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Chief Seattle, Häuptling der Suquamish Indianer


         

Kampenwand - Hochplattn - Reibn am 21.03.2014

Begonnen von eli, 21.03.2014, 20:54

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eli

Servus beinand!

"Wer ko, der ko" -und ich konnte heute das schöne Frühlingswetter noch in vollen Zügen genießen. Bin  mit meinem Bergfreund wieder mal am Chiemsee vorbeigedüst und habe dabei gleich die ganze Reibn von der Kampenwand bis zur Hochplattn bewundert. ( Bild a ) Schaut ganz schön weit aus!  :o Aber wir gehen das Ganze ja südseitig  :D Wurden auch nur schlappe 8 Stunden!  :o

Am kostenfreien P. Mühlau sind wir dann um 9 Uhr bei frühlingshaften 10 Grad losgestiefelt. Immer am Ramsen-Mühl- und Dalsenbach entlang. Was soll ich lang nachdenken, wenn es andere besser können:

"Vom Eise befreit....durch des Frühlings holden, belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungsglück"  Bilder b1, b2 und  b3

Ein Wermutstropfen fiel dann am Abzweig Wimbach in unseren Gute- Launedrink: ( Bild c ) Nix war mit dem schattigen Steigerl neben dem kühl plätschernden Bach, angesagt war die langweilig - längere Steinbergalm - Forststraße. Und die Sperre gilt so bis zum 15. Mai 2014.  >:(

Na hawedere

eli




eli

Servus beinand,

auch eine anödende Forstraße hat ihre guten Seiten: Eine fröhliche MBikerin strampelte rauf zu den oben liegenden Almen, zwei wild entschlossene Gipfelstürmer überholten uns - eigentlich kaum vorstellbar  ;D - und am Wegesrand entdeckte ich immer wieder unscheinbare Blümchen, die zu Unrecht so wenig beachtet werden. ( Bild d )

Auf der staubigen Straße war es uns  so richtig warm geworden, und erst recht, als wir weit oben  ???  eines der heutigen Tagesziele sahen: den Hochalpenkopf
Nach rund 2 Stunden waren wir dann an der Steinbergalm, da sind aber sicher mindestens 20 Minuten dem Umweg geschuldet. ( Bild f1 )
Kurze Trinkpause und langer Blick `gen Himmel: Der Typ da oben hat es sich deutlich leichter gemacht. Mit der Kampenwandbahn rauf und dann grinsend beobachten  ;D , wie wir uns hoch schinden. ( Bild f2 )

Bild g1 Der weitere Aufstieg im Kar in Richtung Kampenhöhe war in Teilen noch verschneit; hier ein Rückblick in unsere Bergwelt, die jetzt immer, aufgeschlagen wie in einem Bilderbuch,  uns gegenüber lag. :)

Hawedere

eli

eli

Servus beinand

an diesem herrlich verregneten Tag!  :)  Endlich mal wieder, nur hätte  Petrus das auch unter der Woche erledigen können.  ;)
Bild g 2: Genau auf 1400 m, dort, wo  re.  schon die Sonnenalm zwischen den Bäumen hervorlugt, zweigt das unbezeichnete, unscheinbare Steiglein Ri. Osten  ab und hält auf den Wald zu.

Bild h 1:   Hinein in den schattigen Tann und nach etwa 200 Metern sollte man diese 2 Markierungen entdeckt haben. Übrigens: Mal wimmelt es vor Punkten, mal darf man selbst Pfadfinder spielen. Überhaupt kein Problem, solange keine ausgedehnten Schneefelder einem dazwischen liegen.

Bild h 2: Nun zieht der mal leicht fallende, aber insgesamt "stetig steigende Steig"   8)" immer am Fuße der Wand lang".

Bild h3 : Die Blicke schweifen über Hemmerstein zu Weitlahner und Roßalpenkopf

Bild h 4: Meckern auf hohem Niveau: >:D Ganz klar war die Sicht zu Untersberghorn etc. nicht mehr
unbedingt.

Hawedere

eli

eli

Servus beinand!

Bilder i bis k: Eine gute Stunde dauerte unsere einsame Gamaschenquerung - nur mit der bekannten NSA - Observierung  >:(  , dann standen wir auf dem Sattel zwischen Raffen und dem Ostaufstieg zum mächtigen Kampenwandkreuz. Der ist ja mittlerweile vom "Klettersteig" zum " Steilen Steig" degradiert worden.  ;D 

4 Stunden waren seit dem Start in Mühlau vergangen - und wir grübelten nur so lange, wie unsere kurze Trinkpause an der Steibergeralm gedauert hatte.. Dann war die Entscheidung gefallen!  ::)  Welche, das erfahrt ihr in der nächsten Abteilung.  :D

Hawedere

eli

eli

Servus beinand!

Wir sind dann nicht mehr die paar Höhenmeter (100 ) zum Ostkreuz rauf, alldieweil
1. die Zeit doch weiter fortgeschritten war als von mir hochgerechnet. Und ich mach`das ( fast ) besser als jeder Computer.  8)
2. Wir noch einen zeitlichen Sicherheitskorridor zur Umkehr  brauchten, falls auf dem nächsten Streckenabschnitt mit seinen sehr steilen Grasabhängen wider Erwarten doch noch ein Schneeproblem auftauchen solltete!  ;) Denn der NNn = Notausgang / Normalweg / nordseitig vom Sattel zurück zur Steinlingalm ist derzeit nur unter Gefahr für Leib und Hirn zu gehen.  :o
3. Wir beide eh schon mehrfach das"steile Steigerl" gegangen sind.

Also dann, immer noch ohne Brotzeit,  weiter die 1 - stündige Querung unter Raffen und Hochalpenkopf Ri. Piesenhausener Hochalmen, etwa 200 Hm tiefer gelegen. Ihr kennt den Weg. Da erfordern nur die lehmig - schmierigen Stellen über den steil abfallenden Grashängen Trittsicherheit. Na und die waren nach den Temperaturen der letzten Woche strohstrocken!  :) Natürlich lagen auch noch ausgdehnte Schneepassagen dazwischen, aber die waren kein Problem! ( Bilder l1 bis l4 )
Unser Problembär wartete urplötzlich an der Schneefeldkante, bei der der Blick schon erwartungsfroh zur Hochplatte schweift.  :o   ( Bild m )

Na hawedere

eli





eli

Servus beinand!

Der Problembär wartete genau an der Stelle, wo die lange Ostquerung einen scharfen Knick nach Nord macht. Kein Steig nach der Hangkante im Schnee drunter zu sehen. ::)

Je eine Altspur führte oben bis zu den Wachten - ja und dann sind die zwei offensichtlich mutig, mutig in den Schneebretthang hineingesprungen. ( rote Tupfer auf Bild oha)Ziemlich gruselig, weil ringsum mächtige Schneebretter bei den hohen Temperaturen bereits abgegangen waren.  8)
Eine andere vereinzelte Altspur führte suchend  zum P. 1438   Ri. Ramseck; wir hinterher, kehrten aber genauso frustriert wie unser Vorgänger wieder um.  ::)

4 1/2  Stunden wieder zurück?  ::)   ::)  Die nächsten beiden  Bilder sind in der Rückschau aufgenommen und präsentieren sich recht handsam. (Bilder n1 und n2 ) Was hier so harmlos ausschaut, war in Wirklichkeit recht adrenalinanregend, vulgo varreckt!  >:D
Erst die folgende Aufnahme lässt ahnen, warum mein Kamerad hier meinte: "I moan, des Gröber hamma jetzt!" Und der sagt selten etwas! ( Bild oha, grün gepunktelt unsere Variante )

Bei Bild p werfen wir einen Blick in die Nordseite des Hochalpenkopfes, der von Süden einen richtig braven Eindruck macht.
Endlich dann nach 5 1/2 Stunden die wirklich wohl verdiente Brotzeit auf dem Sonnenbankerl an der Grassauer Hütte..

Hawedere

eli

eli

Servus beinand

bei unserem verträumten Sonnenbad mit großer Pano - Gipfelschau. Da hatte ich dann auch die Bilder einer Sommertour vor einigen jahren  vor Augen ( Bild q2 ), bei der auch der Normalweg zu erkennen ist. Falsch sind wir da mit unserem Bauchgefühl eigentlich nicht gelegen.

Bilder q3 und q4: Schon außergewöhnlich in unserer Brunnen - Kein - Trinkwasser - - Zeit!  :) Als brave roBergler haben wir uns natürlich an diie Gebote gehalten!  ;D

Bilder r1 und r2 Der Ausblick zeigt wieder die Plattn, die wir uns einvernehmlich geschenkt haben, denn an der Abzweigung oberhalb der Piesenhausener Alm war es schon halb 4 Uhr. Und der nochmalige Rückblick zeigt erstens einmal die Länge der Tour und zweitens einen sehr nachdenklichen eli.  ::)  :P  Wintertouren kann man noch so gut zuhause durchchecken, die Realität überholt einen irgendwo gravotisch!  >:(

Hawedere bis zum finalen Abstieg

eli


eli

Servus beinand!

In Höhe der Bergwachthütte sind wir dann südwärts in den Ramsengraben abgebogen, haben also die geplante Route über Hochplatte und Oberauerbrunstalm gestrichen; Am Ende hätte beim bekannten  Abstieg über den Südhang oben nochmal ein Brummbär gelauert.  ???
Bild s : Bären gibt es nämlich hier zuhauf.  :D

Bilder t1 und t2: Der Steig führt flott und recht urig über zwei Gräben, die bei Nässe schon etwas unangenehm sein können. Vor Jahren war hier ja schon mal der Hang abgegangen und der Steig daraufhin gesperrt. Mittlerweile haben aber die Schlechinger weder Kosten noch Mühen gescheut und eine zukunftsweisende Plastik - Wäscheleine angebracht!  >:D

Der abschließende lange Forstweghatscher ist aber eher knieschonend und rechts und links des Weges gibt es immer was Schönes zu sehen.  :)

Fazit: Wie schon gesagt: Eine lange, konditionell doch etwas fordernde Rundwanderung, auch ohne Gipfel. Wir haben für die rund 1000 Höhenmeter genau 8 Stunden gebraucht. War natürlich nur der Umweg anfangs schuld!  ;D ( Mit Kampenwand - Hochplattengipfel werden es ca. 1300 Hm sein)
Empfehlenswert für erfahrene Bergwanderer, die Ruhe und Naturerlebnis schätzen und auch hier und da wegfindig sind.Zur Zeit jedoch, erst recht nach den Schneefällen der letzten Tage, eher nicht so ratsam.  ;)

Hawedere

eli