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Autor Thema: Was mich freut, was mich ärgert  (Gelesen 7985 mal)

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Offline indian_summer

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Was mich freut, was mich ärgert
« am: 17.06.2012, 10:28 »
Servus,

im OVB gibts ja oben genannte Rubrik schon eine ganze Weile, und das möcht ich hier auch mal starten  :)

Anlass ist, dass ich mich bei meiner gestrigen Tour gleich mehrfach geärgert hab  :(

Ich bin vom PP Hainbach aus rauf zur Sonnwendwand. Da hab ich dank Roskin vor einiger Zeit einen schönen Steig durch den Wald gefunden. Und Sonnwendwand ist ein total schöner Gipfel wie ich meine. So weit so gut. Das letzte Mal war ich letzten Herbst dort, und irgendwann in der Zwischenzeit wurde am Parkplatz wohl ein Schild aufgestellt, welches im ganzen NSG Geigelstein Leinenpflicht vorschreibt. Das mag stellenweise ja berechtigt sein, generell bin ich aber dagegen. (Ich lass das jetzt mal so stehen, denn ich will keine Diskussion über Hunde oder Leine oder sonstwas)
Der nächste Punkt ist der besagte Steig, der, wenn man ihn nicht kennt, ja eh nicht zu finden ist. Also mal bestimmt kein Weg, den die breite Masse begeht. Der Einstieg ist zunächst gleich über den Bach, dann rein in den Wald. Hier grenzt aber ein Grundstück an, und dieser tolle Grundstücksbesitzer hat den schmalen Steig großflächig mit Zweigen zugedeckt, so dass man den eigentlichen Weg nicht gehen kann. Absolute Schikane, denn jemand der den Weg gehen will, wird eine Möglichkeit finden dies zu umgehen. Ganz nett auch, dass unter den Zweigen auch Rosenzweige sind wie ich schmerzhaft festgestellt habe. So etwas ist an Bosheit nicht zu übertreffen !!!  >:(
Übrigens, vor besagtem Grundstück steht ein dicker, fetter SUV mit einem M- Kennzeichen. Was hiervon zu halten ist, kann sich nun jeder selber denken...  ;)
Für alle die den Weg kennen; der weitere Wegverlauf des Steigs wird übrigens nun nochmal an einer Stelle durch eine Forststraße durchbrochen, den Steig selber findet man dann erstmal nicht mehr, wenn man nicht weiß, wohin man sich halten muss.
Und schlussendlich der letzte Ärgernispunkt war dann die Stelle, wo eigentlich der Übertritt über den Weidezaun ist. Der nette Almerer hat den Stacheldraht so weit oben festgenagelt, dass man ein 2 Meter Mensch sein muss, um den zu übersteigen....
Und so wird einem eine eigentlich schöne Tour völlig vermasselt, und ich denke, ich werde sie nicht mehr so schnell machen  :(

Gruß
Elisabeth

roBerge.de

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« am: 17.06.2012, 10:28 »

Offline Bernhard G.

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #1 am: 17.06.2012, 12:04 »
Übrigens, vor besagtem Grundstück steht ein dicker, fetter SUV mit einem M- Kennzeichen. Was hiervon zu halten ist, kann sich nun jeder selber denken...  ;)
Ich wundere mich immer wieder, daß solche Leute nicht damit rechnen, auf ein ähnlich gestricktes Gegenüber zu treffen, die sich gebührend revanchieren.
Zitat
Und schlussendlich der letzte Ärgernispunkt war dann die Stelle, wo eigentlich der Übertritt über den Weidezaun ist. Der nette Almerer hat den Stacheldraht so weit oben festgenagelt, dass man ein 2 Meter Mensch sein muss, um den zu übersteigen....
Ich kann das auch nur als Dummheit verstehen. Wenn jemand richtig wütend ist und mit einem Saitenschneider für einen Durchgang sorgt, hat er u.U, einen riesen Schaden, bis er es merkt.

Offline Brixentaler

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #2 am: 17.06.2012, 16:14 »
...
Der Einstieg ist zunächst gleich über den Bach, dann rein in den Wald. Hier grenzt aber ein Grundstück an, und dieser tolle Grundstücksbesitzer hat den schmalen Steig großflächig mit Zweigen zugedeckt, so dass man den eigentlichen Weg nicht gehen kann. Absolute Schikane, denn jemand der den Weg gehen will, wird eine Möglichkeit finden dies zu umgehen. Ganz nett auch, dass unter den Zweigen auch Rosenzweige sind wie ich schmerzhaft festgestellt habe.
...

Wenn der Steig über sein Grundstück führt, egal wie groß es ist, hat der Besitzer einfach das Recht, den freien Durchgang zu verhindern. Nur wenn der Steig nicht über das Grundstück führt und er ihn trotzdem mit Abfall (Zweigen) zudeckt, hätte man einen Grund, sich zu beklagen.

...stellenweise...

sollte m.E. überall - außer auf Privatgrundstücken, wo man machen kann/darf was man will.

...der weitere Wegverlauf des Steigs wird übrigens nun nochmal an einer Stelle durch eine Forststraße durchbrochen, den Steig selber findet man dann erstmal nicht mehr, wenn man nicht weiß, wohin man sich halten muss...

Bin auch gegen Forststraßen, vor allem in NSG. Aber dass man bei bewusst gewählten "versteckten und verlassenen Pfaden" über die schwierige Wegfindung meckert, find' ich doch ein bisschen widersprüchlich... ::)

...
Der nette Almerer hat den Stacheldraht so weit oben festgenagelt, dass man ein 2 Meter Mensch sein muss, um den zu übersteigen....

Einverstanden, da sollte man als Almbauer schon ein wenig Verständnis haben. Eine kleine Möglichkeit besteht, dass er den Steig gar nicht kennt und ihn versehentlich abgesperrt hat.
Im Übrigen ist es nur eine kleine Arbeit, einen normalen Übertritt zu machen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine nette Anfrage beim betreffenden Bauern diese Situation bald verbessern könnte.

Offline da_hans

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #3 am: 18.06.2012, 13:20 »
Diese Tour - auch nach der Beschreibung von Roskin - bin ich auch schon vor 2 Jahren mal gegangen.

Dieser Weg, zusammen mit dem Breitenstein-Ostanstieg und der Latschen-Direktvariante von der Hochsalwand zur Haidwand, hat
dazu geführt, dass meine Frau bei Abseits-Aufwärts-Touren nicht mehr mitkommen will.  :'(
Was mich aber natürlich nicht daran hindert, auch die anderen Touren noch auszuprobieren  >:D

Aber weiter mit dieser Tour:

Gerade nach der Forststraße war da (wie in großen Teilen vorher) nicht mehr viel von Weg / Steig zu erkennen. Es kann also durchaus sein, dass der Bauer da gar nicht bösartig
gehandelt hat.

Ob es unten durch das Grundstück oder dran vorbei geht, weiß ich nicht. Aber weiter oben (da wo man rechts zur Diensthütte rüberqueren kann) kommt auch ein Weg von unten links aus dem Priental. Weiß jemand, wo der herkommt? Evtl. wäre das eine Alternative.

Mfg Hans

Offline RossiS

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #4 am: 18.06.2012, 15:17 »

Ob es unten durch das Grundstück oder dran vorbei geht, weiß ich nicht. Aber weiter oben (da wo man rechts zur Diensthütte rüberqueren kann) kommt auch ein Weg von unten links aus dem Priental. Weiß jemand, wo der herkommt? Evtl. wäre das eine Alternative.


Servus Hans,

der Weg den Du wahrscheinlich meinst kann man von der Ortschaft Schwarzenstein und über den Wanderweg(Forststrasse) 21 erreichen. Ist auch auf der AV Karte schwarz gestrichelt eingezeichnet.
Eine andere Alternative zur Aipl Hütte zu kommen wäre aus dem Klausgraben. Nach ca. 15 min ist auf der linken Bachseite eine Diensthütte (Brücke über den Bach). Hinter dieser geht es in Serpentinen ziemlich gerade rauf. Man trifft dann wieder auf den unten beschriebenen Weg  - so etwa auf halber Strecke zur Aipl Hütte. Der Steig ist zwar nirgends eingezeichnet aber rel. gut gepflegt - zumindest war er das letztes Jahr.

KACHBERO

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #5 am: 18.06.2012, 20:31 »
Servus,

mich haben auch schon immer die Grundstücksverhältnisse in den Bergen interessiert. Vieles wird der Forstwirtschaft gehören, aber auch jeden Menge den Privaten. Wer seinen Weg frei gibt oder sperrt ist jedem selbst überlassen. Mich ärgert es auch manmal. Aber PRIVAT ist halt PRIVAT.
M

Offline AbseitsAufwärts

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #6 am: 18.06.2012, 21:01 »
Schade... >:(

Dachte egtl. der Pfad geht am Grundstück vorbei. Möglich auch das es irgendwer anders war.  ???Falls ich da in nächster Zeit mal vorbei komm und da ist jemand werd ich mal fragen warum und weshalb.

Offline indian_summer

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #7 am: 18.06.2012, 21:04 »
Aber PRIVAT ist halt PRIVAT.


Naja, kann man so oder so sehn. Wenn da ein Weg, der jahrzehnte geduldet wird dann plötzlich durch Schikanen unbegehbar gemacht wird, kann ich es nicht nachvollziehen.
Außerdem könnte dieser Typ ja auch ein einfaches Schild aufstellen, dass es sich um Privatgrund handelt. Aber ich glaub nicht mal, dass es sich hierbei um Privatgrund handelt. Das Grundstück grenzt lediglich an...





Gerade nach der Forststraße war da (wie in großen Teilen vorher) nicht mehr viel von Weg / Steig zu erkennen. Es kann also durchaus sein, dass der Bauer da gar nicht bösartig
gehandelt hat.



Ja, aber es ist noch eine Forststraße dazugekommen, noch ein Stück weiter oben. Und es liegt wieder jede Menge Holzabschnitte, eben alles was den Herren nicht wirtschaftlich erscheint kreuz und quer herum. Und man kann erstmal wieder schaun und suchen wo man geht. Das gibt sich mit Sicherheit wieder, aber generell find ich es einfach so, dass die Forstämter/ Bauern mit brachialer Gewalt Autobahnen in die Berge hineinfräsen. Ohne Achtung von Flora und Fauna. Aber wehe, man pflückt ein Blümchen ab, dann kann man sich blöd anmachen lassen.

Die meisten Bauern/ Holzarbeiter machen nur soviel, was ihnen als wirtschaftlich erscheint. Alles andere wird liegengelassen kreuz und quer, denen ist es in der Regel wurscht, ob da ein Weg ist oder war..

Gruß
E.

Offline indian_summer

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #8 am: 18.06.2012, 21:06 »
Möglich auch das es irgendwer anders war.  ???

Das glaub ich nicht, es grenzt ja nur dieses eine Grundstück an.
Letztes Jahr noch lagen ein paar Zweige, aber dieses Jahr sind es eben bedeutend mehr und großflächiger verteilt...

Offline Bernhard G.

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #9 am: 18.06.2012, 22:03 »
Wer seinen Weg frei gibt oder sperrt ist jedem selbst überlassen. Mich ärgert es auch manmal. Aber PRIVAT ist halt PRIVAT.

So einfach ist das nicht. Es gibt da die bayerischen Verfassung und die sagt ganz klar:

Zitat von: Bayerische Verfassung
„Der Genuss der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet.“ (Art. 141 Abs. 3 Satz )

Einschränkungen sind nicht ohne weiteres möglich und dürfen sowieso nur von Behörden angeordnet werden. Das ist z.B. auch der Grund, warum die ganzen Schilder des Alpenvereins (Skitour umweltfreundlich) rechtlich bedeutungslos sind und nur eine Empfehlung darstellen.

Offline Milka

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #10 am: 21.09.2012, 10:45 »
Huhu, kann verstehen dass du dich darüber ärgerst.
Bei unserer Wandertour in der Schweiz konnten wir folgendes sehen:
Mutter und Vater mit Kind. Sie saßen dort und haben ihre Butterbrote gegessen, ich dachte ich bekomme einen Anfall als ich sah, dass die aufstanden alles liegen liesen.
Also Papier, leere Getränkedose etc. Habe ihnen noch hinterhergerufen, aber es kam nur der dumme Spruch: "hier gibts ja keine Mülleimer!"

Halloooo??? Sorry, wenn ich das jetzt sage, aber solche Leute sind diejenigen die ihren Müll NEBEN den Mülleimer liegen lassen würde!
Wir haben ihren Müll dann mitgenommen und später entsorgt.
Finde dieses asoziale Verhalten einfach nur daneben.
Danach war ich so auf 180 dass ich am liebsten eine Petition gestartet hätte oder wenigstens Info Flyer verteilen, mit Fotos etc. um mal die Menschen auf sowas aufmerksam zu machen.
aber meine Kumpels meinten dass sei Geld und Zeitverschwendung, da viele Leute total ignoranten seien.

Seht ihr das auch so? Ein Versuch wäre es doch wert, oder?

Grüße

Offline Summer

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Re: Was mich freut, was mich ärgert
« Antwort #11 am: 22.09.2012, 09:17 »
@Milka, kann ich nachvollziehen, ja! ich bin auch immer wieder entrüstet wie sich Menschen verhalten können! Total gedankenlos, ich werde das vermutlich nie verstehen. Niemals nicht!

Wobei ich mir nicht vorstellen kann dass Flyer da etwas bewirken, im Prinzip hättest du die Familie ienfach fotografieren und denunzieren sollen - Facebook, lach! Eine Lehre fürs Leben...
Ne im Ernst, ich finde sowas ne Riesensauerei!!

Summer