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Autor Thema: Sonntagsrunde ums Soinkar am 03.07.2016  (Gelesen 1419 mal)

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Offline Samerbergradler

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Sonntagsrunde ums Soinkar am 03.07.2016
« am: 06.07.2016, 00:35 »
Nachdem der Samstag abend aus bekannten Gründen ja sehr lang und extrem nervenaufreibend war ;), hab ich mir für Sonntag eigentlich nichts größeres mehr vorgenommen, zumal es bei der nächtlichen Heimfahrt ja noch ziemlich stark geregnet hat.
Es war dann am Vormittag immer noch stark bewölkt, ab Mittag hat es sich aber leicht angedeutet, dass der Nachmittag unter Umständen noch schön werden könnte.
Zum Radeln war es mir ehrlich gesagt zu frisch und zu naß, also wollte ich eine schon lange geplante kleinere Tour machen: vom Sudelfeld aufs Wildeli- äh Wildalpjoch. Südseitig und aussichtsreich, außerdem war ich da schon lange nicht mehr droben.

Aufgrund der oben erwähnten Gründe und des Umwegs über Oberaudorf (Tatzelwurmstraße gesperrt) war ich dann „schon“ um drei Uhr am P Unteres Sudelfeld. Aber egal, die Tour ist nicht so lang und die Sonne kommt ja eh gleich raus (dachte ich zumindest).
Ich bin dann recht zügig rauf zum Bundeswehr-Materiallift und dann weiter über die steile Teerstraße ins Lacherkar raufmarschiert.
Im Kar angelangt hab´ ich mich dann kurzfristig entschlossen, auf die Soinwand zu gehen, da war ich ja auch schon ewig nicht mehr. Also, statt geradeaus, weiter nach links oben Richtung Lacherspitz. Vor allem im unteren Bereich war das eine ziemlich batzige Angelegenheit.
Oben, am grasigen Plateau, kam dann tatsächlich auch die Sonne kurz heraus  - passt!
Ich bin dann kurz ins Soinkar abgestiegen und hab den Pfad links, der direkt unterhalb der Kesselwand vorbeiführt, genommen.
Nach kurzer Zeit war das Loch in der Kesselwand zum Greifen nah direkt über mir zu sehen. Na, wenn ich schon mal da bin, kann ich da ja mal raufschauen. Ich habe dann bald festgestellt, dass da ja sogar ein Pfad raufführt. Durchs Loch durch gings ganz leicht, und dann tat sich eine für mich neue Perspektive zum Wendelstein auf.
Zum Gipfelkreuz wars von dort auch nicht mehr so weit und so bin ich dann wieder auf die andere Seite querend oben rüber zum Gipfel gegangen/gekraxelt. Gipfelpause.
Runter bin ich dann über den vorher erwähnten Pfad wieder ins obere Soinkar und von dort weiter Richtung Soinwand.

Kurz darauf habe ich mich noch sehr nett mit einem Häuslbauer unterhalten. Was tut man doch nicht alles für eine ruhig gelegene, aussichtsreiche Immobilie, auch wenn die verkehrsmäßige Erschließung doch stark zu wünschen übrig läßt! Der muss jedes einzelne Teil von Lacherkar her raufschleppen - das nenne ich wirklich Idealismus.

Auf dem Weiterweg zum Soingipfel sanken die Wolken dann immer tiefer, vom angekündigten Sonnenschein war nur am Horizont etwas zu erahnen.
Den Gipfel hatte ich wieder für mich ganz allein und die Aussicht wäre wohl ohne die tiefen Wolken noch beachtlicher gewesen. Nach ausgiebiger Gipfelpause gings dann wieder zurück, unterhalb der Kesselwand vorbei zurück auf das Plateau.


roBerge.de

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« am: 06.07.2016, 00:35 »

Offline eli

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Re: Sonntagsrunde ums Soinkar am 03.07.2016
« Antwort #1 am: 06.07.2016, 11:55 »

Kurz darauf habe ich mich noch sehr nett mit einem Häuslbauer unterhalten. Was tut man doch nicht alles für eine ruhig gelegene, aussichtsreiche Immobilie, auch wenn die verkehrsmäßige Erschließung doch stark zu wünschen übrig läßt! Der muss jedes einzelne Teil von Lacherkar her raufschleppen - das nenne ich wirklich Idealismus.

Servus Samerbergradler,

eine schöner Bericht von einer kurzweiligen Runde, bei dem vielleicht nur noch das Bild von der prachtvollen Villa   #desnemma#   unter der Soinwand fehlt.

Hawedere

eli

Offline Samerbergradler

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Re: Sonntagsrunde ums Soinkar am 03.07.2016
« Antwort #2 am: 06.07.2016, 17:21 »
Na, da hat sich aber inzwischen so einiges geändert bei der Hütte. Der Mann ist echt fleißig!

Und damit es auch keine Missverständnisse gibt: die Antenne am Wendelstein steht nach wie vor senkrecht. Die Neigung auf den Bildern hat andere Gründe. #schaem#

Am Rückweg von der Soinwand habe ich mir bereits durch den Kopf gehen lassen, ob ich nicht doch noch zum Wildalpjoch rüber soll. Weil, wenn ich schon mal da bin... ;)
Es war zwar schon relativ spät, aber der Tag ja noch lang und so furchtbar schlecht hat das Wetter dann auch nicht mehr ausgeschaut.
Die Lacherspitz ist vom Plateau aus in wenigen Minuten problemlos zu erreichen. Hab ich deshalb auch gleich mitgenommen, wenn ich schon mal da bin... ;D
Von dort sieht der Weg zum Wildalpjoch nicht mehr so weit aus und ich hab schon kalkuliert, dass ich noch bei Tageslicht am Auto ankommen würde.
Also hab ich mich an die abwechslungsreiche Querung hinüber gemacht, wobei hier auch einige batzige Abschnitte nicht zu vermeiden waren.
Unterhalb vom Gipfel der Seewand hab ich schon überlegt, ob ich da nicht auch noch rauf soll, weil, wenn ich schon mal....- na ihr wißt schon. ;)
Aber angesichts der Uhrzeit und der Feuchtigkeit des Untergrunds war sicher keine Zeit mehr für Experimente und so hab ich´s besser bleiben lassen.
Vom Wildalpjoch aus war dann die gesamte bisherige Tour gut zu überblicken sowie das gesamte Soinkar aus einer wieder völlig anderen Perspektive.
Vom Gipfel des Wildalpjochs lacht ja schon die Käserwand herüber, es war noch lange hell, und wenn ich schon mal.... – ja genau.
So gab es also innerhalb einer viertel Stunde zweimal eine ausgiebige Gipfelrast, und dann machte ich mich wirklich an den Abstieg.
Ich bin dann über den Steig am Wildalpjoch-Südhang wieder runter ins Lacherkar, zur Abwechlsung mal wieder teils batzig und bei beginnender Dämmerung über die Teerstraße und am Materiallift vorbei wieder zum Parkplatz. Im letzten Tageslicht war ich dann wieder am Auto.

Somit hat sich aus der geplanten Kurztour spontan eine wunderbare Runde um das komplette Soinkar ergeben, die sogar noch ausbaufähig ist.
Ok, das nächste mal werde ich dann doch früher losgehen und bei trockenen Verhältnissen macht es sicher noch mehr Spaß. Dann könnte ich ja außerdem auch noch rüber auf den Wendelstein, weil wenn.......  8)