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Autor Thema: Zielspitz Überschreitung (Cima di Tel) - 04.07.2013  (Gelesen 1440 mal)

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Offline StefanMuc

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Servus,
nach einer Regenpause am Mittwoch ging es am Donnerstag auf meinen ersten 3000er. Von unserem Quartier in Schenna hat man einen schönen Blick auf die Zielspitze, die realtiv weit südwestlich in der Texelgruppe steht.

Los ging es oberhalb Partschins, genauer gesagt vom Gasthof Birkenwald nahe des Partschinser Wasserfalles. Auf Forststraße und später wieder steilem Waldsteig verlief der Anstieg zur Bergstation der Texelbahn nach Giggelberg. Schon auf diesem Weg boten sich prachtvolle Ausblicke in die angrenzenden Berge und die nicht all zu weit entfernten Dolomiten.
Am Giggelberg wählte ich den Anstieg Richtung Zielspitz/Orenknott (Weg 2B). Der wunderschöne Steig zieht in den Wald und man gelangt bald an den Adlerhorst, eine kleine Hütte mit schöner Aussicht. Der Weg zieht nun Richtung Schindeltal, recht bald ist der Abzweig erreicht, der rechts hinauf Richtung Zielspitz leitet. Ich bleibe aber auf dem Weg und wandere weiter Richtung Orenknott. Dieser imposante Aussichtsberg ist leicht erreichbar und bietet eine wunderschöne Aussicht. Die nach Süden steil abfallende Wand wird ostseitig umgangen und von Norden führen sanfte Wiesenhänge zum Gipfelkreuz des http://www.orenknott.com/Orenknott_Willkommen.html. Hier genieße ich den prachtvollen Ausblick in die Dolomiten und die Gletscherberge.
Nach einer schönen Rast geht es an den weiteren Anstieg. Hierbei wähle ich den direkten Gratanstieg über die Bildhornspitz zur Zielspitz. Es geht einige Meter abwärts und dann unmarkiert in Linie des Grataufschwungs hinauf. Anfänglich werden steile Wiesen und Schrofen erkraxelt. Man sucht sich im steilen Grasgelände die einfachsten Wege heraus, über Bände und Schrofen, mal mit kletternd geht es zügig hinauf. Dann wird der Grat blockiger und man kraxelt über grobe Blöcke, sucht sich hier und da den einfachsten Weg durch die zum Teil metergroßen Steine. Der Grat ist nicht wirklich ausgesetzt, aber man muss oft Hand an den Fels legen.
Nach der Bildhornspitze trifft man auf die ersten Schneefelder (ab hier machen aufgrund weichen Schneestellen Gamaschen Sinn) und am Gipfelaufbau der Zielspitz trifft man auch wieder auf den Normalweg, welcher vom Schindeltal hinaufleitet.
Der Schlussanstieg ist nochmals steil und felsig, man quert auf schmalem Band nach Osten. Bevor man auf den Nordostgrat die Schlussmeter zurücklegt, geht es ein Stück hinab. Ein kleines, aber steiles Schneefeld veranlasst mich zum Direktaufstieg nordwestlich. So geht es wieder über steile Schrofen und Felsen, bis ich endlich ostwärts zum Gipfelkreuz steige.

Leider ist es inzwischen recht bedeckt, aber der Stimmung tut das keinen Abbruch. Ich raste ausgiebig und schaue mir die Texelgruppe an. Eine schöne Gebirgsgruppe mit vielen lohnenden Bergzielen in unmittelbarer Umgebung. Der Blick nordseitig zeigt noch sehr viel Schnee. Allerdings möchte ich nicht auf dem gleichen Weg absteigen. Also geht es über die verschneiten Hänge abwärts. Leider ist der Schnee auch hier zum Teil sehr weich, so dass ich je nach Untergrund tief einbreche. So geht es vorsichtig abwärts, in einigen Hängen sind noch ein paar Nassschneerutschen abgegangen. Leider versteige ich mich auch ein wenig, weil ich ein paar alten Gams-/Menschenspuren(?) gefolgt bin. Aber schließlich bin auf der Hochebene bei der verfallenen Königshofalm. Hier rauscht ordentlich Wasser gen Tal. Ein paar Murmeltiere und Schafe beäugen mich interessiert. Ich mache noch eine Pause in dieser wundervollen Kulisse.
Dann geht es weiter abwärts. Über grasige Hänge zieht der Pfad abwärts. An einer Stelle, wo man einen Bach überqueren muss, ist dieser so breit, dass ich an anderer Stellen mit gewagtem Sprung nur die andere Seite erreichen kann. Bald ist der Pfad - typisch für diese Gegen - mit unzähligen Steinen als Treppe angelegt. Was für eine Arbeit all diese Steine zu Stufen anzuordnen.
So komme ich nach einer Weile an die Nassereithütte, die momentan neu errichtet wird (Ausschank und Essen aber behelfsmäßig in Zelten und kleiner Küche). Weiter geht es abwärts, durch das herrliche Tal. Ich schaue noch beim beeindruckenden Partschinser Wasserfall vorbei.

Fakten
Aufstieg: 2159hm
Gehzeiten: 4 1/2 Stunden Aufstieg, 3 1/2 Stunden Abstieg

Im Aufstieg nach Giggelberg:






Der Orenknott (links im Bild) und der Grat hinauf Richtung Zielspitze:


Weiterweg Richtung Orenknott:


Adlerhorst:


Richtung Schindeltal/Orenknott:


Traumwetter:


Der Gipfel des Orenknott in Sicht:


Am Orenknott:


Weiterweg zur Bildhornspitz:















Der Gipfelaufbau der Zielspitz:


Auf den letzten Metern:









Am Gipfel der Zielspitze:


Im Abstieg:




















Gut getarnt:


Partschinser Wasserfall:


Stefan

roBerge.de

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« am: 10.07.2013, 11:42 »