... (die zweite Nachthälfte ist dann eine "andere" Geschichte, die ich schließlich aber doch ohne Bergwacht "lösen" konnte... ::) )

Offline AndiN

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Schöne Runde und wie immer toller Bericht.  #danke1#

Muss ich schon bewundern, wie du das immer unter der Woche hinbekommst. Bei mir reicht die Zeit immer nur fürn kleines Bergerl wie den Sulzberg oder ein Feierabendflügerl an der Kampenwand.

Bin ganz überrascht, dass dort im Kaiser doch so wenig Schnee liegt. Sehe vom Kaiser meist nur die Nordseite und die ist doch schon ganz hübsch angezuckert. Da könnt man sich ja direkt noch überlegen eine (Kletter-)Tour anzugehen.

Offline Ameranger

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Griaß Eich Beinand,

Danke an alle für Euer Lob, freut mich.  #danke1#

@AndiN: Naja, es ist leider nicht immer alles Gold was glänzt. Dafür das ich unter der Woche mal einen "blauen" reinhaue, muss ich dafür auch mal am Wochenende arbeiten  #wurscht#.

Ja, ich war auch etwas erstaunt das es den Schnee wieder so gut weg gerissen hat. Gott sei Dank, denn so ging sich heute noch eine wunderschöne Tour im Koaser aus.....

Danke auch an den Klaus für sein "Schönwetterfoto" so sieht es also aus  :D

Ich konnte mir aber heute noch einmal selbst einen kleinen Überblick verschaffen, denn die Donnerstagtour hätte auch ursprünglich noch einen "Nebeneffekt" haben sollen, was aber die "zähe Suppe" verhinderte... ::)

Vg Ameranger

Offline Ameranger

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Gestern konnte ich mir nochmal einen kleinen Überblick der Tour machen, zumindest von Osten her gesehen....

Es ging vom Geröllfeld links hinauf auf das steile Wiesenstück und dann um die Köpfe etwas herum auf der Westseite. Dann wieder auf dem sichtbaren Grat und westlich davon durch die Rinnen zur Gipfelscharte.

Was mir im Nachhinein noch erwähnenswertes aufgefallen ist: Kürzlich hat ein alter AV-Führer Wilder Kaiser von Wolfgang Zeis und Pit Schubert den Weg zu mir gefunden. Eine Widmung von Wolfgang Zeis hat mich dann etwas ins Staunen gebracht - bis auf ein paar Tage genau  ???

Vg Ameranger

Ps: Sogar die Spuren im Geröll oben sah man noch  ::)

Offline tobig

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Danke für den Tipp. Ich habe die Tour am Montag 31.10. etwas kurzfristig bei absolutem Traumwetter gemacht.
Das ist wirklich eine Wahnsinnstour im oberen IIer Bereich, wobei ich bei viel Nässe doch eher abraten würde. Auch sind große Gruppen besonders in der oberen Schuttrinne sicher problematisch. 

Ich habe bei der III Stelle tatsächlich auch kräftig ins Seil gelangt, es war zumindest am Montag doch sehr Sandig und dementsprechend schlecht zu klettern.

Ansonsten 1A und mit Abstand die schönste II Tour die ich bisher im Kaiser gemacht habe und die ich auch gerne Wiederhole.

Offline Ameranger

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Servus Tobi,

Ich würde mich sehr freuen, wenn du hier noch ein paar Fotos einstellen könntest, besonders der obere Bereich interessiert mich  ;) #danke1# #danke1# #danke1#

Beste Grüße
Ameranger

Offline Brixentaler

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...
Ich würde mich sehr freuen, wenn du hier noch ein paar Fotos einstellen könntest, besonders der obere Bereich interessiert mich  ...


Obwohl ich ebenso auf die Fotos von tobig gespannt bin, möchte ich doch zusätzlich auf die folgenden Seiten (mit vielen Fotos) hinweisen, die ich mir schon lange Zeit zur Tourenplanung gespeichert habe:
http://www.hikr.org/tour/post72282.html
http://www.hikr.org/tour/post72523.html
Übrigens beide Berichte von den "üblichen Verdächtigen" der Hikr-Community: Koasakrax und Chiemgauer ;).

Offline tobig

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Ich habe eigentlich keine Bilder aus der Wand. Aber dafür das hier:

Offline geroldh

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Zitat von: tobig
... Ich habe die Tour am Montag 31.10. etwas kurzfristig bei absolutem Traumwetter gemacht. ...

#hallo# Tobi, bist du vom PP Jagerwirt über die Wegscheid-Almen und den Grutten-Höhenweg zum Einstieg gegangen?
Könnte dann nämlich sein, dass du uns hierbei überholt hast...  :azn:
Nachfolgend die "gleichzeitige" Ansicht von einer Kraxeltour gegenüber - in deiner Bildmitte (Beitrag folgt).

Offline tobig

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Wahrscheinlich schon bin so um 930 losgelaufen. Ihr wart zu dritt hattet --- sich sags mal vorsichtig --- eine heterogene Altersverteilung?

Offline Ameranger

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Hallo,

Danke Brixentaler, aber wie du dir denken kannst kenne ich sicherlich die "üblichen Verdächtigen" und deren Touren....

Mich hätten nur aktuelle Fotos bei diesem Kaiserwetter interessiert... Aver auch nicht schlimm, das Gipfelpano ist Klasse tobig  #danke1#

Ich werde die Tour sowieso wiederholen, das steht fest  #nasowas#

@ gerlodh ;): Bin schon neugierig auf Eure Tour vom Montag.... Hatte nicht jemand ein paar Posts vorher die Frage gestellt wie ich das immer unter der Woche so schön hinbekomme ??? - Ich hab gearbeitet, und IHR wart bei Traumwetter im Gebirge  #gutgemacht# und ein" kleines Bergerl"@ AndiN war das ja auch nicht  #hihi# - Freu mich schon auf euren Bericht  :)

VG Ameranger

Offline geroldh

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Zitat von: tobig
... Ihr wart zu dritt hattet --- sich sags mal vorsichtig --- eine heterogene Altersverteilung?

#nasowas# Aber dafür hatten wir eine große Bandbreite an Erfahrung und Kenntnissen, bei vergleichbarem Können und ähnlicher "Leistung" - und das Durchschnittsalter des Teams lag recht nahe an dem von mir... #hihi#

@ Ameranger: 31.10.16: Kaisergebirge: Via dem „Kraxelgrat“ auf die Kopfkraxe  8)

Offline Brixentaler

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Re.: Tuxeck über Schotterfeldköpfe und Südostgrat
« Antwort #16 am: 22.10.2018, 22:11 »
Griaß enk alle mitanand,

Am 30. September war es für mich dann endlich soweit: Tuxeck über Südostgrat - bei Kaiserwetter!
Ein wunderschönes und sehr eindrucksvolles Erlebnis - bis auf den Abstieg (s.u.)!

Bzgl. Wegverlaufs und allgemeiner Schwierigkeiten habe ich dem ausführlichen Tourenbericht von Ameranger eigentlich nichts Neues hinzuzufügen. Andere aufschlussreiche Tourenberichte gäbe es außerdem auch noch bei Hikr.org (siehe Links in älterem Beitrag in diesem Thema).
Mit diesem Beitrag möchte ich nur einige subjektive Eindrücke, gezogene Lehren und ein paar Bilder von Schlüsselstellen beisteuern.

Plan

Mein Routenplan war, das Tuxeck über dessen Südostgrat zu besteigen, und danach über den Treffauer und dessen Normalweg wieder abzusteigen. Der Südwestabstieg bzw. Normalweg vom Tuxeck (Weg Nr. 826) kam für mich nicht in Frage, erstens aufgrund eigener Vorstellung von Fernaugenschein (steil, brüchig, heiß), und zweitens aufgrund mehrerer Tourenberichte im Internet die meine Vorstellung bestätigten. Aber wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens.... ::)

Persönlicher Tourenbericht

TEIL 1 VON 3

Start- und Endpunkt meiner Tour war der Jägerwirt in Scheffau (880 m); Abmarsch um 08:20 #sleep2#. Bis zum Wegweiser "Gruttenweg-Stiege" (kurz nach dem "Gamsbrunnl") hatte ich inkl. 10-minütiger Sonnencreme-Pause statt der angeschriebenen 2 Std. insgesamt "nur" 1¾ Stunden gebraucht.
Kurz nach der Gruttenweg-Stiege nahm ich die Abkürzung ins Geröllkar, anstatt des "Normalwegs" von nahe der Gruttenhütte, was mich nochmals eine kleine Viertelstunde Zeitersparnis erbrachte: siehe zur besseren Übersicht Bild Nr. IMG_14978. Von hier kann man übrigens entweder "direkt" (weglos, aber geradlinig und schneller) ins Geröllkar aufsteigen, oder nach wenigen Metern rechts halten und auf gut ausgetretenem Pfad durch Latschen in einem weiten Linksbogen ins Kar gelangen; ich wählte letztere Option.
Am unteren Ende des Geröllkars hielt ich eine halbstündige Pause, wodurch ich praktisch wieder bei "Normalgehzeit" war. Von meinem Pausenplatzl hatte ich die Einstiegsrampe zum Südostgrat gut im Blick: siehe Bild Nr. IMG_14982. Kurz vor mir stieg ein Alleingänger hinauf und während meiner Pause passierte noch ein Männer-Duo. Ansonsten sah ich während des gesamten Aufstiegs niemanden mehr nach bzw. hinter mir.

Den Einstieg erreichte ich um 11:20, also genau 3 Stunden (inkl. Pausen) nach dem Abmarsch, wo ich den Helm aufsetzte. Technisch empfand ich die Einstiegsrampe überhaupt nicht schwierig: ich würde sie nicht mal mit II bewerten. Die Rampe braucht nicht ganz durchstiegen zu werden, sondern man sollte (den Markierungen nach) nach links in grasige Schrofen hinausqueren (siehe Bild Nr. IMG_14997). Danach folgt erst einmal längere Zeit relativ einfach begehbares und nicht besonders absturzgefährdetes oder ausgesetztes Steilgras- und Schrofengelände, das nach oben hin zunehmend felsiger wird.
Nach einer ersten größeren Felsstufe bzw. Steilaufschwung (Stellen II- in festem Fels), erreicht man eine Art Schulter (den Schotterfeldkopf?), von wo man zum ersten Mal praktisch den ganzen weiteren Südostgrat einsehen kann (siehe z.T. Bild Nr. IMG_15012: darauf ist auch einer der beiden vorausgehenden Männer (mit roter Bekleidung) erkennbar). Auf der Schulter gibt es ein markantes Felsenfenster, durch das man sehr schön zur Gruttenhütte hinunterblicken kann (siehe Bild Nr. IMG_15010) und welches ich um 12:15 erreichte. Hier hat man bereits ca. ein Drittel des Südostgrates hinter sich.

... Fortsetzung folgt.

Offline Brixentaler

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Re.: Tuxeck über Schotterfeldköpfe und Südostgrat
« Antwort #17 am: 22.10.2018, 22:22 »
TEIL 2 VON 3

Das nächste (zweite) Drittel des Grates bietet u.a. mehrere kurze Kraxeleinlagen in durchwegs festem Fels, die allesamt m.E. den II. Schwierigkeitsgrad nicht oder nur knapp erreichen. Der Grat ist größtenteils ziemlich breit, geht ein bisschen auf und ab (aber freilich vor allem auf...) und das Gelände ist allgemein wenig ausgesetzt, bis auf eine kurze aber doch luftige Querung links um eine Felskante herum. Beeindruckende Fern- und Tiefblicke nach beiden Seiten gibt es dennoch fast durchgehend (siehe Bild Nr. IMG_15009 & IMG_15014), also Schwindelfreiheit ist neben Trittsicherheit eine Grundvoraussetzung.
Zum Ende des 2. Gratteils hin, verjüngt sich der Grat etwas und man erreicht man eine kleine Scharte - sichtlich die vorläufig letzte. Ab hier steilt das Gelände deutlich auf und wird zunehmend felsiger (und leider auch brüchiger, dazu gleich mehr). Aus der Scharte kommt man via eine kurze Kraxeleinlange über einen Felsaufschwung, links neben einer markanten Felsspalte. Darauf folgen noch ein paar Meter in anfangs schrofigem Felsgelände, wobei man sich einer großen kaminartigen Rinne nähert.

Der Einstieg in diese kaminartige Rinne, welchen ich nach etlichen Fotopausen rund 13:00 erreichte, markiert den Anfang des letzten Drittels des Grates, das leider von üblem brüchigem Gestein charakterisiert wird. In meinem Fall kündigte sie sich schon von weitem mit Steinschlägen (vmtl. durch meine beiden Vorsteiger, ca. 30 Minuten voraus) an.
Ziemlich zu Beginn der Rinne befindet sich die eigentliche Schlüsselstelle dieser Tour: ein Klemmblock, den es über eine senkrechte Wandstufe zu umklettern gilt - bei Bedarf mit Hilfe eines befestigten Drahtseils (das einzige am ganzen Grat). Anfangs noch ohne Zuhilfenahme des Drahtseils versuchend, nahm ich schließlich jedoch gerne das Drahtseil zuhilfe, da der Fels hier gerade ziemlich wenig Struktur bzw. Tritte für grobe Bergschuhe bietet und zudem mein Rucksack auch ordentlich nach hinten zog. Siehe Bild Nr. IMG_15027; die Felsstruktur ist in wirklichkeit weniger gut ausgeprägt, als es aussieht. Ich bezweifle, ob ich diese Stelle ohne Drahtseil überwunden hätte. Schwierigkeitsgrad mit Zuhilfenahme des Drahtseils: II+/III-, ohne: mindestens III+.
Die Kaminrinne (siehe Bild Nr. IMG_15028) kann - und sollte (wg. Steinschlaggefahr) - innerhalb von 20 Minuten durchstiegen werden. Helmpflicht ist dabei selbstverständlich. Das schwierigste an der ganzen Kaminrinne ist, selbst keine Steine loszutreten: Ein übler Bruchhaufen, der immer schlimmer wird, je weiter man hinaufkommt! Deshalb bitte mit größtmöglicher Vorsicht aufsteigen wegen der Steinschlaggefahr für Nachsteiger. Gott sei Dank kam kein Steinschlag, während ich mich in der Rinne befand.
Beim Ausstieg aus der Kaminrinne weitet sich das Gelände zu einem kleinen Schotterkar (siehe Bild Nr. IMG_15029 & IMG_15031), das abermals sehr steinschlaggefährdet ist (v.a. nach unten hin, in die Kaminrinne). 10 Minuten später, nach der Überquerung des Kars, steht man schon in der Scharte unter der Gipfelwand des Tuxeggs.

Diese schätzungsweise 10 m hohe Gipfelwand bildet schließlich die letzte Schlüsselstelle im Aufstieg, was für mich keine Überraschung war, dank guter Dokumentierung im RoBerge Forum. Man sollte übrigens wissen, dass man den Gipfel nicht zwingend besteigen muss, um weiter bzw. wieder hinunter zu kommen. Mir erschien die Wand jedoch gar nicht so extrem und so versuchte ich mich daran. Das Wandl ist mit Eisenklammern entschärft: Da ich alleine war und ich mir von meiner (mittlerweile) Müdigkeit bewusst war, wagte ich nicht mal einen Versuch ohne die Klammern, sondern nahm sie gleich zuhilfe. Somit schätze ich das Wandl keinesfalls schwieriger als III-, vielleicht auch nur II+, allerdings nach oben hin ziemlich ausgesetzt! Ohne Zuhilfenahme der Klammern dagegen eher III+. Den Gipfel des Tuxecks erreichte ich schließlich um 13:45, wo ich (reichlich spät) meine Mittagsjause zu mir nahm.

... Fortsetzung folgt.

Offline Brixentaler

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Re.: Tuxeck über Schotterfeldköpfe und Südostgrat
« Antwort #18 am: 22.10.2018, 22:34 »
TEIL 3 VON 3

Da ich noch über den Treffauer gehen und schließlich über dessen Normalweg absteigen wollte, blieb ich nicht länger am Gipfel als nötig für Jause, Fotos und Gipfelbuch-Eintrag. Also packte ich um 14:15 wieder ein und machte mich zum Abstieg bereit - doch da hörte ich gerade Stimmen aus der Scharte kommen: eine Gruppe war im Aufstieg. Auweh, das kann schon mal einige Minuten dauern, abhängig von ihrer alpinen Erfahrung. Froh war ich deshalb, als doch sehr bald ein erstes Gesicht auftauchte: Die Dame redete ihrem Nachsteiger in italienischer Sprache zu. Letzterer brauchte etwas länger, war dann aber doch noch ziemlich bald oben. Schon wollte ich mich nach dieser kurzen Verzögerung zum Abstieg zur Gipfelwand begeben, als ich nóch mehr Stimmen von unten hörte und die beiden Gipfelsieger mir bestätigten, dass noch mehr Leute ihrer Gruppe im Aufstieg sind.......
Lange Geschichte kurz gefasst: Es war eine Gruppe von 5 Personen, von der die letzten drei erhebliche Schwierigkeiten hatten, sich abwechselnd sehr lange an der Gipfelwand versuchten (und letztlich doch scheiterten), gefolgt von den beiden erstgenannten die mittlerweile wieder zu ihren Genossen abstiegen, so dass ich insgesamt mehr als eine halbe Stunde Zeit des Wartens am Gipfel verlor :-\.

Mittlerweile schon nahezu 15:00, musste ich, angesichts des erwarteten Einbruchs der Dunkelheit spätestens um 19:00, meinen Plan ändern. Ich wusste vom südwestlichen "Normalweg" (Weg Nr. 826) des Tuxeggs, aber auch, dass dieser ziemlich ungemütlich sein soll. Jedoch hatte ich jetzt kaum eine andere Wahl, außer andernfalls mit Sicherheit in die Dunkelheit zu kommen (da ich wg. Knieverletzung beim Abstieg nicht schnell laufen kann). Also doch den direkten südwestlichen Normalweg versuchen.
Um zumindest beim Abstieg der Gipfelwand keine weitere Zeit zu verlieren und auch um, angesichts meiner "Hast", das Risiko zu minimieren, benutzte ich meinen Klettergurt und mein 15 m Halbseil, welche ich speziell für diesen Zweck mitgenommen hatte, um mich von der obersten Klammer vom Gipfel in die Scharte abzuseilen. Das ging schnell und problemlos wie geplant (auch wenn das doppelt genommene Seil nicht ganz bis in die Scharte reichte, aber der untere Teil des Wandls ist einfacher und auch nicht mehr ausgesetzt).
Einpacken und hinab in die Südwestflanke, der Fünfergruppe hinterher: Zuerst westlich durch eine schattige Schlucht, gefolgt von blockigem Felsgelände bis zu einem wunderschönen grasigen Aussichtsbalkon. Ach ja, mit diesem vermeintlichen Schnellabstieg geht sich wohl noch eine kurze Genuss- und Fotopause aus... 8)
Nach wenigen Minuten ging's wieder weiter, zunehmend steil und leider auch wieder zunehmend brüchiger, anfangs immer noch in westliche aber allmählich in südwestliche Richtung, durch latschendurchsetztes Schrofengelände hinunter. Nach 200-250 Hm (ab Gipfel) erreicht man wieder felsigeres Gelände, mit einer Abfolge von kaminartigen Rinnen. In einer dieser (relativ glattwändigen) Kaminrinnen gibt es nochmals eine Schlüsselstelle, bei der ein großer Klemmblock im Abstieg über- bzw. abgeklettert werden muss (leicht überhängend!). Gott sei Dank gibt es hier wieder eine technische Hilfe in Form eines (nicht mehr sehr fest erscheinenden) Stricks und ein paar künstlicher Tritte. Ohne diese Hilfsmittel wäre ich an dieser Stelle im Abstieg wahrscheinlich gescheitert (außer, es hätte vielleicht einen Sicherungspunkt für mein Halbseil gegeben, aber da gab es kaum solche Möglichkeiten, sofern ich mich erinnere).

Und nach diesem Klemmblock machte ich einen Fehler.

Die Wegmarkierung des Normalwegs war von Beginn an von ziemlich wechselnder Qualität und ich verlor sie ein paar Mal kurzzeitig aus den Augen, aber das Gelände gab eh immer die Richtung vor. Ich war extrem auf meine (vorsichtige) Fortbewegung konzentriert, aufgrund der erheblichen Steinschlaggefahr und im Wissen, dass sich noch eine Fünfergruppe (ohne Helme!) unter mir befindet.
Somit folgte ich nach dem großen Klemmblock der natürlichen Geländestruktur, geradeaus immer weiter hinunter in Richtung der offensichtlichen Fortsetzung der Kaminrinne. Die Kaminrinne wurde zunehmend schmäler und steiler. Gerade als ich nach etwa 10 Minuten Zweifel an der Richtigkeit meiner Route bekam, sah ich einen glänzenden Bohrhaken in der Kaminwand, gerade über einem Klemmblock... alsdann wird es schon OK sein. Nach diesem und noch einem weiteren Klemmblock im Abstieg (alle ohne Hilfsmittel, dafür etwas kleiner als der große Block weiter oben), war der folgende dritte Klemmblock wieder viel größer und stellte schon eine große Hürde dar. Den Rucksack vorerst abgelegt, querte ich zuerst ein paar Meter aus der tritt- und griffarmen Rinne raus, dann 3 m hinab, dann wieder zurück in die Rinne, dabei u.a. Faustklemm-, Stemm- und Spreiztechniken anwendend, bis unterhalb des großen Klemmblocks. Das war klettertechnisch gewiß schwieriger als die Tuxegg Gipfelwand, nur weniger ausgesetzt.
Und da hatte ich es satt: Spätestens hier wurde mir klar, dass ich wirklich auf dem falschen Weg war, weil ich mir 100% sicher war, dass die Fünfergruppe hier nicht runtergekommen wäre. Ich fühlte mich auch ziemlich unwohl bei der Sache, weil das Gelände nur schwieriger und absturzgefährdeter wurde, während jetzt sogar mein Rucksack noch oben (außer Reichweite) auf dem Klemmblock lag. Keine Markierung weit und Breit, außer dem Bohrhaken einige Meter zurück. Zugleich wurde mir des großen Risikos bewusst, wenn ich wirklich so weit ginge, dass kein Zurück mehr möglich wäre oder mir gar ein Fehltritt oder -Griff passiert, in dieser gottvergessenen Schlucht knapp über den Südwestabstürzen des Tuxeggs.
Nur ruhig bleiben. Eines war klar: hier war ich falsch. Weiter hinunter ist irre, aber zurück sollte schon gehen. Tatsächlich ist raufklettern leichter als abklettern. So war ich hinauf sogar deutlich schneller (ca. 15 min) als runter (ca. 20 min). Als ich die obere Kaminrinne mit dem ersten großen Klemmblock mit Hilfsmitteln wieder im Blick bekam, sah ich auch gleich oben an der Felswand daneben (im Abstiegssinn links um eine Ecke versteckt) einen verblassten aber dennoch gut sichtbaren Pfeil der nach Osten zeigt: Diesen hatte ich beim Abstieg übersehen, genau an einer Stelle, wo der Normalweg ganz scharf in eine andere Richtung abbiegt!

Bei meiner Rückkehr zum markierten Normalweg nach meinem unfreiwilligen Ausflug, um ca. 16:30, hatte ich eine etwas trockene Kehle bekommen (warum denn...) und trank ich meinen letzten Rest Trinken aus (dazu mehr am Ende des Berichts). Ab jetzt, dachte ich mir, geht's ja nur noch runter: Es kommt bald das große Geröllfeld auf der Südflanke über das ich nur mehr abzufahren brauche.
Von wegen. Auch wenn ich den richtigen Weg nicht wieder aus den Augen verloren habe, so zieht sich der Abstieg noch elendig weit über übel brüchige Felsstufen, saumäßig schottrige Steiglein und eklig erdige rutschige Latschengassen. Auch wenn die Landschaft hier noch so schön ist, so war mir der Steig selbst ein einziger Graus!
Bis ich dann endlich das große Geröllfeld auf der Südflanke erreichte, war es schon kurz nach 17:00. Hier galt es, abzufahren bis zum leicht begehbaren Wilder-Kaiser-Steig ("WKS") und obwohl es nicht ganz das "richtige" Geröll war, ging es doch so recht und schlecht.... bis ich nach kaum 30 Meter aus dem Augenwinkel, halb unter einer Latsche versteckt, einen Steinmann nebst einer deutlichen Steigspur in westliche Richtung entdeckte. Also Halt und Besinnung. Hier war wieder so eine Stelle: dem Gelände nach würde ich übers Geröll abfahren, aber der Steinmann und die Steigspur zeigten woanders hin. Zwar gab es auch eine Steigspur geradeaus nach unten, jedoch sah ich in diese Richtung keine Markierungen oder Steinmänner weit und breit. Ein Blick auf meine Wanderkarte bestätigte tatsächlich, dass der markierte Wanderweg vom Geröllfeld nach Westen in den Wald abbog: Das war dann doch eine Enttäuschung, weil ich mich richtig auf die technisch relativ einfache Geröllabfahrt gefreut hatte. Aber ich wollte keinesfalls wieder in unwegsames Gelände kommen. Also rein in den Wald (nachher betrachtet, hätte ich von hier doch einfacher und schneller über das Geröllfeld bis zum WKS abfahren können, aber diese Möglichkeit zeigte meine Karte nicht).
Nach 5 Minuten im Wald, passierte es mir doch fast schon wieder, falsch zu gehen, da die Steigspuren (Markierungen fehlanzeige) allmählich wieder in Richtung der Felswände hinaufführten. Das kann doch nicht sein: Karte bestätigte ebenfalls einen Abwärtsverlauf. Also zurück zur letzten (einzigen) Markierung und von dort ein neuer Anlauf. Mit einigem Vorstellungsvermögen, gegen die blendende Strahlen der tiefstehenden Nachmittagssonne, konnte ich beim 2. Anlauf tatsächlich auch undeutliche abwärtsführende Steigspuren im Wald erkennen. Die aufwärtsführende Spuren waren hingegen viel deutlicher. Egal; hier ging ich runter.
Und das war dann doch endlich der richtige Weg, der auch allmählich ausgeprägter wurde: Trotz einiger unangenehm rutschiger Stellen (aufgrund feiner Schotterauflage), im Großen und Ganzen von akzeptabeler Begehbarkeit. Die letzten ca.50 Höhenmeter bis zum WKS verliert sich der Steig zwar wieder komplett im Wald, ohne deutliche Spur ebenso wie ohne Markierungen, aber zum Glück braucht man da nur mehr geradlinig abzusteigen, um von selbst auf den WKS zu kommen.

Nach dem Erreichen des WKS ging ich, ausgedörrt aber mit froher Hoffnung auf das baldige Finden einer Wasserquelle sowie allgemein auf ein baldiges Ende der (Tor)Tour ;), zügig nach Nordwesten bis zur Wegkreuzung unter der Multerkarwand. Diese Kreuzung erreichte ich pünktlich zum Sonnenuntergang rund 18:15. Von Wasser leider immer noch keine Spur. Von dort hinab nach Süd(west)en, wobei ich erst auf der Wegscheid-Hochalm endlich die erste Wasserquelle seit dem frühen Morgen vorfand: Am Brunnentrog tankte ich sogleich einige Liter herrliches frisches Quellwasser auf.
Die letzte Viertelstunde von der Wegscheid-Niederalm zum Jägerwirt war es bereits dunkel, aber auf dem Forstweg war das kein Problem mehr. Genau um 19:15, also nach insgesamt 11 Stunden inkl. Pausen (und Wartezeiten), erreichte ich schließlich den Jägerwirt.

Bemerkungen zum Schluss

Diese Tour habe ich bewusst für den Herbst aufbewahrt, da es mir hier, wie auf der gesamten Kaiser-Südseite, im Sommer viel zu heiß ist (ich vertrage Hitze leider sehr schlecht). Dies erwies sich für mich als goldrichtige Entscheidung: bei max. 24ºC in Tallagen war es trotz ganztägig ungetrübter Sonne am Berg richtig angenehm (in Schattenbereichen sogar schon kalt): für mich perfekt.

Für diese Tour hatte ich 1½ Liter zu Trinken mitgenommen, was sich für mich dann aber doch als zu wenig erwies. Dabei trinke ich normalerweise eh schon relativ wenig. 2 Liter wären auf dieser Tour für mich angemessen gewesen; jetzt aber waren meine Wasservorräte bereits mehr als 2 Std. vor dem Ende der Tour zu Ende und dadurch erreichte ich die erstmögliche Wasserquelle (Brunnentrog auf der Wegscheid-Hochalm) leider bereits etwas dehydriert.
Also Achtung: Nach dem "Gamsbrunnl" am unteren Gruttenweg (nahe Gruttenweg-"Stiege") gibt es den ganzen Tag über keine Wasserquellen oder überhaupt welche Gewässer mehr, bis man beim Abstieg entweder den Wasserfall westlich unterhalb des Treffauer Schneekars (ca. 1600 m) oder gar erst die Wegscheid-Hochalm (ca. 1200 m) erreicht hat.
Im Nachhinein gesehen, hätte ich vor allem Anfangs nicht mit dem Wasser sparen sollen und dafür am Gamsbrunnl nochmals alle meine Flaschen auffüllen sollen. So bin ich aber dummerweise einfach daran vorbeigegangen und hatte schließlich zu wenig!

Offline geroldh

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Re.: Tuxeck über Schotterfeldköpfe Südostgrat und Treffauer
« Antwort #19 am: 22.10.2018, 23:11 »
Servus Brixi - und danke für deine sehr ausführliche Beschreibung.  8)

Heuer Mitte Juli (s. GB* ;D) waren der Bergspezl und ich auch "genau" auf deiner Route dort unterwegs (kein Bericht) - na ja, die Rinne (ich wäre selbst beinahe dort hinein getappt) haben wir aber doch ausgelassen...  ;)

Ansonsten ist alles genau so, wie du es beschreibst.
Das Seil im Aufstieg ist schon älter, auch ich habe schließlich davon kräftig Gebrauch gemacht - ohne zu Wissen, wie gut die Verankerung oben ist...
Zum Glück hatten wir an diesem Tag keine(n) "Vorsteiger", doch auch mir ist ein Stein in die Rinne ausgekommen...  :(
Ja, und in der Gipfelwand habe ich mich tatsächlich trotz der Klammern etwas unbeholfen angestellt... aber ganz ohne Eisen wollte ich dort nicht hoch - da ist die "Große Ostwand" technisch(!) tatsächlich einfacher...  :azn:

*Auch zu deinem Erlebnisbericht passen da ganz gut die einleitenden Zeilen im Tuxeck-Gipfelbuch:
Zitat von: ? (Aug.2013)
Ein Gipfel gehört Dir erst  wenn Du wieder unten bist - vorher gehörst Du Ihm.