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Autor Thema: Vermisst - Monika Trautners erster Fall  (Gelesen 945 mal)

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Offline Reinhard

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Vermisst - Monika Trautners erster Fall
« am: 16.04.2016, 16:57 »
Die Krimiserie des Bergverlags Rother hat sich zu einem echten Renner entwickelt! Heute können wir einen neuen, brandaktuellen Roman vorstellen:

Monika Trautners erster Fall


Der Inhalt:

Endlich hat sie Zeit fürs Klettern: Als Monika Trautner in Rente geht, widmet sie sich ganz ihrer Leidenschaft. Da besucht sie ihr Enkel: Liam ist verliebt, aber seine Angebetete ist nach einem Kletterkurs verschwunden – es gibt kein einziges Lebenszeichen mehr von ihr. Ein Unfall? Selbstmord? Oder hat der Bergführer Lukas etwas damit zu tun? Bei seiner letzten Tour kam auch schon jemand ums Leben ...

Die Polizei hat die Suche aufgegeben, aber Liam und Monika folgen Susis Spuren in den Tannheimer und Ammergauer Bergen. Sie buchen sogar bei Lukas einen Kletterkurs für Fortgeschrittene, obwohl Liam vom Klettern keine Ahnung hat. Monika lehrt ihn die Grundlagen und begleitet ihn in die Berge – und zeigt dabei Eigenschaften, die man kaum von einer älteren Dame erwartet.

Liam glaubt unerschütterlich, dass Susi am Leben ist. Und tatsächlich finden Monika und er heraus, dass sie entführt wurde. Sie beschließen, sie zu befreien, und kommen schließlich einem tragischen Familiengeheimnis auf die Spur.


Leseprobe:

Sie erwachte in einer Welt aus Silberlicht und Schatten. Ihr Schlafsack war feucht an ihrer Wange, ihr Rücken kalt. Zu träge, um ihren Anorak anzuziehen, drehte sie sich auf die andere Seite und schloss die Augen. Ein Geräusch drang in ihr Bewusstsein, so leise, dass sie nicht sicher war, es gehört zu haben. Etwas wie ein Rascheln. Ja, da war etwas. Susi richtete sich zum Sitzen auf und lauschte. Im Wald knackte und knisterte es.

Sie starrte auf die finstere Mauer der Bäume am Wiesenrand. Hatte sich dort etwas bewegt? Was für ein Tier ...? Ein splitterndes Geräusch, als bräche ein dürrer Ast. Susi fuhr zusammen. Das musste etwas Großes sein. Ein Fuchs, ein Wildschwein? Ihr Atem ging schnell und flach. Da – zwischen den Bäumen – eine Gestalt löste sich aus der Dunkelheit – sie kam direkt auf sie zu!

Schnell zog sie ihre Hände aus dem Schlafsack. Mit fliegenden Fingern nestelte sie am Reißverschluss, verdammt, er klemmte, sie blickte auf, er war fast da, sie wollte weg, nur weg! Keine Chance – ein Mensch stand über ihr. Sein Gesicht verbarg sich unter einer Skimütze mit Augenschlitzen. Susis Herz raste, sie brachte kaum einen Ton hervor.
„Was ... was ...“

Er beugte sich über sie. Sie winkelte ihre im Schlafsack gefangenen Beine an und stieß sie mit aller Kraft gegen seine Knie. Er schrie auf und kippte zur Seite. Susi rollte sich von ihm weg, dabei wischte ihr Gesicht über feuchtes Gras, nun lag sie auf dem Rücken. Ein massiger Körper stürzte auf sie herab und quetschte ihr die Luft aus den Lungen. Er keuchte über ihrem Gesicht, der Dunst von Schweiß und Leder schlug ihr entgegen. Ihre Handgelenke wurden gepackt und mit enormer Kraft auf den Boden gepresst.

Plötzlich ließ der Druck auf Susis Brust nach, ihr Gegner saß rittlings auf ihrer Taille. Susi zappelte und schrie. „Hilfe! Hiiiilfe!“ Er schob ihre Hände seitlich an ihrem Kopf vorbei nach hinten, bis sich ihre Handgelenke berührten, umklammerte sie mit einer Hand und zog mit der anderen etwas aus der Tasche seiner Lederjacke – ein Messer? Susi wand sich, bäumte sich auf und biss mit aller Kraft in den Unterarm ihres Gegners. Unter ihren Zähnen spürte sie Haut und Muskeln. Warmes Blut quoll ihr in den Mund. Er jaulte auf, ließ sie los. Seine andere Hand stieß auf sie herab. Greller Schmerz fraß sich in Susis Schulter. Vor ihren Augen verschwamm alles, dann tauchte sie ins Dunkle.


Den Bergkrimi gibt es als Buch (links) und als Kindle-eBook (rechts]:

     


Die Autorin:

Irmgard Braun, geb. 1952, klettert seit mehr als 30 Jahren in der Fränkischen Schweiz, den Dolomiten und Gardaseebergen – wobei sie ihren Ehemann besser behandelt hat als die Protagonistin ihres Bergkrimis, der in diesen Gegenden spielt.  Als echte Insiderin der Kletterszene kennt sie sich aus mit der Psyche des Homo Kletteriensis non sapiens, egal ob Wettkampfaffe, Bouldergorilla oder Alpinyeti. Irmgard Braun hat Erfahrungen als Erstbegeherin, sie war Mitglied der deutschen Sportkletter-Nationalmannschaft und kletterte mit mehr als 50 Jahren noch den unteren zehnten Grad. Das Schreiben ist seit Jahrzehnten ihr Beruf, sie war Redakteurin beim ALPIN-Magazin und beim Süddeutschen Verlag Medien-Service, veröffentlichte Artikel in verschiedenen Berg- und Kletterzeitschriften und ist Autorin des Kletter-Lehrbuchs „Klettern – aber sicher“. Heute arbeitet sie als freie Schriftstellerin in München und schreibt Krimis und Fantasy.
Webseite:irmgard-braun.de

roBerge.de

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« am: 16.04.2016, 16:57 »