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Lungauer Wandertagebuch ( 2015 - 37.KW )

Begonnen von eli, 10.09.2015, 18:06

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eli

Servus beinand!

Von drentn, vom Lungau komme ich her und ich muss euch sagen, es herbstelt schon sehr! Denn all` überall auf den Bergesspitzen, sah ich eiskalte Schneefelder blitzen...  #wetter3#

Mit meiner Frau war ich für ein paar Faulenzertage nach St. Martin / Lungau  gefahren. Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster ( Bild a1 ) - und nach den Eindrücken bei der Fahrt über die Obertauern - war uns klar: Die 1. Bergwanderung läuft nur auf Sparflamme zwecks Erkundung der Verhältnisse. Ich denke mal, dass meine roBerge - Freunde   :) den Berg gegenüber von einer gemeinsamen Tour sehr gut kennen. Genau, das Kareck, knappe 2500m hoch.
Wir sind dann einfach den Bundschuh rauf ins Schönfeld gefahren ( Bild b1 ), das aber schon an die 1700 m hoch liegt. Da spaziert man also sozusagen schon über den Gipfeln der meisten Chiemgauer:D
Hier im Nationalpark Hohe Tauern ist die königliche Ruhe zuhause  #angel# - wenn man mal die Biker überhört, die sich wegen der momentanen Sperre der Katschbergstraße eine neue kurvenreiche Strecke gesucht haben.  ???
Am mäandernden Bacherl wandern, prachtvolle Schwammerl suchen, nicht alle abends verputzen  und die kleinen stacheligen Wunder der Natur entdecken, das ist Erholung pur. ( Bilder c )
Bild d : Der Blick auf Stuben - und Sauereggnock ( 2240m ) weckt wieder Erinnerungen an die sommerliche roBerge - Nockrunde ( 37. KW ) und hilft, die Tour für den kommenden Tag richtig zu planen.

Und die führt uns nach Kärnten in die Millstädter Nocken. . Bis dahin

hawedere

eli

eli

Servus beinand!

Auf die excellenten Prognosen der Wetterfrösche konnte man sich auch hier im Lungau  absolut verlassen: Wenn schönes, stabiles Wetter vorhergesagt war, hüllten sich die Berge ringsum in Wolken und umgekehrt... #dankeschoen#

Ergo haben wir am Dienstag - "kühl, regnerisch, windig"   :(  - auf der Millstätter Alpe den Kamplnock , 2101 m, bestiegen. Es wurde ein prachtvoller Bergtag!  :D
Mein Abseits -Aufwärts - Tipp:  ;) Keinesfalls von Millstatt rauf zum P. bei der Alexanderhütte fahren, das ist Rummel pur!  #sonicht# , sondern bei Eisentratten in den versteckten Nöringgraben und mit genügend!!! Bodenfreiheit auffi zum Nöringsattel, ca 1600 m rumpeln. Da steht man den ganzen Tag ganz alleine und zahlt natürlich auch nix.  #geheim#

Wir sind dann so was von gemütlich in rund 1 1/2 Stunden durch herrliche Lärchenwälder, vorbei an verstreuten, geheimnsivoll schimmernden  Lacken und weitem Almgelände rauf zum Millstätter Törl. Stad war`s, weit und breit keine Menschenseele.  #angel#
( Bilder f / g )

Kurz vor dem Törl dann grüßten uns die Weißen der Hochalmspitze und vom Malteiner Sonnblick, grad noch zum Aushalten.  :D

Und das Warten auf meine FS hoffentlich auch!  ;D

Hawedere

eli



eli

Servus beinand!

Wenn man diesen Schilderbaum am Törl erreicht hat, ist es vorbei mit der Stille und Einsamkeit. ( Bild i2 ) Die Entscheidung, welchen Weg wir zwei gewählt haben, könnt ihr sicher nachvollziehen.  :D

Der 20 - minütige Aufstieg zum Kamplnock dann ist kurz, leicht felsig im oberen Teil , aber vor allem leicht. ( Bild j2 )

Oben auf 2100 Meter genießt man dann das Rundum - Panorama von den Karawanken über die Julischen Alpen, die Hohen  und Niederen Tauern und die Nockberge der Norischen Alpen; auch den Tiefblick zum Millstätter See! ( Bild kkk2 )

Natürlich fesselt mich aber die wahrhaft gigantische Mauer der Kölnbreintalsperre im Maltatal zwischen Hochalmspitze und Sonnblick am meisten. ( Bild kk2 )Sie taucht ja auf mehreren meiner Bilder auf.  #missbig#

Bild k2 : Nicht gerade der K2, aber hier oben am Gipfelkreuz baumelt die Seele trotzdem!  :)

Hawedere

eli

eli

Servus beinand

beim gemütlichen Abstieg in den Nöringgraben.. Kaum hat man das "Törl " wieder geöffnet, kehrt vollkommenen Ruhe ein, die man dann hier auf einem Bankerl an der nahen Brandlochhütte genießt. ( Bild l2 ).
Den weiteren Abstieg durch die noch erstaunlich grünen Lärchenwälder  ::) ohne Kommentar in den folgenden Bildern m2 - p2

Ach ja, 2 freundlichen Bergfexen sind wir dann doch auf dieser ruhigen Seite des Kamplnock begegnet. Die waren von der Millstätter Seite zur Alexanderhütte hochgefahren und total begeistert von der "Rückseite der Medaille" Woher die stammten?  Aus Rosenheim!  :D

Insgesamt waren wir zwei etwa 4 1/2 Stunden unterwegs, also ein Vorschlag für eine nette Halbtageswanderung. :)

Hawedere bis bald,

eli

eli

Servus beinand!

Tags darauf sind wir dann, bei prächtigem Sonnenschein  ::) - so jedenfalls die Froschvorhersage - nach Obertauern raufgefahren. Ziel war  der Oberhüttensee. Ist ja eine total überlaufene Standardtour, aber diesmal kein Kfz am kostenfreien P., 1700m hoch, nur vereinzelt leicht vermummte Wandergestalten.
Husch - husch vorbei am Hundsfeldsee, vorüber an Baggern, Kränen und Baufahrzeugen in dieser albtraumhaft verschandelten Skidestination und schon lächelte über Seekaralm und Seekarspitz die Sonne  herüber. ( Bilder a3, b3 )  Also doch abends keine Froschschenkel?  #hihi#

Stark ansteigend geht es dann auf einem Steig zum Wurmwandsattel ( 2010m ) hinauf, mit eindrucksvollem "Pano Obertauern" von der Gr. Kesselspitze bis zum Gr. Pleißlingkeil am Kreuz. ( Bild c3 )

Ab hier ist es dann nur noch schön und oder stad. Unser Weg schlängelt sich um viele Lacken und Tümpel,  leicht steigend und fallend , über herbstelnde Weideböden und zieht rauf zur Klammlscharte, 2090 m . Kenner kennen den massiven Bergrücken in der Ferne auf Bild dd3 schon jetzt.  Genau, das ist doch....   ::)

Na hawedere

eli


eli

Servus beinand

beim Stoamandl auf der Klammlschartn, ca. 2100m. Ab hier geht es dann in passablem Gefälle wieder über weites Almgelände bergab. ( Bilder e3  /: g3 ) Gut so, denn später muss man ja da auf dem Rückweg auch wieder hoch.  :D

Bild f: Vorfreude auf den Winter!  #angel#

Bild h3: Der Oberhüttensee auf rund 1850 m. Er liegt genau auf dem Scheitelpunkt des " Urpfades", also jenes geschichtsträchtigen Übergangs aus dem Weißpriachtal ins Schladminger Ennstal. Hier war nämlich  seit der Römerzeit schon der übliche  Handels - und Reiseweg über die Niederen Tauern von Süd nach Nord, der Radstädter Tauernpass kam erst später für Handel und Wandel so richtig en vogue.
Von hier führt auch der 1 stdg. Aufstieg zum Ahkarsattel bzw. dann rechts weiter zur Lungauer - und li. zur Steirischen Kalkspitze. Weitgereiste roBerglerIn erinnern sich noch  unseres Besuches bei veritabler Schneelage dieser  knapp 2500m hohen Kalkriesen und unseres vergeblichen Versuchs, auf diesem lawinengefährdeten Steig zum See abzusteigen.  ::)

Bild i3 : Einkehr in der nahen gastlichen Oberhütten Alm ist Pflicht!  :)



eli

Servus beinand!

Nach einer knappen Stunde machten wir uns dann wieder auf den mittlerweile beschwerlichen ( dank  gschmackiger Kaspressknödel  :D ) Rückweg, gute 2 Stunden lagen ja noch vor uns. Vor uns auch das etwas verzinkt zu gehende Karnereck und das uns wohl bekannte Große Gurpitscheck, so früh schon in Weiß gewandet. ( Bild j3 )

Viele Blümchen sieht man hier auf 2000 m Höhe jetzt nicht mehr, grad der Blaue Eisenhut hält noch eisern durch. ( Bild k3 )

Bild l3 : " Da bois di ned schleichst mit deinem oidn Huat, den derfst selber fressen!  #verdaechtig#

Bild m3 : Auch am Mankei - Badesee neigt sich die Saison dem Ende zu. #binweg#

Bild n3 : Zeit werd`s ! Klammlschartn und Wurmwand schauen  gar nicht mehr so lustig drein.

Hawedere

eli

eli

Servus beinand

beim gemütlichen Abstieg mit ein paar herbstlichen Impressionen vom Wegesrand. ( Bilder o3 - q 3 )

Bild r3 : Untertags haben die Bagger ganze Arbeit geleistet.  :o

Aber so will ich die Wanderung nicht beenden, darum schnell die heilende Wirkung mit  Bergwohlverleih ( Bild s3 )

Hawedere

eli