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Autor Thema: Strohnschneid über Egger-Schneid  (Gelesen 2596 mal)

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Offline BFklaus

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Strohnschneid über Egger-Schneid
« am: 17.09.2015, 22:45 »
Ganz in der Nähe des Klettergartens im OT Maiergschwendt, einem früheren Steinbruch für Ruhpoldinger "Marmor", gibt es ausreichend schattige Parkplätze. Unweit von diesen findet man den Einstieg zu einer wunderbar einsamen, abwechslungs- und aussichtsreichen Gratwanderung Richtung Hochfelln.

Zunächst stieg ich den steilen, unmarkierten, aber gut sichtbaren Steig zum Kamm hoch und folgte dann ziemlich strikt dem Kammverlauf. Die Egger-Schneid (1064 m) ist von Norden her eine senkrechte, glatte Felswand, nur was für Extremkletterer. Über den Ostgrat führt eine leichtere Kletterroute hoch (ein IIIer?), aber am einfachsten erreicht man den Gipfel vom Westen, indem der Felsklotz nordseitig umgangen wird. Der Blick auf den Ruhpoldinger Talkessel mit Rauschberg, Kienberg und Gamsknogel im Hintergrung ist wirklich 1A (Foto 01). Ich genoß Aussicht, Ruhe und Sonne auf dem bequemen Ruhebankerl unter dem Gipfelkreuz.

Gleich kommt der nächste Felskoloss, etwas höher, etwas länger, mit überhängender, glatter Nordwand, an dessen Fuß der Pfad entlang führt, bis man über sehr steile Gras-Schrofen wieder auf den Kamm steigt. Dann geht es etwas bergab, man kreuzt den markierten Weitwanderweg E4/SalzAlpenSteig in der Senke und steigt die Poschinger Wand hoch. Jetzt sind gelegentlich verwaschene rote und blaue Markierungen zu sehen. Zwei größere Felsköpfe werden südseitig umgangen, der Besuch lohnt nicht, weil zugewachsen und ohne Aussicht.

Der Aufstieg zur Strohnschneid ist angenehm zu gehen. Bald ist das Gipfelkreuz mit Bank erreicht (Foto 02). Man sitzt dort zwar recht kommod, die Aussicht ist aber weiter oben deutlich besser. Ich wanderte deshalb noch einen guten Kilometer durch die engen Latschengassen, um es mir schließlich auf einem Block mit Chiemsee- und Almblick gemütlich zu machen (Foto 03).

Nach etwas Auf und Ab erreichte ich den markierten Wanderweg, der von der Bründlingalm zum Hochfelln zieht, folgte ihm kurz und stieg dann Richtung  Fellnalm ab. Foto 04 habe ich im oberen Teil des Abstiegs aufgenommen, es zeigt den Kammverlauf der Strohnschneid, mit der Egger-Schneid in der rechten Bildhälfte.

Der Weg über die Farnbödenalmen und die Glockenschmiede zieht sich auf brettharten Forstwegen ganz gewaltig. In der Siedlung Haßlberg liefen mir zum Tourfinale zwei knuddelige Kälber vor die Linse - ein Bilderbuchidyll am Fuß der Egger-Schneid.

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« am: 17.09.2015, 22:45 »