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Autor Thema: Ölrain (1542m) und Osterfeuerspitze (1368m) am 07.05.2016  (Gelesen 984 mal)

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Offline scheffauer

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Basis: Rother Wanderführer "Isarwinkel" (Auflage 2012) Tour 46 "Osterfeuerspitze" , Karte: Kompass 06.
Zuallererst der Hinweis, dass es diese Tour in der neuen 2016er Auflage nicht mehr gibt.

Tour mit Abenteuertouch verspricht Buchautor Hüsler und er verspricht nicht zu viel. Ich gehe die Tour zum ersten Mal, der Anfang ist leicht: vom Bahnhof ins Ortszentrum, Loisach überqueren dann links die bezeichnete "Walchenseestrasse" bis zum Schloss Wengwies gehen. Der Wanderführer schreibt dann "Rechts an dem umzäunten Grundstück vorbei und zum oberen rechten Eck der gossen Lichtung, weiter einer breiten Fahrspur folgend...". In der Praxis führt rechts am mit Zaun versehenen Grundstück tatsächlich ein breiter Weg vorbei, den nutze ich auch, dummerweise führt der aber um das Grundstück herum, die Lichtung verliert man aus den Augen. Man müsste wohl dann, wenn der Zaun endet, den breiten Weg verlassen und weglos bis zum rechten oberen Ende der Lichtung gehen.
Spätestens als der Weg über eine Brücke die Hirschlaine überquert, weiss ich, dass ich wohl improvisieren muss, im Wanderbuch führt der Weg später definitiv in das Bett der Hirschlaine. Also quere ich nicht die Brücke, sondern gehe auf Wegspuren geradeaus. Anfangs gar kein Problem, die breite Klamm lässt sich gut begehen, allerdings keine Steinmännchen oder ähnliches zu sehen. Irgendwann ist links ein halb vertrockneter Wasserfall zu sehen, da kommt wohl die Hirschlaine herunter, ich gehe nun weiter im Eckleitengraben, anderer Name, selbes Szenario. Der Weg wird enger und steiler, mehrere Steilstufen kann man umgehen, später hilft nur noch klettern, teils mit den Bergstiefeln im fliessenden Wasser. Die grösste Felsstufe scheint dann wohl der sogennante "Hohe Fall" zu sein, da sehe ich auch das erste Steinmandl. Prinzipiell habe ich mich bei Abzweigen links gehalten, schien mir intuitiv der Klammgrund zu sein und das hat sich auch als richtig erwiesen. Wo der im Wanderführer beschriebene Weg in die Klamm mündete, habe ich übrigens nicht bemerkt. Nochmals verwirrt war ich, als ich am Ende der Klamm auf eine Lichtung trat, mit schönen Blick auf den Heimgarten, rechts ging durch den Schnee ein Weg hinauf zu einem Gipfel, ich bin dem Weg nach links gefolgt, der aber bald ins Tal führen wollte, hier sah ich dann einen Pfad bergwärts, welchem ich folgte. Am Gipfel versuchte ich mich zu orientieren, der Gipfel zu welchem die Spuren im Schnee führten musste der Hirschberg sein, ich selber sass auf der Ölrain. Kurz orientierungslos war ich deshalb, weil mich mein Wanderführer nun das zweite Mal verwirrt hatte, da steht geschrieben "Schliesslich verflacht das Gelände und ein Weglein leitet in einen Sattel (...) im Wald hinaus zum Westgrat des Ölrain." Dieses "Weglein" hatte ich wohl verpasst und bin auf der entgegengesetzten Seite der Ölrain herausgekommen. Das grosse Problem des ersten Teils der Wanderung ist, dass es an den entscheidenden Stellen keine Steinmännchen oder dergleichen gibt, es ist gerade bei der ersten Begehung nahezu unmöglich die Wanderung wie beschrieben durchzuführen.
Die Mutmassung auf der Ölrain zu sein, führte mich zu der Folgerung dass ich nun nach Westen musste, um den Steig zum Osterfeuerkopf zu erreichen, tatsächlich zeigten sich nun bald Wegspuren, sogar in den Boden gerammte Aluminiumstäbe. Bald war der Pfad deutlich erkennbar und ab Osterfeuerkopf gibt es einen nicht endenden Wanderweg nach Eschenlohe zurück, solche weiten Kehren bin ich lange nicht gegangen,aber schöne Blicke auf Schloss Wengwies, aber irgendwas Wissenswertes konnte ich über das Anwesen im Internet nicht finden. Die Wanderung dauerte mit kurzen Pausen ca. 7 h, der Rother Wanderführer gib 5 1/4 h an, aber nicht vom Bahnhof sondern vom Wanderparkplatz, welcher ca. 30 Minuten vom Bahnhof entfernt ist.
Die Tour erinnerte mich an meine wilden Touren in Mallorcas Bergen, wo man Pfaden und Steinmännchen folgte, ohne genau zu wissen, wo man herauskommt. Es ist wirklich erstaunlich, wie Nahe der Zivilisation, kaum Zeichen der Zivilisation sichtbar sind, man geht paar Schritte und ist eigentlich in der Wildnis, erst unterhalb des Osterfeuerkopfes treffe ich auf Wanderer.
Die ersten Fotos zeigen die Klamm der Hirschlaine und den Eckleitengraben, im zweiten Beitrag dann Fotos vom Rest der Tour.

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« am: 08.05.2016, 14:49 »

Offline scheffauer

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Hier noch mehr Fotos, die Landschaft ist atemberaubend schön.  :)