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Autor Thema: Die Tour vor der Haustür: Hochsalwand - Lechnerköpfl - am 04.07.2012  (Gelesen 4185 mal)

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Offline eli

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Servus beinand,

geplant war ja eigentlich - und auch schon lange fällig - die große Pölvenrunde. Aber in der Nacht hatte es mächtig geregnet, dicke Nebelschwaden lagen im Inntal und Gewitterwarnung für den Nachmittag gab es obendrein, da kratzten wir bei Brannenburg die Kurve und entschieden uns für den
Ostaufstieg zur Hochsalwand ( 1625 m ), das Lechnerköpfl ( 1547 m ) und später spontan noch für die Rampoldplatte ( 1422 m ). Eine gute Wahl, wie sich bald herausstellte.  :) Schön, wenn ihr mich begleiten wollt  :) ,  aber ich warne euch, ich war heute 8 Stunden unterwegs, allerdings mit Einkehr!  ;D
Kleiner Tipp: Es geht auch zeitlich kürzer.  ;D

Start war natürlich am P. St. Margarethen ( 640 m ), 1. PKW dort!  8)  ( Bild a )
Vorbei an einem prächtigen, blumengeschmückten Hof gingen wir dann gemütlich auf breitem Wirtschaftsweg und vorbei am verschlafenen Breitenberghaus hoch und rüber Ri. Lechneralm. Dabei stießen wir auf dieses herzige Gedenkplatzerl   :) - für wen oder was auch immer ? - und frischten dann die schon verwelkten Blumen etwas auf. ( Bild b ). Kein Problem, ein Blumenmeer dort oben.
Kurz vor der deutlichen Rechtskurve und der Bachüberquerung bei der Lechneralm bogen wir dann scharf links ab und stiegen in der anfangs unmarkierten - gut so !  >:D - Wiesenmulde zwischen zufrieden wiederkäuenden Rindviechern hoch und atmeten mit den Pferden dort oben eine Prise Freiheit.  #angel# ( Bild c )
Hier erkennt man auch schon unsere Gipfelziele, li. die Hochsalwand und re. das Lechnerköpfl, die wir über den stillen Ostgrat angingen, der in keiner gängigen Karte eingezeichnet ist.
Wie es weitergeht, erfahrt ihr in der Fs. 1
Bis dann und hawedere

eli

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« am: 04.07.2012, 20:07 »

Offline eli

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Servus zur FS 1:

Natürlich haben wir im Archiv jede Menge Tourenbeschreibungen dazu, wie ( fast )immer!  8)
Hochsalwand und Rampoldplatte    - Lechnerköpfl    - Für Gipfelsammler: Rampoldplatte/ Lechnerköpfl/Hochsalwand/Haidwand
( Zu meiner Schande gestehe ich: Ich kann das mit den Links immer noch nicht, hab` ja auch erst knappe 1500 Beiträge geschrieben  :-X )

Bild d zeigt einen größeren Teil des Ost - West - Gratverlaufes, gleich links taucht man übrigens in in den schattigen Mischwald ein und zieht in angenehmer Steigung auf deutlich erkennbarem Steig hoch.

Bis zu einem  kleinem Sattel  beim Zugberg ist man dann ungefähr 2 Stunden unterwegs. Und jetzt glaubt man in eine Theaterkulisse einzutauchen, wo Kulissenschieber ständig die Aussichten verändern:
Mal frisch ergrünter Laubwald ( Bild e ) , mal eindrucksvolle Totholzfluren ( Bild f ), mal Tiefblicke ins Mühlbachtal zu Mitteralm und Wendelsteinbahntrasse, mal zur Lechneralm mit ihrem leuchtend roten Dach,  nur die Gipfelparade vom Wildalpjoch bis zum Wendelstein wird noch vom Nebel versteckt gehalten.
Schon jetzt wird deutlich: Das Wetter ist sozusagen auf der Hochsalwands Schneide  ::)    südseitig lacht die Sonne  :) , nordseitig ziehen dicke Nebel die Wände hoch  >:(
Hawedere bis zur FS 2,

eli

Offline eli

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FS 2:

Die nahe Ostseite des Lechnerköpfls hat uns natürlich am meisten interessiert, waren mein Partner und ich beide noch nie oben. ( Bild g ) Also, von der Lechneralm soll es ja einen direkten Aufstieg zur steilen ostseitigen Schuttreißn dort geben, aber mir gangst.   :o Da fühlen sich nur Gamsen wohl!
Der Wendelstein, "Fotoberg des Monats Juli 12 " !  8) wollte sich natürlich auch präsentieren, konnte aber nur mühsam seine Nebeldecke abstreifen. ( Bild h ) Aber so war die Sicht auf seine Nordseite eigentlich noch stimmungsvoller.
Bild i zeigt, dass man mitunter auch a bisserl luftig auf dem Ostgrat unterwegs ist. Trittsicherheit ist auf jeden Fall angesagt, " ein wenig Schwindelfreiheit angenehm " >:D, wie es immer so salbungsvoll in den Führern heißt. Im Klartext: Bei solchen Formulierungen ist eh jedem klar, dass nur der wirklich Spaß an dem Steig hat, der auch kurze ausgesetzte Stellen und Tiefblicke verträgt.
Mittlerweile haben wir nach etwa 2 3/4 Stunden samt kleinen Pausen das Gipfelkreuz der Hochsalwand fast erreicht; mehr dann in der FS 3

Hawedere

eli

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FS 3:

Kurz vor dem Gipfel ist dann auch noch eine mini - Klettereinlage in einer Felsstufe eingebaut ( Bild j ) - die hat mir mal im Winter etwas zu schaffen gemacht  ??? -
und dann sind wir an diesem Tag tatsächlich mal die ersten am Gipfelkreuz. Dauerte aber nicht lang, da kam auf der nördlichen direttissima durch die Latschen einer vom Lechnerköpfl rauf. seinen Wadln nach zu urteilen, war dies nicht sein erster Bergtag.  ;D
Brotzeit, Blickrichtung immer `gen Süden mit dem Do.- Nebel - Rätselberg  >:D  ( Bild k )
Denn auf der Nordseite schossen die Schwaden wie in einem Kamin hoch. Auf dem Bild l1 erkennt man die Grenze bei der Reindleralm. Der a.a.O. beschriebene Gratverlauf zur Haidwand ist gerade noch zu erkennen,  der Breitenstein ist heute nicht im Bild.  >:D

Hawedere bis zum Abstieg und Umstieg aufs Lechnerköpfl,

eli

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FS 4:

Bei Bild m habe ich gerade mal den Durchblick  ;) , zum Lechnerkopf,  der Lechnerschneid ( Ri. Rampoldplatte ) und zur Lechneralm.
Nach einem knapp halbstündigen Abstieg über den teils seilgesicherten Normalweg, der diesmal übel rutschig ausfiel, hatten wir dann erstmals den Wandfuß des Lechnerköpfls vor uns und etwa 50 Hm unbekannte Kraxelei über uns. ( Bild n )
Die wenigen Meter da rauf haben richtig Spaß gemacht, überall gute Griffe und kaum geröllige Stellen.  :)  Nur die Sonne hätte uns auch noch zulächeln können.
( Bild n2 )

hawedere

eli

Offline Martl

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Aus gegebenen Anlass schieb ich mich mal kurz dazwischen  ;)

Letzten Sonntag waren der Christian M., der Samerbergradler & ich ebenfalls auf HSW, LK u. RP  ;D

Wir sind vom PP Holzplatz Lechen los und über Schlipf, Lechner zu den 3 Gipfeln und über Rampoldalm und Schuhbräu schließlich auf dem Telegraphensteig retour zum Auto (gemütlich mit Pausen ca. 7:30 - 15:00 Uhr)

... so, jetzt bin ich aber auf deine Fortsetzung(en) gespannt, Michael ...  #int#


Gruß
Martl

Offline eli

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@ Martl
Letzten Sonntag waren der Christian M., der Samerbergradler & ich ebenfalls auf HSW, LK u. RP  ;D

Jetzt wundert`s mich auch nicht mehr, dass die Felsen so abgespeckt waren!  >:D Ihr habt euch auch nicht in das Gipfelbuch eingetragen; wart wohl zu groggy dazu?  ;D
Endlich stand ich dann am schnörkellosen Gipfelkreuz, war ja eine echte Bildungslücke von mir.  :D ( Bild o )
Allerdings sollte man dann beim Abstieg gleich oben den beiden Steinmanderln schon Beachtung schenken  ;)  und sich rechts halten,  sonst schaut das Ambiente auf einmal etwas grobschlächtiger aus und ist für Elifanten nicht mehr so ganz geeignet!  ??? ( Bild q1 und q2 ) War Anlass für eine kurze Turnkür.  :o

Hawedere bis zum Finale ( dann hast du es geschafft, Martl  :D )

eli

Offline eli

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FS 6:

Auf der Lechnerschneid grüßten uns rückblickend nochmal unsere 2 Gipfelziele ( Bild r1 ).

 Spontan beschlossen wir da, auch noch kurz bei der Rampoldplatte vorbeizuschauen. Gut so, denn auf diese Weise begegneten wir einem Turmfalken, der total gelassen uns kurz beäugte, für schwer verdaulich einschätzte und erst auf den letzten Metern sich seelenruhig, vielleicht auch vollgefressen  ::) in die Lüfte schwang. ( Bild r ) Denn wenig später, auf dem Abstieg zur Lechneralm, lag mitten auf dem Weg der traurige Hinterteilrest eines frisch gemeuchelten Fuchses. Würde mich schon interessieren, welche Feinde Meister Reineke in unseren Bergen hat, die ihm den Garaus machen können. Oder vielleicht doch Altersschwäche oder gar Tollwut?  :o Oder am Ende  ein wildernder Hund? Die beiden Sennerinnen von der Lechneralm fragten uns eh, ob wir einen ihrer zwei Hunde gesehen hätten?  ::)

Bild r2 ist dann bei dem Kreuz der Rampoldplatte entstanden. Da waren wir schon 5 1/2 Stunden unterwegs.
Hawedere bis zum Schluss  :D ,

eli

Offline eli

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Augen auf  zum guten Schluss  ::)

für eine weitere Almidylle der Lechneralm: Bei Martls Bild  hat man schon die einladende Hängematte auf dem Balkon entdeckt; hier nun leben Hund, Katze, Maus, Kühe und Schweinderl einträchtig mitenander.  :) (Bild s ).
Überall nagt der Zahn der Zeit, auch an einer teutschen Eiche ( Bild s1 )
Im Breitenberghaus schließlich servierte uns der Hüttenwirt eine leichte Weiße und ein Stückerl Schoko - Mandelkuchen für insgesamt 3 ,20 € . Echt, kein Verschreiber  8)

Fazit: eine gut 1000 Hm - bärige Tour direkt vor der  RoBerge - Haustür, ein Schnäppchen!  :) (fanden wohl auch Christian M., Samerbergradler und Martl  :D )

hawedere

eli