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Autor Thema: Taubenseemärchen am 26.01.2012  (Gelesen 2308 mal)

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Taubenseemärchen am 26.01.2012
« am: 26.01.2012, 18:09 »
Servus beinand,

bin heute mit zwei Bergkameraden eine traumhaft schöne Winterwanderung im Kaiserwinkl gegangen.  #angel#
Schon bei der Anfahrt am Chiemsee war die glasklare Luft samt Bergpanorama - kein Wunder bei - 10 Grad   ??? - zu bewundern. ( Bild a ) Im Kössener Kühlschrank  schließlich waren es dann bemerkenswerte minus 15 Grad.  ???   ???
Den üblichen geplanten Startpunkt  am Brückerl oberhalb haben wir uns geschenkt  ;) und sind hochgefahren bis zum P. Mühlenberg (Gebühr humane 1,50 Euro ) Noch humaner war hier schon die Temperatur, nur mehr - 9 Grad, dafür Sonnenschein pur und phantastische Schneekristalle. ( Bild b )
 Natürlich  :D war der Aufstiegsweg gespurt, bei einer geschätzten Schneehöhe von ca. 1m. Es knirschte unter den Gamaschenhaxen herrlich sonor  8), die Sonne streichelte unseren Rücken und die kurzen Abschnitte im Wald waren bilderbuchmassig verschneit. ( Bild c  Durchblick zum Untersberghorn  und Schnappenstein),
Und auch nicht schlecht: Wir waren die ersten Schneestapfer auf dem vom Skidoo gut gewalzten - soweit bei der total pulvrigen Schneeunterlage überhaupt möglich - etwa 1 1/ 2 stündigen Aufstieg ( incl. endloser Fotopausen )  :)

Wer weiter lesen mag, die Fortsetzung folgt natürlich. >:D
Bis dahin hawedere

eli

roBerge.de

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« am: 26.01.2012, 18:09 »

Offline eli

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Re: Taubenseemärchen am 26.01.2012
« Antwort #1 am: 26.01.2012, 20:01 »
FS 1:
Die Ast zu Moosenalmen liegen unter einer watteweichen, über 1m hohen Schneehaube; da ist ein "Einführungskurs Lawinenkunde" über den Schneedeckenaufbau optimal zu demonstrieren. Und am Südhang gegenüber wird man wieder eindringlich darauf hingewiesen, dass steile, schneeüberfrachtete  Südhänge mörderisch gefährlich sind, großflächige Schneebretter gehen da ab! Und natürlich auch die Zustiegswege, z.B. der vom Kössener  Schwimmbad über die Schaftlerkaralmen. Nicht zu empfehlen aus meiner Sicht! Und sicher auch die steilen nördlichen Zustiege über die Chiemhauseralm; Kroatensteig etc.  schon gleich gar nicht. Total ungespurt. ( Bild d )
Kurz vor der Taubenseehütte (1165m) muss man sich bücken, um den Giebel des dortigen  Gedenkkreuzes am Wegrand zu sehen. Der Elektrozaun des Sommers begleitet einen einen guten Meter unterhalb dort oben. Aber dann oben, in andächtiger Stille, eine grandiose Bergwelt.  #angel# Bild e1 gibt einen kleinen Eindruck davon wieder. Heute sind auch etliche Heißluftballons vom Walchsee in großer Thermik hochgestiegen. Ich glaube, die sind zum Espresso nach Venedig gefahren, so schnell sind sie verschwunden.
In(n)sider kennen übrigens den Horst des Adlers ( Bild f ) dort oben. Das einzige tierische "Lebewesen" heute dort oben, nur eine einsame Meister Lämpelspur war zu sehen. Das Wild hat sich wohl zu zentralen Futterstellen zurück gezogen; ein Grund mehr, es nicht durch Variantenfahrten jetzt zu stören.

Den Weg zum Taubensee und zum Sonnwendköpfl gleich, denn das ist eine eigene Geschichte

Hawedere

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Re: Taubenseemärchen am 26.01.2012
« Antwort #2 am: 26.01.2012, 21:11 »
FS 2:

Blickfang hier oben ist natürlich bei dem kaiserlichen Wetter - ohne Wind, und das will was heißen nach den letzten stürmischen Tagen  - der Kaiser! ( Bild e 3 ) Da verblassen selbst die Berchtesgadener und Steinberge, der Glockner...
Bis zur Taubenseehütte, die bis Ende März immer Freitags, Samstags und Sonntags bewirtschaftet ist - und heute war Donnerstag!  ;)  - geht es ja locker noch mit Bergschuhen und Gamaschen. Der kurze Abstecher zum See aber wird zur Gretchenfrage. Ohne Schneeschuhe war das heute anfangs nur lustig, bis über den Bauchnabel im durchgefrorenen Pulverschnee zu stecken , schon nach wenigen grundlosen Gehversuchen wurde es immer mühsamer. Aber was solls!`Wenigstens bis zum Taubensee musste und wollte ich es schaffen. Der Gedanke, bis zum Sonnwendköpfl heute zu gehen, hatte sich schon nach wenigen Metern und vielen Schweißtropfen in den azurblauen Äther verflüchtigt.
Ich denke mal, dass das alte Zollhäuschen oberhalb des lauschigen Seeleins schon manche Winter überstanden hat, aber unter einer derartigen Schneehöhe hat es sich wohl auch selten ducken müssen. ( Bild h ) Dafür brennt sich mir dann der Blick zu den verreiften, gleißenden  Bäumen auf dem Rückweg tief in die Seele. ( Bild g )

Hawedere bis zur FS 3

eli

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Re: Taubenseemärchen am 26.01.2012
« Antwort #3 am: 27.01.2012, 12:47 »
FS 3:
...und der Blick nach unten auch ( Bild i )  :o Sollte vielleicht doch mal wieder meine Tourenski, oder wie bei dieser Wanderung die Schneeschuhe rauskramen. Dann hätt`ich übers Sonnwendköpfl, die einsamen Sauermöser - und Frangenalmen eine Rundwanderung machen können  ::) Dort oben jedenfalls herrschen für Schneeschuhstapfer  paradiesische Verhältnisse.  :)
So halt wieder auf dem selben Weg zurück , immer den Kaiser ( Bild l 4 ) und die Rudersburg vor Augen. Da wird schnell klar: Meine Nächste Tour führt noch nicht, wie sonst oft um diese Zeit, auf Wetterfahne und Rudersburg. Einfach total lawinengeladen!  >:(
Vorbei an leise plätschernden Bächlein ( Bild j ) wieder zum P. und auf der wirklich gut geräumten, nur vereinzelt eisigen  Mühlbergstraße obi. Sogar die anderen Parkplätze und Ausweichen sind  hier vorbildlich geräumt.

Mein Fazit: Keine sportliche Höchstleistung an diesem Tag, aber eine herrliche Winterwanderung für kleine und große RoberglerInnen. Auch für Hunde!. So ein netter Kerl hat mir mit treuen Augen meine halbe Brotzeit abgeluchst. Aber wirklich gut erzogen, ein Rüde halt!  >:D

Übrigens, bei Meister Lämpel muss ich mich entschuldigen, der ist ja nur ein Schlitzohr, ich meinte natürlich Meister Lampe, das Langohr!  ;D

Hawedere

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