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Autor Thema: Haaralmschneid  (Gelesen 1464 mal)

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Offline BFklaus

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Haaralmschneid
« am: 27.02.2016, 19:08 »
Auf dem Weg zur Haaralm fielen mir drei parallele Spuren im Schnee auf (Foto 01), die fast schon lehrbuchmäßig zeigen, dass eine „friedliche Koexistenz“ der drei dominanten Bergwinter-Weltanschauungen Tourenskigehen, Winterwandern und Schneeschuhgehen (von links nach rechts) zumindest abschnitts- und zeitweise möglich ist.
 
01_Friedliche_Koexistenz.JPG


Erst ab der Haaralm konnte man von Winterlandschaft reden, obwohl der steile Gipfelhang recht viele ausgeaperte Stellen zeigte. Ich wählte eine Aufstiegslinie an der westseitigen Almgrenze, dicht am Waldrand entlang. Dort lag etwa drei Viertel der Strecke kaum Schnee, kurz unterhalb des Gipfels wurde es allerdings ziemlich steil und unwegsam. Am Gipfelkreuz (Foto 02) war ich für Minuten alleine, dann kamen ein Paar und später noch eine Frau. Selten habe ich die Haaralmschneid so „überlaufen“ angetroffen. Auf Foto 02 sieht man die Gipfelparade von Gamsknogel, Rauschberg, Unternberg bis zur Kratzelschneid in Verlängerung der Haaralmschneid.
 
02_Haaralmschneid.JPG

Im Nordwesten fällt natürlich der Hochgern besonders auf, der mit dem bayerischen Meer dahinter eine Traumkulisse abgibt (Foto 03).
 
03_Hochgern.JPG


So schweißtreibend der Aufstieg war, so spaßig war der „Abstieg“. Ich benutzte ein Sitzpolster als Unterlage für mein Hinterteil und schlitterte darauf in knapp 10 Minuten auf dem gut verfestigten Schnee runter zur Alm. Vorausblickend hatte ich mir eine wasserdichte Überhose mitgenommen.

Als ich die Haaralm erreichte, hatte sich der Föhn schlagartig durchgesetzt, der Himmel war jetzt nahezu wolkenfrei, Hörndl und Gurnwandkopf grüßten aus der Nachbarschaft (Foto 04).
 
04_Haaralm_vor_Hörndl.JPG

Auch die beeindruckende Pyramide des Sonntagshorns mit den Reifelbergen daneben war glasklar zu sehen (Foto 05).
 
05_Sonntagshorn.JPG


Ich legte noch eine Pause an einer der Almhütten ein und ließ mir dabei die Sonne auf den Pelz brennen. Gerne wäre ich noch länger da geblieben, aber zu Hause wartete ein frisch gebackener Apfelkuchen auf mich.

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« am: 27.02.2016, 19:08 »