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Autor Thema: Schwierigkeiten-Skala  (Gelesen 7704 mal)

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Schwierigkeiten-Skala
« am: 17.06.2013, 07:22 »
Hinweise:

Schwierigkeitsskalen gibt es von diversen Organisationen, z.B. SAC. Um die Schwierigkeitsskalen der verschiedenen Anbieter auf roBerge.de unter einen Hut zu bringen, unterscheiden wir auf roBerge zwischen leicht, mittel und schwer. Diese drei Kriterien beziehen sich nur auf die Wegbeschaffenheit. Die Kondition und die Dauer spielen bei der Schwierigkeit keine Rolle! Jeder muss anhand der Höhenmeter und Dauer entscheiden, ob eine Tour hinsichtlich der körperlichen Verfassung für sich selbst geeignet ist.
Die Bewertung auf roBerge.de erfolgt nach der schwierigsten Stelle. Wenn es innerhalb einer Touren Varianten gibt, wird nach der leichteren Variante bewertet. Beispiele:
Die Tour beinhaltet A und B, zusätzlich zwingend 1 x C (C muss also begangen werden):  roBerge bewertet mit C.
Die Tour beinhaltet A und B, zusätzlich eine Variante mit C (C kann begangen werden):  roBerge bewertet mit B.

Falsche Schwierigkeitsangaben: Die Tourenbeschreibungen auf roBerge.de bestehen schon seit vielen Jahren! Ein Großteil der ersten Touren wurde seitdem nicht mehr geändert. Im Lauf der Zeit ändern sich auch die Verhältnisse. Deshalb müssen ältere Touren, die damals einen bestimmten Schwierigkeitsgrad erhielten, heute nach den neuen Kriterien anders bewertet werden. Bitte teilt uns veraltete (also falsche) Schwierigkeitsangaben, die sich nicht an die neue Bewertung halten, an die Adresse info@roberge.de mit.

Haftungsausschluss: Alle Angaben stellen nur einen Anhaltspunkt dar. Jeder soll sich an Hand der Fakten selbst die Schwierigkeit ausrechnen. Wir übernehmen deshalb keine Haftung für Unfälle usw. aufgrund fehlerhafte Angaben.



Bergtouren:
Quelle: DAV-Bergwegeklassifikation, SAC-Wanderskala

leicht: DAV-Bergwegeklassifikation: blau, SAC-Wanderskala: T1
Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalen Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden.
Falls nach SWW-Normen markiert: gelb. Anforderungen: Keine. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.


mittel: DAV-Bergwegeklassifikation: rot, SAC-Wanderskala: T2 - T3
Weg mit durchgehendem Trassee oder am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Gelände teilweise steil. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.
Anforderungen: Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung.


schwer: DAV-Bergwegeklassifikation: schwarz, SAC-Wanderskala: T4- T6
Stabile Trekkingschuhe. Gute Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechischen Hilfsmitteln. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden. Kletterstellen bis II.


Klettersteig:
Quelle: Klettersteigskala Schall & Hüsler

leicht: DAV-Klettersteigskala: A (wenig schwierig), Schall: A/B, Hüsler: K1/K2
Gelände flach bis steil, meist felsig oder von Felsen durchsetzt, ausgesetzte Passagen möglich. Sicherung durch Drahtseile, Ketten, Eisenklammern und vereinzelt kurze Leitern; Begehung wäre auch größtenteils ohne Verwendung der Sicherungseinrichtungen möglich. Klettersteigausrüstung empfohlen.

mittel: DAV-Klettersteigskala: B (mäßig schwierig), Schall: C, Hüsler: K3
Steileres Felsgelände, teilweise kleine Tritte, mit ausgesetzten Stellen ist auf jeden Fall zu rechnen. Sicherung durch Drahtseile, Ketten, Eisenklammern, Trittstifte, längere Leitern (u.U. auch senkrecht); bei einer Begehung ohne Sicherungseinrichtungen sind Schwierigkeiten bis zum Grad III zu erwarten. Klettersteigausrüstung empfohlen.

schwer: DAV-Klettersteigskala: C (schwierig), Schall: D-E-F-G, Hüsler: K4-K7
Steiles bis sehr steiles Felsgelände, meist kleine Tritte, längere oder sehr häufige ausgesetzte Passagen. Sicherung Drahtseile, Eisenklammern, Trittstifte, oft längere und sogar überhängende Leitern. Klammern und Stifte können auch weiter auseinander liegen; in senkrechten Abschnitten manchmal auch nur ein Drahtseil; Anforderungen an Kraft und Bewegungstechnik ähneln einer Kletterei im III. Grad. Längere Anstiege in diesem Schwierigkeitsgrad zählen bereits zu den großen Klettersteig-Unternehmen. Klettersteigausrüstung dringend zu empfehlen, Ungeübte oder Kinder eventuell mit Seilsicherung.


Langlauf:

leicht:
flach, nicht mehr als 10% Neigung, außer sehr kurzer Strecken mit einer etwas größeren Neigung und ohne Kurven (Klassisch)

mittel:
wellig mit nicht mehr als 20% Neigung,  außer sehr kurzer Strecken mit einer etwas größeren Neigung (Klassisch), gelegentiche Kurven im Gefälle

schwer:
alles was "mittel" übersteigt


Mountainbike:
Quelle: Mountainbike Singletrail-Skala

leicht: Singletrail-Skala S0
Der Begriff Singletrail steht für einen Pfad, der so schmal ist, dass man dort nicht nebeneinander fahren oder laufen kann.
S0 beschreibt einen Singletrail, der keine besonderen Schwierigkeiten aufweist. Dies sind meistens flüssige Wald- und Wiesenwege auf griffigen Naturböden oder verfestigtem Schotter. Stufen, Felsen oder Wurzelpassagen sind nicht zu erwarten. Das Gefälle des Weges ist leicht bis mäßig, die Kurven sind weitläufig.


mittel: Singletrail-Skala S1 bis S3
Auf einem mit S1 beschriebenen Weg muss man bereits kleinere Hindernisse wie flache Wurzeln und kleine Steine erwarten. Sehr häufig sind vereinzelte Wasserrinnen und Erosionsschäden Grund für den erhöhten Schwierigkeitsgrad, der Untergrund kann teilweise auch nicht verfestigt sein. Das Gefälle beträgt maximal 40%. Spitzkehren sind nicht zu erwarten.
S3: Singletrails mit vielen größeren Felsbrocken und/ oder Wurzelpassagen. Hohe Stufen, Spitzkehren und kniffelige Schrägfahrten kommen oft vor, entspannte Rollabschnitte werden selten. Häufig ist auch mit rutschigem Untergrund und losem Geröll zu rechnen, Steilheiten über 70% sind keine Seltenheit.


schwer: Singletrail-Skala S4 und höher
S4 beschreibt sehr steile und stark verblockte Singletrails mit großen Felsbrocken und/ oder anspruchsvollen Wurzelpassagen, dazwischen häufig loses Geröll. Extreme Steilrampen, enge Spitzkehren und Stufen, bei denen das Kettenblatt unweigerlich aufsetzt, kommen im 4. Grad häufig vor.
S5: S-Grad S5 wird charakterisiert durch blockartiges Gelände mit Gegenanstiegen, Geröllfeldern und Erdrutschen, ösenartigen Spitzkehren, mehreren hohen, direkt auf einander folgenden Absätzen und Hindernissen wie umgefallenen Bäumen - alles oft in extremer Steilheit. Wenn überhaupt, ist wenig Auslauf bzw. Bremsweg vorhanden. Hindernisse müssen z. T. in Kombination bewältigt werden.



Rodeln:
Eine genaue Bewertung ist nie möglich, da Vereisung, Frequentierung durch Rodler oder Fußgänger, Gegenverkehr usw. sich stündlich ändern können.

leicht:
geringes Gefälle, kleinere Kinder unter Aufsicht können rodeln, breiter Weg, weite Kurven

mittel:
geringes bis mittelsteiles Gelände, nur für größere Kinder, die den Rodel beherrschen, Wegrand gesichert, teils enge Kurven

schwer:
teilweise sehr steil, enge Kurven, Wegrand ungesichert, nur für Geübte



Schneeschuhtouren
Quelle: SAC-Schneeschuhtourenskala

Leicht: SAC-Schneeschuhtourenskala WT1
insgesamt flach oder wenig steil (unter 25 Grad), in der näheren Umgebung keine Steilhänge vorhanden, keine Lawinengefahr, keine Abrutsch- oder Absturzgefahr, Lawinenkenntnisse nicht notwendig.                     

Mittel: SAC-Schneeschuhtourenskala WT2 / WT3
insgesamt wenig bis mäßig steil (unter 30 Grad), in der näheren Umgebung sind Steilhänge vorhanden, kurze steilere Passagen, Lawinengefahr, geringe Abrutschgefahr, kurze auslaufende Rutschwege, Grundkenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation.
   
Schwer: SAC-Schneeschuhtourenskala WT4 - WT6
Steigung über 30 Grad, anspruchsvolle Passagen, evtl. felsdurchsetzt, ggf. spaltenarme Gletscher, in der näheren Umgebung sind Steilhänge vorhanden, Lawinengefahr, Absturzgefahr, sehr gute Kenntnisse im Beurteilen der Lawinengefahr, sehr gute alpinistische Kenntnisse,sichres Gehen in Feld, Firn und Eis.               


Skitouren
Quelle: SAC Schwierigkeitsskala für Skitouren (PDF)

leicht: SAC Schwierigkeitsskala L und WS
keine Ausrutschgefahr oder kürzere Rutschwege, sanft auslaufend, weich, hüglig bzw. überwiegend offene Hänge mit kurzen Steilstufen. Hindernisse mit Ausweichmöglichkeiten (Spitzkehren nötig), ggf. Engpässe kurz und wenig steil

mittel: SAC Schwierigkeitsskala ZS und S
lange Rutschwege, teilweise in Steilstufen abbrechend (Lebensgefahr), allgemein sehr anhaltend steiles Gelände. Oft mit Felsstufen durchsetzt. Viele Hindernisse in kurzer Folge, Engpässe lang und sehr steil. Abrutschen und Quersprünge nötig

schwer: SAC Schwierigkeitsskala SS, AS, EX
äußerst oder extrem ausgesetzt, äußerst steile ooder extreme Couloirs, wennig oder keine Erholungsmöglichkeit in der Abfahrt, Engpässe lang und sehr steil, mit Stufen durchsetzt, nur Quersprünge und Abrutschen möglich, evtl. Abseilen über Felsstufen nötig                     

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« am: 17.06.2013, 07:22 »