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Autor Thema: Geigelstein: Weg zur Rossalm  (Gelesen 37734 mal)

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Offline sturmei

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Geigelstein: Weg zur Rossalm
« am: 06.07.2004, 18:59 »
Nachdem in der Zeitung, Radio und TV wieder vermehrt über den Rossalmweg berichtet und diskutiert wird, finde ich es für angebracht, dass man sich auch im roBerge-Forum wieder darüber unterhält.

Momentan ist die Lage so, dass die Gemeinde Aschau i. Ch. den sofortigen Vollzug des Wegbaues zugesprochen bekam, aber immer noch ein Richterspruch in Sachen Geld fehlt.

Ich hoffe doch, dass dieser Richter ein Einsehen hat und endlich das "JA" für den Weg freigibt. Erst letztes Wochenende (2./3.7.) konnte man wieder zusehen wie hunderte von Leuten auf alle mögliche Weise, seis über die Wiese oder in schon vorhanden ausgetrampelten und ausgeschwemmten Pfaden, den Gipfel des Blumenberges stürmten. Es gab aber auch vernünftige Bersteiger, die auf dem offiziellen Wanderweg sich in Richtung Gipfel aufmachten. Ob die, die sich abseits des Weges nach oben quälten darauf achteten, dass sie keine Blumen zusammentrampelten und dass die durch sie verursachten Pfade bei dem nächsten Regenschauer zu einer enormen Bodenerosion führen, wage ich zu bezweifeln. Die mittlere sichtbar Zerstörung durch solche wilden Pfade ist von weiten her schon als eine klaffenden Wunde am Gipfelmassiv zu sehen und dürfte mittlerweile eine Fläche von ca. 10x50 Meter angenommen haben.

Liegt es da nicht Nahe, dass diese wilden Massen, die sich abseits der Wege bewegen, auf einem Weg geleitet werden müssen, damit diese Zerstörung aufhört?

Meiner Meinung nach, auf jeden Fall.

Ob die Lage des Weges, so wie er jetzt geplant ist, die richtige ist, ist eher zweifelhaft. Hier hätte man sich doch sicherlich auf eine sicherere, für Natur und Weg, Führung des Weges einigen können. Aber da gab es einige Leute und Organisationen die einfach sturr dagegen waren und nicht mit sich reden liesen, obwohl eine gemeinsam erarbeitete Lösung dem so erhaltenswerten Blumenberg Geigelstein besser getan hätte als diese ewige rumgeblocke von beiden Seiten.

roBerge.de

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« am: 06.07.2004, 18:59 »

Offline huhu

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #1 am: 07.07.2004, 08:44 »
Ich kenne die Situation vor Ort nicht genau, aber deiner Argumentation kann ich nicht ganz folgen.
Es scheint ja einen Wanderweg zu geben. Warum meinst du dann, dass ein weiterer Weg gebraucht wird?
Wird der dann eher angenommen, nur weil er breiter ist?

Gegen wilde Wanderermassen hilft nur Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung...und irgendwann sollte es vielleicht auch mal wehtun (Kontrolle, Strafe). Nur wer kontrolliert?
Idee einer neuen Rubrik im Forum:
Der Pranger
mit Fotos von Leuten, die dabei beobachtet wurden, wie sie sich falsch verhalten, möglichst mit hohem Wiedererkennungswert... ;D

Offline faxe318

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #2 am: 07.07.2004, 09:04 »
im zuge des wegbaus sollen ja die abkürzer zurückgebaut werden.

ich finde ja eigentlich, dass der 1,20 meter weg möglicherweise schon ein kompromiss sein kann, da ja auch die interessen der almerer berücksichtigt werden sollten. bei unserer letzten tour in der ecke haben wir aber wieder viele rauhfußhühner gesehen und da bin ich dann doch wieder ins schwanken gekommen...

gruß, faxe

Offline Christian M.

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #3 am: 07.07.2004, 15:17 »
Hallo!
Der Hauptgrund für die Strasse ist doch die Erschliessung der Rossalm.
Daß die vielen Wanderwege zu einem werden ist doch nur ein Vorschub, damit der Bau in einem Naturschutzgebiet genehmigt wird. Habe sogar gehört, daß es mehrere Almbauern geben würde, die die Rossalm auch ohne Strasse bewirtschaften würden. Nur der Rossalmbauer will sie ja nicht abgeben! So ist es wirklich fraglich, ob die Strasse, die von unseren Steuergeldern gebaut wird, Sinn macht. Mal ganz abgesehen von der Verbauung der Natur.
Gruss.
Christian

Offline sturmei

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #4 am: 10.07.2004, 12:21 »
Zu huhu:
Der zweite Hauptgrund dient der Erschließung der Rossalm. Die Momentane Situation ist so, dass diese Alm durch Hubschrauberflüge (zweimal pro Jahr) versorgt wird und alles andere was da oben gebraucht wird zu Fuß bzw. mit einem Geländemotorrad, mit dem quer durch die Gipfelmulde des Geigelsteins gefahren wird, hochgeschafft wird.

Der Momentan vorhandene Weg, eher Steig, ist auch nicht unbedingt im besten Zustand. Sobald es mal länger oder stärker regnet sammelt sich das Wasser in ihm und verursacht genau so Erosionen wie die wild angelegten Steige.
Zu faxe318:
Ob die Rauhfußhühner der Weg stört ist fraglich. Ich glaube nicht, dass sie sich dran stören. Der Weg soll ja dann auch dazu dienen, dass sie Wanderer darauf bleiben und nicht wild durch die Gegend rennen und somit sämtliches Wild aufschrecken.

Zu Christian:
Dieser Weg soll doch keine Verbauung sein, sondern soll dem Naturschutz helfen. Wenn du dir mal die riesigen Flächen anschaust, die durch die wilde Steiganlegerei kaputt gehst und die Verbreiterung des bestehenden "richtigen" Steiges gegenüberstellst, dann musst du doch einsehen, dass das die sinnvollere Alternative ist.
Das sich andere Leute bereiterklärt haben die Rossalm zu übernehmen habe ich auch schon gehört, aber ist dir eigentlich klar, dass die Rossalm dem Bauern selber gehört und von diesem in Mühevoller Handarbeit dort oben errichtet wurde?
Gruss
sturmei

Offline Christian M.

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #5 am: 10.07.2004, 13:03 »
Hallo Sturmei!
Was Du da anstellst, ist das Gleiche wie Huhu, Faxe und ich! Es sind nur Vermutungen. Denn ob das die Rauhfusshühner stört oder nicht oder ob dann die andren Wege nicht mehr benutzt werden oder doch noch usw. kann leider keiner sagen.  :-\
Dass die Alm dem Rossbauern selber gehört wusste ich nicht. Hab nur immer gehört, er hätte sie vor langer Zeit nur vom Staat gepachtet. Weiss nicht, woher Du Deine Infos hast.  ???
Aber jeder hat halt seine Meinung, und es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt auch nichts zu gewinnen, wenn einer Recht hat.
Gruss.
Christian

Offline sturmei

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #6 am: 16.07.2004, 18:20 »
Hallo Christian!

Ich denke, dazu ist doch ein Forum da, dass man seine eigene Meinung kund tut und mit anderen Leute darüber diskutiert. Ob dann einer von denen Recht hat oder nicht ist ja eigentlich egal. Ob das was sie hier schreiben irgendeine Meinung oder Entscheidung verändert ist doch auch egal. Für mich stellt diese Forum eher so eine Art Stammtisch dar. Jeder gibt seine Meinung kund, aber ändern tut sich eigentlich dann nix. Irgendwie schweif ich vom Thema ab.
Wollte nur das Thema mit dem Rossalmweg mal wieder aufgreifen, da in den Medien immer nur von der einen Seite, den Geigelsteinschützern, von der Furtner Zenz (Gott habe sie selig) und vom Steinbichler berichten und nie die andere Seite, vom Rossalm Sepp und vom momentanen Zustandes der Steigerlanlegerei berichtet wird.
Viele Leute die die wirkliche Situation und die eigentlichen Hintergründe des Weges nicht kennen wurden durch diese "Propaganda" über die negativen Auswirkungen des Wegebaus übertölpelt und wissen dabei eigentlich gar nicht um was das es geht. Wenn man mit diesen Leuten dann bissl redet und ihnen auch mal die andere Seite erklärt und darstellt, wundern sich diese wieso der Weg nicht schon längst gebaut wurde.

Vor längerer Zeit gab es hier auf der roBerge-homepage mal eine Umfrage zu diesem Thema. Damals wurde noch nicht so einseitig und wenn dann selten darüber Berichtet. So weit ich weiß, waren am Ende der Statistik, die aus irgendeinem komischen Grund aus dem Netz genommen werden musste, mehr als 1.000 Klicks für den Weg und zwischen 100 und 200 gegen den Weg. Wäre interessant wenn man diese Umfrage nochmal sehen könnte.

So long
Hans

Offline Reinhard

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #7 am: 16.07.2004, 19:23 »
Hallo sturmei,

lass uns Dir und allen anderen kurz erklären, warum mir seinerzeit die Umfrage über den Rossalmweg geschlossen hatten. Damals arbeiteten wir mit einem Umfragesystem, welches bereits beim Starten der Umfrage eine der möglichen Optionen aktiviert hatte. Lies sich auch nicht abstellen. Somit war für jeden, der abstimmen wollte, immer die gleiche Option bereits vorgegeben. Daraufhin gab es etwas "böses Blut", da die Partei, welche gegen diese Option war, uns in gewissem Sinn Einflußnahme auf das Ergebnis vorwarf. Dies führte sogar zu einem Schriftwechsel, worauf hin wir das "Kriegsbeil" begruben.

Hinzu kommt, dass das seinerzeitige System leicht zu beeinflussen war. Wer sich etwas auskannte, war durchaus in der Lage, innerhalb weniger Tage viele Stimmen abzugeben.

Aus diesen beiden Gründen haben wir die Abstimmung gelöscht.
Die Ergebnisse haben wir leider nicht mehr.

In der Zwischenzeit hat sich jedoch eine Änderung ergeben: Wir können ohne weiteres wieder Umfragen starten, die wesentlich schwieriger zu beeinflussen sind. Nämlich unser Forum-eigenes Umfragesystem. Denn hier können nur registrierte Forum-User teilnehmen.
Es könnte nur dadurch Einfluß genommen werden, dass sich jemand mehrfach anmeldet - doch wer von uns macht das schon?

Umfragen können übrigens von JEDEM von jedem registrierten Mitglied ohne vorherige Rückfrage gestartet werden. Probiert es einfach mal aus. Vielleicht will jemand von Euch zu diesem Thema gleich eine Umfrage erstellen?

Hillclimber

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #8 am: 20.07.2004, 18:49 »
Leider kann man jetzt noch nicht absehen was die Erschließung der Rossalm durch einen breiteren Weg bringen wird. Man sollte aber davon ausgehen dass die meisten Bergwanderer den ausgebauten Weg nutzen werden. Woanders machen Sie es schließlich auch...
Ich war auch selber noch nicht an besagtem Ort, allein schon weil es hier im nahen Umland über hundert andere attraktive Touren gibt, die man erwandern kann ohne sich irgendwie mitschuldig zu machen. Je mehr Bergsteiger den jetzigen Pfad nutzen, desto schneller und evtl. auch breiter wird er gebaut. Und der Hang ist nicht umsonst als Naturschutzgebiet ausgewiesen! Die wirtschaftliche Erschließung der Alm sollte auch nicht im Vordergrund stehen, da eigentlich jeder seine Brotzeit selber mitbringen kann, bzw. man ja auch in einer anderen Hütte Einkehren kann. Bis jetzt funktionierte es ja auch ohne 10-seitiger Speisekarte. Aber vermutlich war die finanzielle Ausbeute des Hüttenwirtes nicht allzu groß. Außerdem verstehe ich nicht ganz, warum gerade der DAV einen Großteil der Finanzierung aufbringen soll....??? Und die Gemeinde Aschau als einziger finanzieller Nutznießer durch Steuern und Abgaben, neben dem Wirt, nur den geringsten Teil zahlt??????




Offline faxe318

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #9 am: 26.07.2004, 09:26 »
das thema scheint sich ja erst einmal erledigt zu haben, wahrscheinlich doch die beste lösung.
schönen gruß, faxe

Offline Reinhard

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #10 am: 26.07.2004, 18:27 »
Ergänzend fand ich noch folgende Meldung vom 20.7.04 im Oberbayerischen Volksblatt, betreffend Wintersaison auf der Schlechinger Seite:
"Wie der Betreiber informierte, soll der Schlepplift zwischen der Bergstation an der Wuhrsteinalm und der Wirtsalm aus Kostengründen nicht wieder in Betrieb genommen werden."

Offline huhu

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #11 am: 27.07.2004, 08:04 »
das thema scheint sich ja erst einmal erledigt zu haben, wahrscheinlich doch die beste lösung.
schönen gruß, faxe

ich habs nicht mitgekriegt, wie hat es sich denn erledigt?

Offline faxe318

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #12 am: 27.07.2004, 08:15 »
das verwaltungsgericht münchen hat wohl den sofortigen baubeginn untersagt und in der urteilsbegründung durchblicken lassen, dass man möglicherweise auch im hauptverfahren dagegen entscheiden wird. der zweite bürgermeister der gemeinde aschau hat als reaktion gesagt: "das wird von uns so akzeptiert, wir werden uns in der sache nicht weiter engagieren." das könnte darauf hindeuten, dass das projekt nicht weiter verfolgt wird. endgültig ist aber noch nichts entschieden.
schönen gruß, faxe

Offline Bergsteiger2000

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #13 am: 27.07.2004, 15:19 »
Es wir immer von einer Fahrstraße gesprochen doch seinen wir doch mal ehrlich bei einer wegbreite von 1,20 meter kann mann nicht von einer fahrstraße reden.
Der bestehende weg würde ja nur von 80 cm auf 1,20 m verbreitert es ist schon klar das er an manchen stellen etwas schmäler ist aber auch nicht viel.
Auf diesem weg könnte man onehin nur mit einem spezialfarzeug fahren das sehr teuer ist.
Aber es geht ja nicht nur um die interressen des almbauern sonden damit die leute endlich mal auf einem sicheren und befestigten weg umgeleitet werden und nich alle wie es ihnen gerade passt rumrennen auf den wiesen, ich glaube auch für die natur wäre es westentlich besser wenn die leute am rande des Geigelstein gebietes gingen und nich mitten dur das zentrum. 
Ein anderer grund ist vieleicht auch für die Bergwacht ein interesanter punk es könnten dan auch umfallopfer leichter abtransportiert werden so das man nicht immer den teuren rettungshubschrauber anzufordern.
Die versorgungsflüge für die rossalm sind extrem teuer ein hubschrauberflug kostet 6000 - 7000 €.
Dann wird von anderen mitgliedern hir geschriebn das auch andere bauern die alm ohne weg bewirtschaften würden.
Nur wie lange?
Auf lange sicht ist einfach ein weg erforderlich egal welcher bauer diese alm bewirtschaftet.
Wenn man wie auch oft beschriben wir das man die rossalm einfach auflassen sollte dafür habe ich kein verständnis den dan würde in kürzester zeit alles zuwachesen nur dem rossalmbauer zu verdanken das dies nicht geschiet der die latschen in mühseliger arbeit jedes jahr zurückschneidet.
Beispiel Oberkaseralm: Der Bauer schneidet seine latschen nicht zurück und man sieht überall in den wiesen wie kleine latschen wachsen die in 5-6 jahren große latschen sind und die sich dan immer weiter ausbreiten.
Die Finanzierung:
Die Finanzierung ist klar fetsgelgt die hälfte zalt der almbauer und die andere die geimeinde aschau.


Offline Martl

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #14 am: 27.07.2004, 20:46 »
Servus zusammen,

die Disussionen werden wohl noch nicht so schnell beendet sein,
auch wenn der Bau der "Straße" vorerst wieder gestoppt ist.

Meiner Meinung nach wird der Fahrweg aber früher oder später
doch kommen, da sich kommerziele Interessen (des Almbauern),
die bei der Politik meist eine starke Lobby haben, im Endeffekt
durchsetzen werden. Das Geld der Gemeinde liegt ja scheinbar
bereit und muss nur abgerufen werden. Es ist wohl nur eine
Frage der Zeit ...  :-\

Ich finde eine weitere Erschliessung unserer Berge eigentlich
grundsätzlich schlecht, da diese in vielen Gegenden eh schon
im übertriebenen Maße vorhanden ist.

Im Falle Geigelstein würde der breitere Weg meiner Meinung
nach aber nicht schaden, insbesondere in Hinblick auf die schon
oft angesprochenen Erossionsschäden (durch die wilden Steige),
die er Natur sicher gar nicht guttun.

Ein breiter Weg (der natürlich sehr gut ausgeschildert werden
muss) wird glaube ich schon von den meisten angenommen.

Der Weg würde natürlich in erster Linie dem Almbauern helfen,
aber o. g. Nebeneffekt wäre nicht zu unterschätzen.

Dass die Wege-Bauerei an sich der Gegend schadet, ist glaub ich
eher zu vernachlässigen, wenn man bedenkt, wieviel in letzer
Zeit in der Umgebung der Priener Hütte an Gebäuden, Garagen,
ect. errichtet wurde und wird ... (viel Fläche durch Beton
verbaut ...) --> mit Naturschutz hat das wenig zu tun !!   >:(

Mal schaun wie's weitergeht ...  ???

Gruß
Martl

nbz

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #15 am: 28.07.2004, 15:03 »
Ich habe mit Interesse in den letzten Tagen die Diskussion in diesem Forum verfolgt. Allerdings liegen "Sturmei" und "Bergsteiger 2000" mit ihren Argumenten hin und wieder windschief daneben.
Sturmei, die Rossalm ist von Herrn Gröbmeyer gepachtet; sie gehört ihm nicht. Und wenn er sie in "mühevoller Handarbeit" errichtet hätte, wäre er wohl weit über 100 Jahre alt! Und halte Dir vor Augen: In einen erodierenden Steilhang einen Weg in einer Breite von 1,20 Metern zu bauen, ist der weitaus größere Umweltschaden, als die seit Jahrzehnten bestehenden Abkürzungspfade zu belassen. Diese gehören durchaus beseitigt, aber nicht mit dieser Alternative. 
 
Bergsteiger 2000, wenn der Rossalmbauer die Hälfte der im Raum stehenden 190.000 EURO Wegebaukosten zahlt,wie Du behauptest, ziehe ich meinen Hut vor so viel Gemeinsinn. Respekt! Aber ich denke, die Kostenfrage ist etwas anders geregelt worden!!!   

Nach den bisher durchgesickerten Informationen hat das Verwaltungsgericht München eine sehr gute und dem Naturschutz zuträgliche Entscheidung getroffen. Hier wird nicht nur das gesamte Verfahren mehr oder weniger kritisiert, sondern wohl auch festgestellt, dass der Naturschutzaspekt von den Betreibern bisher nur ungenügend berücksichtigt wurde (Stichwort FFH). Ich bin schon sehr auf die Urteilsbegründung gespannt.

Und wie nachdrücklich die Gemeinde Aschau dieses Projekt unterstützt, sieht man an der Reaktion des Öttl-Vertreters, der jetzt den Wegebau zu den Akten gelegt hat und ihn nicht mehr weiterverfolgen will. Eine weise Entscheidung

Gruß, NBZ

Offline Bergsteiger2000

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #16 am: 28.07.2004, 17:01 »
Ich habe nicht gesagt das Herr Gröbmeyer erichtet hat sondern die latschen und das unkraut zurückscneidet
übrigens die Roßalm wurde 1953 erbaut.
Und ich wollte noch wissen woher hast du die informationen über den Betrag??


Offline faxe318

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #17 am: 29.07.2004, 09:25 »
Meiner Meinung nach wird der Fahrweg aber früher oder später
doch kommen, da sich kommerziele Interessen (des Almbauern),
die bei der Politik meist eine starke Lobby haben, im Endeffekt
durchsetzen werden.

diesen fatalismus teile ich überhaupt nicht. unterschätz nicht die umwelt-lobby bei uns (mein ich durchaus positiv). bei uns ist ja - zum glück - nicht einmal eine lilane zugspitze durchsetzbar. projekte, die im vorfeld öffentlich diskutiert und nicht klammheimlich realisiert werden, sind nach meiner einschätzung bei uns eher schwierig durchsetzbar geworden. sieht man ja auch schön an diesem 1,20-meter-weg, bei dem ja selbst hier im forum umstritten ist, ob er überhaupt umweltschädlich ist.
gruß, faxe

nbz

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #18 am: 29.07.2004, 13:45 »
Hallo "Bergsteiger 2000",
wie Du nachlesen kannst, habe ich Dich hinsichtlich Verpachtung und Errichtung der Rossalm gar nicht angesprochen.
Die Höhe der Kosten des Wegebaus konnte man u.a. der "SZ" entnehmen, die ja unverdächtig ist, falsche Zahlen zu veröffentlichen. Was diese Beträge angeht noch ein Zusatz für "Sturmei": Es fehlt kein Richterspruch in "Sachen Geld", sondern es wurde ein Eilantrag der Betreiber verhandelt, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden kann. Das heißt: Baubeginn "ja" oder "nein". Als Lesetipp für alle, die sich für die Problematik interessieren, kann ich nur empfehlen, den Widerspruch des "Bundes Naturschutz" gegen den Wegebau zu lesen. Soweit ich mich erinnere (bin mir aber nicht ganz sicher), hat ihn die DAV-Sektion Prien im Internet eingestellt. Diesem fundierten und sachlichen Schriftsatz kann man eigentlich nichts mehr entgegenhalten!!!
Gruß, NBZ

Offline faxe318

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Re: Geigelstein: Weg zur Rossalm
« Antwort #19 am: 29.07.2004, 14:12 »
Diesem fundierten und sachlichen Schriftsatz kann man eigentlich nichts mehr entgegenhalten!!!
Gruß, NBZ

hm, das heißt dann also: ende der debatte.  ???