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Autor Thema: Schildenstein über die Königsalm  (Gelesen 1485 mal)

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Online Kalapatar

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Schildenstein über die Königsalm
« am: 24.06.2016, 17:52 »
Hallo zusammen

Heute hat es mich mal wieder in die Tegernseer Berge verschlagen. Ziel war der Schildenstein, doch nicht über die Wolfsschlucht, dafür war es mir zu heiß, sondern über die Königsalm. Start war am Klammparkplatz, hinter Kreuth (auf der anderen Straßenseite die Winterstube, wo es zur Schwarzentenn Alm hoch geht). Bis zur Königsalm geht man auf der Naturrodelbahn. Noch immer findet man alte Bezeichnungen der besonders spektakulären Kurven, wie "Buchstein Kehre" oder "Klammkehre". 1984 war da die Rodel Weltmeisterschaft. Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Die Bahn hatte eine Länge von 1.400m mit einer durchschnittlichen Steigung von 13,6%. Das ist schon ganz ordentlich, man kann nämlich bis zur Alm auch mit dem MTB fahren (da gibt es dazwischen aber echt "gaache Sückerl"). Nichts desto Trotz haben mit zwei Tegernseer Damen überholt, die plaudernd auf ihren neuen e-Bikes an mit vorüber gezogen sind.
Auf der Alm erst mal einen Kaffee und dann ging es etwa nochmal so lange auf Pfaden zum Gipfel. Hier blühen sehr schöne Enziane. Man hatte einen tollen Blick auf den Blaubergekamm mit der Haslerspitze und aufs Karwendel bis zum Wetterstein. Beim Abstieg sind mir dann nochmals zwei Biker entgegengekommen, die haben ihre MTBs doch tatsächlich bis unter den Schildenstein getragen (das sind bestimmt 1,5h Tragestunden). Gut, man kann auf der anderen Seite dann zur Gufferthütte fahren, das sind aber auch nur Trails. Da fällt mit nur "gspinnert" ein.
Es war eine schöne Tour, aber heute sehr heiß.

Viele Grüße, KaPa

roBerge.de

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« am: 24.06.2016, 17:52 »

Offline Wanderfreak

  • roBergler
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Re: Schildenstein über die Königsalm
« Antwort #1 am: 24.06.2016, 19:33 »
Danke für den bebilderten Bericht von dieser "heissen" Wandertour!

Dein Bild von der Königsalm zeigt übrigens das sogenannte Kavaliershaus. Klaus Dullinger schreibt dazu auf http://www.dullinger-web.de/huetten/voralpen/koenigs.htm:

"Sie ist schon etwas besonderes, die Königsalm. Man kann es kaum glauben, dass man hier auf einer Alm ist, wenn man vor dem Kavaliershaus steht, der Unterkunft des Senners. Mit dem aus Natursteinen gemauerten Erdgeschoss und dem hölzernen Obergeschoss, erinnert das Gebäude eher an ein hochherrschaftliches Jagdhaus und so soll auch in früheren Jahren die Österreichische Kaiserin Elisabeth ("Sissi") hier zu Besuch gewesen sein. Das eigentliche Almgebäude steht gleich neben dem Kavaliershaus und ist mit gut 45m auffallend lang. Im 18. Jahrhundert erbaut, erfüllt es auch heute noch seinen Zweck."

Die Alm gehört noch heute dem Hause Wittelsbach und wird von Sepp Gottfried und seiner Frau Resi seit gut 25 Jahren bewirtschaftet. Sepp Gottfried ist vielen Volksmusikfreunden ein Begriff. Ist er doch einer bekannten Waakirchner Sänger ("Über d' Oima, da gibts Koima ...").