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Autor Thema: 27.-28.06.12 KS Ilmspitze/Habicht mit Ü a.d. Innsbrucker Hütte  (Gelesen 2808 mal)

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Offline Schwäble

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Hallo Ro-Bergler,
wer hat Zeit mich auf meiner geplanten Berg-/KS-Tour zu begleiten?
Kontakt 01714976757
Schwäble
Großkarolinenfeld

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« am: 25.06.2012, 18:28 »

Offline Martl

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Hallo Schwäble,

wie war die Tour?
Würde mich über einen kurzen Bericht mit ein paar Fotos freuen!


Gruß
Martl

Offline Schwäble

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Servus Martl,
die Fotos von meiner BT/KS-Tour sind bearbeitet und über die nachfolgenden Links abrufbar:

Habicht:
https://picasaweb.google.com/114983828473397187291/20120627BTHabicht3277m?authuser=0&feat=directlink
Ilmspitze:
https://picasaweb.google.com/114983828473397187291/20120628KSIlmspitze?authuser=0&feat=directlink

Tourenbericht Habicht:
Der Aufstieg vom Parkplatz beim Gasthof Feuerstein zur Innsrucker Hütte ist relativ steil und zieht sich über viele Serpentinen im Wald und am Waldrand entlang (Es gibt aber einen neuen, einfacheren Weg auf auf die "IBK" der bereits ein paar km vor dem Parkplatz Feuerstein beginnt). Schon bald hat man einen schönen Blick ins Gschnitztal, vor allem auf die südlichen Tribulaun Gipfel... Da ich wochentags unterwegs war und noch keine Ferien sind, war ich fast mutter-seelen-allein unterwegs, nur die Schafe des Hüttenwirts versperrten mir ab-und-an den Weg ;-) Wie auf den Hinweisschildern angegeben habe ich ca. 3 Stunden bis zur Hütte benötigt. Dort stärkte ich mich mit einer aufgezeichneten Kaspressknödelsuppe für den Gipfelaufstieg des Habicht. Der Weg wurde bald zu einem Pfad und verlangte wegen der zunehmenden Sichtbeeinträchtigung durch den Nebel große Konzentration. Es waren aber auch immer mehr Schneefelder zu überqueren, auf denen die Fußspuren vorangegangener nur schwer erkennbar waren. Zudem war der Altschnee teilweise sehr weich, so dass man ständig aufpassen musste, um nicht durch die Schneedecke einzubrechen. Gamaschen wären sinnvoll gewesen. Jedenfalls wurde der Trail nicht einfacher, da sich Schneefelder und lockeres Geröll und lose Steinplatten bis zum Gipfel abwechselten. Im Übrigen ist die Markierung, sofern nicht vom Schnee verdeckt, gut erkennbar, dennoch war ich froh dass das Gipfelkreuz immer wieder aus dem Nebel auftauchte und ich mich an diesem orientieren konnte. Nach ca. 3 Std. hatte ich das Ziel erreicht. Es war ein tolles Gefühl. Die Aussicht war zwar durch das Meer von Wolken eingeschränkt, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Zumindest der Stubaier Gletscher und ein paar mir bekannte und bestiegene Gipfel (Freiger, Pfaff, Zuckerhüttl, Elfer- Zwölferspitze, Innsbrucker Nordkette,...) waren kurzzeitig zu sehen. Der böige Wind blies die Wolken ständig umher, so dass ich nur eine kurze Brotzeit einlegte und mich nach den obligatorischen Gipfelfotos nach ca. 30-minütigem Gipfelaufenthalt auf den Rückweg machte. Das war auch gut so, denn die Kraxelei über die losen Steinplatten war anstrengend. Außerdem nahm mir der Nebel immer mehr die Sicht und ich mich nur auf eine Sichtweite von ca. 10 m orientieren konnte (das nächste mal nehm ich sicher wieder mein GPS-Gerät mit). Doch nach 2,5 Stunden war ich dann wieder froh auf der Hütte zu sein. 8,5 Stunden reine Gehzeit für den ersten richtigen Gipfel in diesem Jahr haben schon mehr als gedacht, an meinen Kräften gezehrt. Ich hatte es aber noch rechtzeitig vor der Essensausgabeschluss geschafft und konnte mich bei dem reichlichen Essensangebot in der angenehm warmen Stube wieder erholen. Im ganzen Haus waren nur 11 Übernachtungsgäste und ich hatte das Lager fast für mich allein. Besonderer Komfort war noch das warme Leitungswasser. Da der Himmel nicht das erhoffte Abendrot bot war ich auch bereits früh im Schlafsack um mich auf das nächste Highlight den Klettersteig am nächsten Tag, auszuruhen.

Tourenbericht KS Ilmspitze:
Ich war nicht so gut ausgeruht wie nach der Anstrengung am Vortag erwartet, doch der Sonnanaufgang und der fast wolkenlose Himmel bewirkten gute Stimmung. Nach dem ausreichenden Frühstück und dem Erfahrungsaustausch mit einem Bergsteigerpärchen aus Hessen (die machen 10 Tage den Stubaier Höhenweg) machte ich mich gegen 9.30 Uhr auf den Weg zur Ilmspitze. Für den schönen, angenehm zu gehenden Zustieg  bis zum Einstieg in den KS benötigt man ca, 1,5 Std. Das Gipfelkreuz der Ilmspitze ist auch schon von weitem sichtbar, aber nicht mit dem Gipfelkreuz der vorgelagerten Kalkwand zu verwechseln. Ich war wieder allein unterwegs, nur bis auf eine Gams die mir begegnete. Die Wände der Ilmspitze sind imposant und man kann sich nicht vorstellen, wo die Steiglinie sein soll. Nach der kurzen etwas steileren D-Stelle erkennt man aber schon gut, dass die Erbauer des KS eine interessante Verseilung angelegt hatten. Der KS hat einige Schmankerl, wie eine Seilbrücke und zwei Kamine die einem zunächst ein etwas mulmiges Gefühl geben. Der KS ist nur den Kategorien C und D zugeordnet, ist aber auf Grund seiner Länge (ca. 1,5 Stunden) dennoch nicht ohne. Vom Gipfel hatte ich den ungehinderten Blick auf den Habicht und die umliegenden Berge (die Stubaier sieht man jedoch nicht, da der Habicht die Sicht verstellt). Erwähnen möchte ich den Ausstieg zum Rückweg: Obwohl dieser kürzer sein soll als der Aufstieg, hatte ich mehrere heikle Passagen von steilen Schnee- und Geröllfeldern zu überwinden. Wenn die Drahstverseilung wieder frei ist wird das auch zutreffen. Jedenfalls habe ich diese Stellen mit Hilfe von Händen, Füßen und "Mut" gemeistert. Ich war froh als ich wieder beim Einstieg war (Rundweg). Nun musste ich wieder den bereits bekannten Rückweg zur Hütte nehmen, wobei ich sozusagen als Kür noch die Kalkspitze mitnahm. Für den Rückweg zur Hütte benötigte ich wiederum fast 90 Minuten. Da verzehrte ich ein Stück Joghurtkuchen (leider gabes keinen Apfelstrudel mehr). Wegen dem EM-Fußballspiel musste ich mich aber beeilen um rechtzeitig wieder zu hause zu sein. Abstieg von der Hütte zum Auto ca. 2 Stunden. Rückfahrt vom Parkplatz Feuerstein in Gschnitz nach Großkarolinenfeld über Land-/Bundesstraße und Autobahn ab Innsbruck > 2 Stunden, wegen Autobahnbaustellen in Austria und Tankstopp.

Fazit:
Sehr schöne Landschaft und Bergwelt, in der ich noch öfters Touren unternehmen möchte.

Berg frei
Schwäble


Hallo Schwäble,

wie war die Tour?
Würde mich über einen kurzen Bericht mit ein paar Fotos freuen!


Gruß
Martl

Offline Martl

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Vielen Dank Schwäble  :)

Wunderbare Berichte und schöne Fotos!

Irgendwann will ich mich auch mal in die Gegend wagen  ;D


Gruß
Martl

Offline Pacchi

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Servus Schwäble.

Danke für Deinen schönen Bericht und vorallem die tollen Fotos.
Mich reizt ja die Gegend schon länger, vorallem der Stubaier Höhenweg. Und den Habicht hab ich eigentlich schon länger auf meiner Liste, aber leider hat es noch nie geklappt. Deshalb freuen mich Deine Bilder umso mehr.

Seruvs

Pacchi

Offline Bernhard G.

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Gratulation zu den beiden schönen Touren! Auf die Ilmspitze wollte ich vor ein paar Jahren schon mal gehen. Aber dann bin ich kurz vor dem Einstieg bei einer Rast eingeschlafen und erst nach 3 Stunden wieder aufgewacht. #peinlich# Dann war es zu spät und ich mußte umkehren. Aber vielleicht probiere ich es heuer wieder.