Hochalm

Autor Thema: Frickenhöhle und Hoher Fricken (Estergebirge) am 13.05.2010

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Offline Tom

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Frickenhöhle und Hoher Fricken (Estergebirge) am 13.05.2010
« Antwort #0 am: Do, 13. Mai 2010, 22:00 »
Servus roBergler,

heute war ich seit langem mal wieder mit Daniel unterwegs ... und in letzter Sekunde hat sich dann auch Peter mit angeschlossen.

Da schon wieder schlechtes Wetter angesagt war, stand heute was ganz anderes auf dem Programm. Daniel hatte die passende Idee ... die Frickenhöhle ... dort kann es uns egal sein, ob es regnet oder nicht  8).

Auf's Schlimmste vorbereitet, fuhren wir bei Regen in München los. Die erste Überraschung dann ... ab Penzberg kein Regen - nur Nebel und die Autobahn trocken. Feine Sache. Vielleicht hat es sich doch gelohnt am Feiertag früh aus dem Bett zu kriechen.

Beim Start vom Parkplatz in Farchant war das Wetter immer noch unverändert. Bei 8°C trotteten wir los. Helm, Stirnlampe, Wechselwäsche sowie ein kurzes Seil hatten wir mit im Gepäck. Die angezogenen Regenjacken waren aber eine schlechte Wahl. Von innen feuchter als von außen ... der Aufstieg bis zur Höhle war sehr schweißtreibend. Die Luftfeuchtigkeit höher als in Malaysia  ;).

Beim Anblick der Wasserfälle ermutigte uns Daniel mit Sprüchen wie: "wenn ich das so sehe, hoffe ich, dass das Wasser heute nicht so hoch in der Höhle steht"  >:D .

Das Buch am Höhleneingang verriet uns, dass dieses Jahr erst zwei Personen in der Höhle unterwegs waren. Kurzer Ausrüstungscheck und los ging es. Warum man einen Helm in einer Höhle braucht, konnte ich bereits nach wenigen Metern erfahren. Tock, tock ... "ganz schön niedrig hier"  :D.
Obwohl weniger Wasser in der Höhle war, als befürchtet, mussten auf dem Weg zum Preuß-Siphon doch mehrere kleine "Seen" umklettert werden. Eine ganz neue Erfahrung - so an feuchtem Höhlenfels. Immer locker bleiben, auch mit kaltem, kristallklarem Bergwasser unterm Hintern. Einen Plumbs ins Wasser wollte jeder von uns vermeiden, was uns letztendlich auch gelang - zum Glück.

Nach gut 1:20 Std. steuerten wir dann auch wieder auf den Ein- bzw. Ausgang zu. Voller Erwartung, wie das Wetter mittlerweile wohl draußen ist.

Da es immer noch nicht regnete, entschlossen wir uns zu einem weiteren Aufstieg zum Hohen Fricken (1.940m). Ziemlich steil ging es also weiter. Der teils schmierige Trampelpfad zog sich schier endlos hin. Die letzten 50 Hm ging es dann durch teils durchgefrorene Schneefelder bis zum Gipfel. Dort war es kalt, neblig und ungemütlich. Sofortiger Abstieg zur Esterberg-Alm war angesagt.

Wir hofften alle drei, dass sie geöffnet hat ... und sie hatte ... aber wir hätten fast keinen Platz mehr bekommen  :o . Ein Burschenverein aus Garmisch nutzte den Feiertag offensichtlich für einen feucht-fröhlichen Hüttenbesuch. Kaffee und Kuchen bekamen wir trotzdem.

Nach der kurzen Aufwärmpause war es dann draußen umso ungemütlicher. Mittlerweile war es windig und eisig kalt. Für kurze Zeit sah es auch noch so aus, als ob es sich einregnen würde, aber es hat dann doch bis zum Parkplatz gehalten.


Einkehrmöglichkeiten:

Esterberg-Alm (1.265m)


Rahmendaten:

[ohne Höhlenbegehung]
Strecke: ca. 11 km
Höhenmeter: ca. 1.300


Fundstellen im WWW:

www.hoehlenschlumpf.de
Tourenbericht der DAV-Sektion Tutzing (2009)


Ein paar Impressionen:


























Gruß. Tom.